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Sachsen im Juni mit bundesweitem Hitzerekord

Der Juni war bundesweit in Sachsen am wärmsten. Der Wetterdienst hat am 19. Juni in Dresden fast 40 Grad gemessen: Unser Newsblog zur Wetterlage.

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Bei fast in Dresden gemessenen fast 40 Grad hat man es ohne Brunnen kaum ausgehalten.
Bei fast in Dresden gemessenen fast 40 Grad hat man es ohne Brunnen kaum ausgehalten. © Alexander Zemlianichenko/AP/dpa (Symbolfoto)

Wetter in Deutschland und Sachsen – das Wichtigste in Kürze:

Mittwoch, 29. Juni, 16.10 Uhr: Sachsen im Juni mit bundesweitem Hitzerekord

Der Juni hat den Sachsen viel Sonne und einen Hitzerekord beschert. Am 19. Juni wurden 39,2 Grad in Dresden-Strehlen gemessen, gemeinsam mit Cottbus in Brandenburg der höchste Wert deutschlandweit, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Mittwoch in seiner vorläufigen Monatsbilanz mitteilte. Zudem war der Freistaat mit 285 Stunden neben Brandenburg das zweitsonnigste Bundesland. Nur in Sachsen-Anhalt wurden zehn Sonnenstunden mehr registriert.

Die extreme Trockenheit führte zu Waldbränden, und wegen Niedrigwassers wurde vom Landkreis Nordsachsen die Entnahme von Wasser aus Seen und Flüssen untersagt. Größere Regenmengen kamen dann erst an den letzten Tagen des Monats zusammen. Der DWD bilanzierte den Beginn des diesjährigen Sommers in Deutschland als "deutlich" zu warm, zu trocken und sehr sonnig. Vor allem im Süden habe es aber auch heftige Gewitter, Starkregen und Hagelschlag gegeben.

"Die östlichen Regionen erlebten dagegen sengende Hitzetage und eine außergewöhnliche Trockenheit mit folgenschweren Waldbränden." Nach meteorologischer Rechnung ist seit 1. Juni Sommer (bis 31. August). Kalendarisch fing der Sommer am 21. Juni an (Herbstanfang 23.9.).

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12.40 Uhr: Bergepanzer auf dem Weg in die Gohrischheide

Niederschläge haben die Situation im sächsischen Waldbrandgebiet Gohrischheide in der Nacht zum Dienstag vorerst entschärft. "Die Lage ist derzeit entspannt", sagte ein Feuerwehrsprecher der Deutschen Presse-Agentur. Es gebe noch Glutnester und offenes Feuer, die Einsatzkräfte seien mit Restlöscharbeiten beschäftigt. "Es ist nicht so schlimm wie gestern, wir haben alles im Griff."

Unterdessen ist ein von der Bundeswehr angeforderter Bergepanzer auf dem Weg von Gera (Thüringen), er wird am frühen Nachmittag in Zeithain erwartet, wie ein Sprecher des Heeres in Dresden der Deutschen Presse-Agentur sagte. Der Pionierpanzer vom Typ Dachs soll noch am Dienstag seine Arbeit vor Ort aufnehmen und eine zwölf Kilometer lange Schneise zwischen zwei munitionsbelastete und gefährdete Waldstücke schlagen.

11.12 Uhr: Nach Regen in Tschechien - Weiße Flotte Dresden fährt wieder normal

Niederschläge im tschechischen Einzugsgebiet von Elbe und Moldau am Wochenende haben die Niedrigwassersituation für die Sächsische Dampfschifffahrt in Dresden entspannt. "Wir fahren seit Sonntag wieder normal", sagte ein Sprecher der Weiße Flotte Sachsen GmbH am Dienstag. Nur die Auslastung der Dampfer mit Gästen sei weiter leicht reduziert. Der Wasserstand sinkt derzeit wieder, am Vormittag wurden am Pegel Dresden 90 Zentimeter gemessen. Normal sind hier zwei Meter. Das Landeshochwasserzentrum erwartet allerdings eine zweite Welle auf ähnlichem Niveau. "Es hat auch in Tschechien nochmal ordentlich geregnet, teils bis zu 80 Liter pro Quadratmeter", sagte eine Sprecherin des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie. Damit sich das verstetigt, brauche es aber kräftige Niederschläge.

Auch in den anderen Flussgebieten im Freistaat habe sich die Niedrigwasserlage etwas entspannt. Da die Flüsse aber leer seien wegen der Trockenheit, werde das nicht anhalten. Wegen des Niedrigwassers konnten die Elbdampfer seit Ende vergangener Woche nur je zur Hälfte ausgelastet fahren, mit Ausnahme der Wandertour bis Bad Schandau (Sächsische Schweiz) waren aber alle Strecken im Angebot. Der Wasserstand am Pegel Dresden hatte sich binnen 24 Stunden fast halbiert und war auf 72 Zentimeter am Freitag gesunken. Für die Binnenschifffahrt ist die Oberelbe schon seit Wochen nicht nutzbar - sie braucht mindestens 1,30 Meter.

Nach dem Regen in Tschechien heißt es für die Dresdner Dampfschifffahrt wieder: Leinen los!
Nach dem Regen in Tschechien heißt es für die Dresdner Dampfschifffahrt wieder: Leinen los! © Matthias Rietschel/dpa-Zentralbild (Archiv)

8.10 Uhr: Dienstag nach Bewölkung schließlich überwiegend heiter

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet für Dienstag vor allem in der Oberlausitz noch dichte Bewölkung und geringen Regen. Ansonsten bleibt es überwiegend heiter und niederschlagsfrei, ab dem Mittag vielfach locker bewölkt mit viel Sonnenschein, lediglich im Bergland mehr Quellwolken und geringes Schauerrisiko. Höchsttemperaturen 24 bis 27, im Bergland 20 bis 23 Grad. Dabei weht schwacher Wind aus nördlichen Richtungen.

In der Nacht zum Mittwoch kommt dem DWD zufolge von Südwesten her zunehmende Bewölkung mit schauerartigem, teils gewittrigem Regen nach Sachsen. Die Tiefsttemperaturen betragen dann 18 bis 13 Grad.

Dienstag, 7.30 Uhr: Hagel, Gewitter und starke Schauer: Mehrere Feuerwehreinsätze in Sachsen

Nach hochsommerlichen Temperaturen gab es am Montagabend in weiten Teilen Sachsens Regen, Gewitter und teils auch starke Hagelschauer. Der Deutsche Wetterdienst hatte bereits seit dem Mittag immer wieder Unwetterwarnungen verschiedener Art für einzelne Regionen des Freistaats herausgegeben.

Betroffen war vor allem das südliche Mittelsachsen sowie das Erzgebirge. Bereits gegen 16.30 Uhr traf eine erste Gewitterzelle die Regionen über Freiberg, Langenau und Frauenstein. Auch über dem Erzgebirge fielen mehrere Zentimeter große Hagelkörner auf die Erde.

Diese sorgten zeitweise auch für Behinderungen auf den Straßen. Wie mehrere Nutzer auf Facebook berichten, seien auch vereinzelte Straßen - etwa die Bundesstraße 101 - in Freiberg durch Wasser schwer passierbar gewesen. Doch größere Einschränkungen, Unfälle oder gar Straßensperrungen gab es nach Angaben eines Polizeisprechers im Zusammenhang mit dem Gewitter nicht.

Wie die Freie Presse berichtet, liefen in der Bergstadt Freiberg jedoch vereinzelt Keller voll. Betroffen war demnach auch das Stadttheater. Außerdem seien die Einsatzkräfte zu Ästen auf der Straßen gerufen worden, um diese zu beseitigen.

In St. Michaelis sowie in Lichtenberg in Mittelsachsen waren Anwohner zeitweise von einem Stromausfall betroffen gewesen. Dieser sei dem Stromversorger Mitnetz zufolge einerseits durch einen Blitzeinschlag in einer Trafostation und andererseits durch einen Baum auf einer Stromleitung verursacht worden, so die Freie Presse weiter.

Durch aufkommenden Sturm krachte am Abend im erzgebirgischen Lichtenberg zudem ein etwa 18 Meter hoher Baum auf zwei geparkte Autos. Die Feuerwehr musste die Fahrzeuge mittels Kettensäge freischneiden.

Im Erzgebirge sowie in weiten Teilen Sachsens gab es in der Nacht zu Dienstag Gewitter, teils mit starkem Regen und Hagel.
Im Erzgebirge sowie in weiten Teilen Sachsens gab es in der Nacht zu Dienstag Gewitter, teils mit starkem Regen und Hagel. © B&S/dpa

Auswirkungen hatte der Regen in der Nacht zu Mittwoch auch in Kamenz. Wie das Landeshochwasserzentrum am Morgen mitteilt, wurde gegen 3 Uhr an der Schwarzen Elster kurzzeitig die Alarmstufe 1 registriert. Das Wasser sei über den Richtwert dieser Stufe angestiegen.

Auch für den Dienstagvormittag werden noch Schauer gemeldet. "Bei Auftreten der vorhergesagten gewittrigen Niederschläge sind in den Oberläufen der Schwarzen Elster und ihrer Nebenflüsse schnelle kurzzeitige Wasserstandsanstiege möglich", so das sächsische Hochwasserzentrum. "Eine überregionale Hochwassersituation wird sich jedoch nicht einstellen."

17.25 Uhr: Nach Waldbrand bei Grimma: Feuerwehr bekämpft Glutnester

Nach einem Waldbrand im Klosterholz bei Grimma kämpft die Feuerwehr mit der Vernichtung von Glutnestern. In dem Wald brach am Sonntagnachmittag ein Brand aus, der sich auf etwa drei Hektar Wald ausdehnte, wie die Stadt Grimma am Montag mitteilte. Noch in der Nacht zu Montag flammten immer wieder Glutnester auf. Nach 24 Stunden befanden sich zunächst teils unter der Erde noch immer Schwelbrandherde. "Die Glutstellen werden von der Wärmebildkamera lokalisiert, von einem Bagger Quadratmeter für Quadratmeter ausgehoben und gelöscht", sagte Matthias Berger (parteilos), Oberbürgermeister der Stadt Grimma.

Aufgrund der Dürre und der ausgerufenen Waldbrandstufe sei es jetzt besonders wichtig, vorsichtig mit Feuer umzugehen. "Denn über die Hälfte aller Waldbrände entstehen durch Fahrlässigkeit und könnten vermieden werden. Sollte doch eine Rauchentwicklung oder ein Feuer festgestellt werden, sollte sofort die 112 angerufen werden", sagte Berger. Rund 150 Einsatzkräfte aus mehreren Feuerwehren und Katastrophenschutzeinheiten waren im Einsatz. Die Brandursache war zunächst unklar.

13.33 Uhr: Einsatz von Bergepanzern in der Gohrischheide geplant

Beim Waldbrand an der Grenze von Sachsen und Brandenburg sollen nun auch zwei Bergepanzer der Bundeswehr zum Einsatz kommen. Derzeit seien Pioniere in dem Gebiet vor Ort, um den Streckenführung für die Panzer zu planen, sagte der sächsische Landesbranddirektor Dirk Schneider am Montag der Deutschen Presse- Agentur in Dresden. Die Panzer sollen Schneisen in das Waldstrück fräsen, um so eine Ausbreitung der Flammen zu verhindern.

Schneider zufolge beträgt die Temperatur am Boden bis zu 400 Grad Celsius. Wenn mit Wind eine Sauerstoffzufuhr erfolge, könnten die Flammen immer wieder auflodern. "Das ist die große Herausforderung."

Der Großbrand war am Donnerstag in der Gohrischheide in Sachsen ausgebrochen und hatte sich am Freitag in Richtung des brandenburgischen Mühlberg (Elbe-Elster) ausgeweitet. Hunderte Hektar Wald standen zeitweise in Flammen. Am Sonntag waren auf sächsischem Gebiet noch 154 Feuerwehrleute im Einsatz, in Brandenburg 162, hieß es. Inzwischen ist der Brand unter Kontrolle.

11.56 Uhr: Gohrischheide: Brand in Brandenburg unter Kontrolle

Der große Waldbrand auf brandenburgischem Gebiet an der Landesgrenze zu Sachsen ist unter Kontrolle. Er sei aber nicht gelöscht und die Gefahr sei nicht gebannt, sagte Raimund Engel, Brandenburger Waldbrandschutzbeauftragter, am Montag auf Anfrage. Die nächsten Tage müssten weiter intensiv Glutnester beobachtet werden. Bei Wind könnten sie aufflammen. "Die Anspannung ist immer noch hoch", sagte Engel.

Die Brandursache wird nach Angaben von Engel auf sächsischer Seite vermutet, wo sich ein Truppenübungsplatz befand. Im Boden verborgene Munition könnte in Brand geraten sein.

9.51 Uhr: Wetterdienst erwartet schwere Unwetter in Sachsen

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat am Vormittag eine sogenannte amtliche Vorabinformation wegen drohenden Unwettern herausgegeben. Demnach könne es in weiten Teilen Sachsens ab dem Nachmittag und am Abend zunächst einzelne kräftige Gewitter mit Unwetterpotenzial geben. Dabei müsse laut DWD örtlich mit heftigem Starkregen zwischen 25 und 40 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit gerechnet werden. Auch Hagel mit einer Korngröße um zwei Zentimeter und schweren Sturmböen bis 100 km/h werden in der Vorabinformation genannt. Vereinzelt und lokal eng begrenzt sind auch Niederschlagsmengen über 40 Liter pro Quadratmeter in einer Stunde nicht ganz ausgeschlossen.

Im Laufe der Nacht könnten den Meteorologen von Südwesten her weitere teils kräftige Gewitter aufziehen, die erneut mit heftigem Starkregen bis 40 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit einhergehen können, hieß es. Auch Mengen bis zu 60 Liter pro Quadratmeter innerhalb weniger Stunden seien nicht ausgeschlossen. Dienstagmorgen ziehen die Gewitter ostwärts ab.

Vorabinformationen sind allerdings keine amtlichen Unwetterwarnungen, sondern sollen eine rechtzeitige Vorbereitung auf mögliche Unwetter ermöglichen.

9.00 Uhr: Noch immer Glutnester nach Großbrand in Dresden

Nach dem Großbrand auf einem Industrie- und Veranstaltungsgelände in Dresden hat die Feuerwehr auch am Montag noch Glutnester bekämpft. Die Einsatzkräfte seien auf dem Areal weiter vorangekommen. Es gebe aber noch immer einsturzgefährdete Bereiche, die sie nicht betreten könnten, sagte Feuerwehr-Sprecher Michael Klahre. Am Montagmorgen wurde zudem die Warnung der Bevölkerung aufgehoben. Die Rauchentwicklung sei nur noch minimal, Fenster können wieder geöffnet werden. Mehr dazu im Artikel Großbrand in Dresden: Feuerwehr löscht weiterhin Glutnester

6.50 Uhr: Heißer Wochenstart mit Gewittern in Sachsen erwartet

Die Woche in Sachsen startet heiß und mit Gewittern. Ab dem Mittag können Gewitter mit Starkregen, Hagel und schweren Sturmböen auftreten, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Montag mitteilte. Der DWD erwartet eine starke Wärmebelastung. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 32 und 35 Grad, in den höheren Lagen zwischen 27 und 32. Am Morgen scheint die Sonne.

Im Laufe des Tages wird es zunehmend bewölkt und es können Gewitter auftreten. In der Oberlausitz bleibt es dagegen laut DWD bis zum Abend trocken. In der Nacht zum Dienstag kann es gebietsweise kräftig schauerartig regnen und gewittern. Die Tiefsttemperaturen reichen von 20 bis 15 Grad.

Montag. 5.45 Uhr: Waldbrand in Gohrischheide unter Kontrolle

Der große Waldbrand an der sächsisch-brandenburgischen Landesgrenze scheint unter Kontrolle zu sein. Die Lage habe sich entspannt, es seien nur noch minimale Glutnester vorhanden, vereinzelt komme es noch zu Löscharbeiten, teilte das sächsische Lagezentrum am frühen Montagmorgen mit.

Trotzdem stellt sich die Feuerwehr noch auf einen längeren Einsatz ein. Durch den Wind könnten Glutnester wieder aufflammen. Vor Ort sei deswegen eine Brandwache eingerichtet, falls sich erneut eine Brandgefahr entwickeln sollte. Mehr dazu im Artikel Waldbrand in der Gohrischheide wird noch tagelang brennen

17.51 Uhr: Laut DWD länger anhaltender Regen für Brandgebiet nicht in Sicht

Im Kampf gegen die Flammen in der Gohrischheide kann die Feuerwehr auf keine größere Entlastung durch Regen bauen. Zwar könne es in dieser Region am Freitagabend und tagsüber am Samstag vereinzelt Schauer geben, sagte Peter Zedler vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Leipzig auf Anfrage.

Vermutlich würden sie aber keine größeren Niederschlagsmengen bringen. Ein länger andauerndes Regengebiet sei nicht in Sicht. Das Feuer an der Grenze von Sachsen und Brandenburg war am Donnerstag ausgebrochen und wütet mittlerweile auf 450 Hektar.

17.45 Uhr: Waldbrand in der Gohrischheide: Lage entspannt sich

Das Feuer in der Gohrischheide im Norden des Landkreises Meißen ist "soweit eingedämmt". Das teilte Einsatzleiter Matthias Heydel am späten Nachmittag mit. Ein kurzer, leichter Regenschauer hatte die Feuerwehrleute unterstützt. Es sei aber immer noch sehr trocken, so Heydel.

17.23 Uhr: Feuerwehr: Brand in Gohrischheide auf 450 Hektar ausgedehnt

Der Großbrand in der Gohrischheide an der Landesgrenze von Sachsen und Brandenburg hat sich am Freitag auf 450 Hektar ausgedehnt. Einen ähnlich großen Waldbrand habe es in der Gegend bislang nicht gegeben, sagte die Sprecherin der Feuerwehr Zeithain, Dorit Riedel. "Sowas hatten wir hier in den letzten Jahren noch nie."

Auf sächsischer Seite seien rund 160 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk vor Ort, um das Feuer einzudämmen. Ein Löschhubschrauber der Bundeswehr unterstützte die Löscharbeiten aus der Luft. Es brannte ein Wald- und Heidegebiet.

Aus der Heide hätten sich die Einsatzkräfte allerdings am Nachmittag zurückgezogen. Es sei dort zu gefährlich geworden, sagte Riedel. Die Wege dort seien so schmal, dass nur ein Fahrzeug durchpasse. Wenn das Feuer dann von vorne komme, könnte der Rückzug zu gefährlich werden. Priorität habe es derzeit, den Ort Nieska vor den Flammen zu schützen.

Problematisch sei auch die Munitionsbelastung in der Gegend. "Das ist ein alter Truppenübungsplatz. Einsatzkräfte, die vorne vor Ort waren, haben berichtet, dass es immer wieder zu kleineren Explosionen gekommen ist", sagte Riedel.

Das Feuer war am Donnerstag ausgebrochen. Zwischenzeitlich schien der Brand unter Kontrolle. Der Wind habe ihn jedoch wieder angefacht und vergrößert.

Der Großbrand in der Gohrischheide an der Landesgrenze von Sachsen und Brandenburg hat sich am Freitag auf 450 Hektar ausgedehnt.
Der Großbrand in der Gohrischheide an der Landesgrenze von Sachsen und Brandenburg hat sich am Freitag auf 450 Hektar ausgedehnt. © Sebastian Schultz

16.28 Uhr: Zwei Ortschaften in Brandenburg müssen wegen Brand evakuiert werden

Wegen des Waldbrands an der brandenburgisch-sächsischen Landesgrenze müssen die Ortschaften Kosilenzien und Kröbeln im Landkreis Elbe-Elster evakuiert werden. Das teilte der Waldbrandschutzbeauftragte des Landes Brandenburg Raimund Engel am Freitag mit. Beide Ortschaften gehören zur Stadt Bad Liebenwerda. Das Feuer breitet sich ihm zufolge aus. Derzeit brenne es auf einer Fläche von 350 Hektar. Feldflächen nördlich der Gohrischheide in Sachsen seien erfasst worden.

14.17 Uhr: Landkreis Görlitz verbietet Feuerwerk wegen Trockenheit

Wegen der extremen Trockenheit hat der Landkreis Görlitz das Zünden von Feuerwerk verboten. Eine entsprechende Allgemeinverfügung gelte ab Samstag, teilte das Landratsamt am Freitag mit. Die Waldbrandgefahr sei extrem hoch. Zudem bleibe es laut Wettervorhersage sehr warm, und es werde kaum regnen. Schon in den vergangenen Tagen habe es etliche Waldbrände gegeben. Die kritische Lage solle nicht durch den Funkenflug von Feuerwerk verschärft werden.

12.40 Uhr: Fahrgastschifffahrt der Weißen Flotte auf der Elbe reduziert

Wegen des aktuell niedrigen Wasserstandes ist die Fahrgastschifffahrt auf der Elbe um Dresden reduziert worden. Drei Linien müssen "leider entfallen", wie die Weiße Flotte Sachsen GmbH am Freitag auf ihrer Internetseite mitteilte. Die Weinstraßen-Tour gehe nur bis Meißen, der Wanderdampfer entfalle komplett. Am Pegel Dresden wurde am Vormittag ein Wasserstand von 72 Zentimetern gemessen, normal sind zwei Meter.

12.35 Uhr: Wieder sehr hohe Waldbrandgefahr in Teilen Sachsens

Die Trockenheit der vergangenen Tage hat in Sachsen die Waldbrandgefahr wieder steigen lassen. In Teilen der Kreise Görlitz, Bautzen und Sachsen galt am Freitag die höchste Waldbrandwarnstufe 5. Der Deutsche Wetterdienstag sagte für Freitagnachmittag und -abend allerdings aufziehende Gewitter - und damit eine vorübergehende Entspannung der Lage - voraus.

Sehr große Waldbrände sind in diesem Jahr in Sachsen noch nicht gemeldet worden. Allerdings wird die Feuerwehr immer wieder zu Einsätzen gerufen. Am Freitagvormittag brannte es laut Polizei bei Coswig auf einer Fläche von 2500 Quadratmetern. In Dresden ermittelt die Polizei nach drei Feuern in Hellerau am Donnerstagabend und Freitagnacht wegen Brandstiftung.

12.32 Uhr: Viel zu trocken: Bauern erwarten geringere Ernteerträge

Den Bauern steht in diesen Sommer eine unterdurchschnittliche Ernte bevor - mit regionalen Unterschieden. "In Summe ist es in vielen Teilen Deutschlands zu trocken. Das heißt letztendlich auch, dass wir im zweiten Jahr in Folge eine kleinere Ernte einfahren werden", sagte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, am Freitag zum Erntestart im brandenburgischen Dahme/Mark.

Seinen Angaben zufolge erwartet der Deutsche Bauernverband (DBV) eine Getreideernte in Höhe von rund 41,2 Millionen Tonnen. Damit liegen die Prognosen mit 3 Prozent unter dem Vorjahresergebnis. Da waren es 42,3 Millionen Tonnen. Die Ernteerträge der Jahre 2015 bis 2020 lagen mit durchschnittlich 44,2 Millionen Tonnen noch höher.
In weiten Teilen des Landes fiel demnach weniger Regen als üblich, die Wasservorräte im Boden sind nach wie vor viel zu gering. Einige Betriebe rechneten entgegen dem Trend auch mit einer guten Ernte, sagte Rukwied. Für die Herbstkulturen sei der weitere Witterungsverlauf in den Sommermonaten entscheidend.

12.30 Uhr: Landkreis Nordsachsen verbietet Wasserentnahme aus Flüssen und Seen

Die Trockenheit der vergangenen Tage hat in Sachsen die Waldbrandgefahr wieder steigen lassen. In Teilen der Kreise Görlitz, Bautzen und Sachsen galt am Freitag die höchste Waldbrandwarnstufe 5. Der Deutsche Wetterdienstag sagte für Freitagnachmittag und -abend allerdings aufziehende Gewitter - und damit eine vorübergehende Entspannung der Lage - voraus.

Sehr große Waldbrände sind in diesem Jahr in Sachsen noch nicht gemeldet worden. Allerdings wird die Feuerwehr immer wieder zu Einsätzen gerufen. Am Freitagvormittag brannte es laut Polizei bei Coswig auf einer Fläche von 2500 Quadratmetern. In Dresden ermittelt die Polizei nach drei Feuern in Hellerau am Donnerstagabend und Freitagnacht wegen Brandstiftung.

Mittwoch, 11.24 Uhr: Waldbrandgefahr in Sachsen steigt wieder an

Nach einer kurzen Entspannung zum Wochenbeginn steigt die Waldbrandgefahr in Sachsen wieder an. Am Donnerstag wird für weite Teile des Landes wieder die zweithöchste Gefahrenstufe 4 erwartet. In den Landkreisen Bautzen und Görlitz gilt örtlich sogar wieder die höchste Stufe 5.

Der Deutsche Wetterdienst sagt für den Donnerstag hochsommerliches Wetter ohne Niederschläge voraus. Erst am Freitag sollen von Südwesten her Schauer und Gewitter nach Sachsen ziehen. Dementsprechend geht dann auch die Waldbrandgefahr wieder zurück.

Dienstag, 11.55 Uhr: Dienstag freundlich und mäßig warm

Der Dienstag in Sachsen beginnt mit viel Sonne, am Nachmittag ziehen dann einige Quellwolken auf. Das teilt der Deutsche Wetterdienst in Leipzig mit. Die Höchstwerte liegen zwischen 22 und 25, im Bergland zwischen 17 und 22 Grad. Mit Regen muss nicht gerechnet werden.

In der Nacht zum Mittwoch lösen sich die Wolken auf. Teilweise ist der Blick auf den Nachthimmel sogar klar. Am Mittwoch scheint in Sachsen zunächst die Sonne, nachmittags ziehen jedoch zeitweise dichtere Quellwolken auf. In Südsachsen besteht ein geringes Schauerrisiko. Die Höchstwerte liegen zwischen 26 und 28 Grad, im Bergland zwischen 21 und 26 Grad.

Mit Unwettern oder anderen warnwürdigen Wettererscheinungen muss laut dem DWD bis auf Weiteres nicht gerechnet werden.

Dienstag, 17.55 Uhr: Niederschläge mindern Waldbrandgefahr - Lage weiter angespannt

Nach dem Hitzewochenende bleibt die Waldbrandgefahr in Sachsen angespannt - trotz einer kleinen Kaltfront mit Regen. "Wir müssen schauen, wo ausreichend Niederschlag gefallen ist und ob die oberen Bodenschichten gesättigt wurden", sagte ein Sprecher des Staatsbetriebes Sachsenforst in Graupa am Montag auf Anfrage. Angesichts des trockenen Wetters ab Dienstag zeichne sich zudem eine erneute Verschärfung ab. "Donnerstag sehen wir schon wieder eine mittlere Gefahr im gesamten Land."

Das Bild mit hoher oder sehr hoher Waldbrandgefahr im gesamten Freistaat war auch für die Behörde eine Ausnahme. "Alles rot und dunkelrot, wir konnten uns nicht erinnern, dass es das schon mal gab", sagte der Sachsenforst-Sprecher. Es habe mehrere Brände gegeben, in Nordsachsen und im Landkreis Görlitz. Zahlen lägen so aktuell aber noch nicht vor.

In einem Wald unweit der Bundesstraße 115 bei Niesky etwa standen am Sonntagnachmittag vier Hektar in Flammen. Mehr als 150 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und Bundeswehr kämpften bis in die Nacht, um es zu löschen. Dabei wurden drei Feuerwehrmänner leicht verletzt, wie die Görlitzer Polizei am Montag mitteilte.

"Wir können froh sein, dass die Brände trotz der starken Winde schnell gelöscht wurden", sagte der Sachsenforst-Sprecher. "Die sind wie ein Föhn." Zudem waren auch keine mit Munition belasteten oder schwer zugänglichen Flächen wie etwa in der Sächsischen Schweiz betroffen. Es sei nur ein kurzes Aufatmen, wenn nicht ausreichend Regen falle, werde sich die Situation schon in den nächsten Tagen wieder zuspitzen.

Bis Ende Mai wurden laut Sachsenforst 45 Waldbrände im Freistaat registriert, im Vorjahreszeitraum waren es nur zwölf. "2021 hatten wir einen sehr nassen und kalten Mai", sagte der Sprecher. 2022 bewege sich die Statistik eher auf dem Niveau der trockenen Jahre 2018 bis 2020, wo es zwischen 43 und 56-mal brannte.

8.37 Uhr: Kurze Abkühlung für Sachsen

Nach teilweise Rekordtemperaturen am Wochenende müssen die Menschen in Sachsen sich am Montag auf Gewitter und teilweise Starkregen einstellen. Wie ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes sagte, seien am vergangenen Sonntag in Sachsen ortsweise Höchsttemperaturen seit Beginn der Wetteraufzeichnung gemessen worden.

Am Montag sorgt eine Kaltfront für Abkühlung und Regen bei maximal 22 Grad. Teilweise ist mit Windböen zu rechnen. In der Nacht zum Dienstag kühlt es dann auf Tiefsttemperaturen von sechs Grad ab.

Auch am Dienstag sind gelegentlich noch Schauer und Gewitter möglich, die Temperaturen klettern aber wieder auf bis zu 29 Grad. Auch in der Nacht ist noch vereinzelt Regen bei Tiefstwerten von 10 Grad möglich.

Der Mittwoch wird mit 29 Grad wieder sommerlich, teilweise jedoch bewölkt und auch Schauer und Gewitter sind weiter möglich. In der Nacht zum Donnerstag zieht der Regen dann ab und der Donnerstag startet zunächst heiter. Die Temperaturen können wieder auf über 30 Grad steigen, dabei bleibt es jedoch eher bedeckt.

Wie der Sprecher des Deutschen Wetterdienstes sagte, werde der Regen in dieser Woche nicht ausreichen, um die andauernde Trockenheit in Sachsen auszugleichen.

Montag, 6.25 Uhr: Schauer und einzelne Gewitter nach Hitze-Wochenende

Nach der Hitze startet die Woche am letzten Tag des kalendarischen Frühlings in weiten Teilen Deutschlands mit Regen. Bis weit in den Vormittag hinein sei in den mittleren Landesteilen mit Schauern und teils kräftigen Gewittern zu rechnen, teilte der Deutsche Wetterdienst am frühen Montagmorgen mit.

Im Süden und Südosten bleibe es vorerst meist trocken. Im Tagesverlauf komme es auch im Norden und Osten zu einzelnen Schauern. Am Nachmittag sei dann auch im Süden mit einzelnen, teils kräftigen Gewittern zu rechnen, die abends Richtung Alpen abziehen. 17 bis 24 Grad soll es in der Nordhälfte werden, ganz im Süden 27 bis 33 Grad.

In der Nacht zum Dienstag werde es im Nordosten und ganz im Süden noch einzelne Schauer oder Gewitter geben, die dann rasch abklingen. Es wird kühler, die Tiefstwerte liegen zwischen sieben und zehn Grad.

19:24 Uhr: Hitze-Rekord in Cottbus

Die höchste Temperatur ist am Sonntag in Cottbus gemessen worden. Das war nicht nur ein Rekord am Hitze-Wochenende in Deutschland, sondern auch die höchste Temperatur, die jemals an dieser Messstelle registriert worden ist. Das berichtete der Deutsche Wetterdienst auf Twitter.

18.53 Uhr: Sächsischer Allzeit-Hitzerekord für Juni gebrochen

In Sachsen ist es am Sonntag so heiß wie noch nie im Juni gewesen. Mit 39,2 Grad wurde in Dresden-Strehlen ein neues Allzeithoch gemessen, wie eine Meteorologin vom Deutschen Wetterdienst auf Anfrage sagte. An weiteren fünf Messstationen im Freistaat lagen die Werte über dem bisherigen Hitzerekord für diesen Monat, der am 26. Juni 2019 mit 38,6 Grad in Bad Muskau (Landkreis Görlitz) gemessen wurde.

17.00 Uhr: Wald brennt bei Niesky

Ein Waldbrand ist am Sonntagnachmittag bei Trebus im Norden des Kreises Görlitz ausgebrochen: Wie die aktuelle Lage ist

16.15 Uhr: Schauer und einzelne Gewitter nach Hitze-Wochenende erwartet

Nach der Hitzewelle startet die Woche in weiten Teilen Deutschlands mit Schauern und kühleren Temperaturen. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) beginnt der Montag im Westen und Norden wechselhaft bewölkt mit sonnigen Abschnitten, während im Nordosten einzelne Schauer und kurze Gewitter auftreten können. In der Mitte des Landes trete zunächst teils gewittriger Regen auf, der im Tagesverlauf allmählich nachlasse. Auch im Süden sollen sich nachmittags einzelne Schauer und Gewitter ausbreiten. Den Meteorologen zufolge soll es kühler als in den vergangenen Tagen werden: In der Nordhälfte erwärmt es sich auf 17 bis 24 Grad, ansonsten sind 24 bis 30 Grad im Rest des Landes zu erwarten. Im Süden könnten Höchstwerte von bis zu 33 Grad erreicht werden.

In der Nacht zu Dienstag sei vor allem im Nordosten und ganz im Süden mit Schauern und Gewittern zu rechnen. Die Tiefstwerte liegen demnach zwischen sieben und zehn Grad.

Laut DWD wird es am Dienstag überwiegend heiter. Nur im Nordosten könne es am Morgen wolkig werden. Im Tagesverlauf breiten sich demzufolge im Süden und Südwesten Quellwolken aus, die teils in Schauer und Gewitter umschlagen können. Kühler werde es im Nordosten bei 22 bis 28 Grad. Heiß könne es hingegen im Süden werden bei Höchstwerten zwischen 27 und 33 Grad.

11.20 Uhr: Wo es in Sachsen am Sonnabend am heißesten war

Ganz Sachsen schwitzte am Sonnabend bei Temperaturen meist über 30 Grad. Am heißesten war es dem Deutschen Wetterdienst in Leipzig zufolge in Plauen, dort wurden 35,1 Grad gemessen. Auf Platz zwei folgen Dresden-Hosterwitz und Bad Muskau mit 35 Grad. Am "frischsten" war es am Sonnabend auf dem Fichtelberg: Dort zeigte das Thermometer 26,7 Grad.

Für den 18. Juni sind das für Sachsen rekordverdächtige Werte: Den bisherigen Temperatur-Rekord verzeichnete an diesem Juni-Tag die Messstation in Leipzig-Holzhausen im Jahr 2019 mit 33,8 Grad. Der höchste Juni-Wert mit 38,6 Grad wurde am 26. Juni 2019 in Bad Muskau gemessen. Den absoluten Temperaturrekord für Sachsen hält Dresden-Hosterwitz: Dort zeigte das Thermometer am 20. August 2012 39,8 Grad.

Deutschlandweit wurden am Sonnabend mit 37,1 Grad die höchsten Werte an den Messstationen Waghäusel-Kirrlach am Oberrhein (Baden-Württemberg) und in Bad Kreuznach (Rheinland-Pfalz) registriert.

Sonntag, 8.50 Uhr: Bis zu 38 Grad und Gewitter erwartet

Nach schweißtreibenden Temperaturen am Samstag könnte es diesen Sonntag in manchen Teilen Deutschlands noch heißer werden. In Jena und Cottbus ist laut Deutschem Wetterdienst (DWD) mit bis zu 38 Grad zu rechnen, doch nicht nur die beiden Städte in Thüringen und Brandenburg könnten den tags zuvor aufgestellten Rekord - bislang heißester Tag des Jahres - nochmals toppen: Auch in Baden-Württemberg und Bayern sowie Sachsen und Sachsen-Anhalt ist mit ähnlich hohen Temperaturen zu rechnen. Nahe dem brandenburgischen Treuenbrietzen wurde gar der Katastrophenfall ausgerufen, weil sich dort ein Waldbrand durch die akute Trockenheit und Hitze immer weiter zuspitzt.

Das hochsommerliche Wetter trieb viele Menschen am Samstag an Seen oder ins Freibad. Mit 37,1 Grad wurden nach DWD-Angaben am späten Nachmittag die höchsten Werte an den Messstationen Waghäusel-Kirrlach am Oberrhein (Baden-Württemberg) und in Bad Kreuznach (Rheinland-Pfalz) registriert. Wegen der starken Hitze bei gleichzeitig ausbleibendem Regen herrscht in einigen Teilen Deutschlands nach wie vor hohe Waldbrandgefahr.

Wie groß die Gefahr ist, zeigte sich bei Treuenbrietzen zwischen Potsdam und Lutherstadt Wittenberg. Dort spitzte sich die Lage in der Nacht zum Sonntag zu. Der Landrat des Landkreises Potsdam-Mittelmark habe den Katastrophenfall ausgerufen, sagte ein Feuerwehrsprecher in Brandenburg/Havel.

Die Bundeswehr beteiligte sich mit einem Transporthubschrauber an der Bekämpfung des Waldbrandes und teilte auf Twitter mit, sie habe etwa 40.000 Liter Wasser abgeworfen. Der Landkreis habe einen Amtshilfeantrag zur Unterstützung bei der Brandbekämpfung gestellt, twitterte die Luftwaffe. "Wir fliegen auch heute Nacht weiter, dann mit Nachtsichtgeräten. Voller Einsatz!".

2018 waren bei einem Waldbrand in Treuenbrietzen rund 400 Hektar Wald zerstört worden. Mehrere Tage lang wüteten Flammen in dem Waldstück südwestlich von Berlin. Aufgrund des Großbrandes mussten damals mehr als 500 Menschen die Dörfer Frohnsdorf, Klausdorf und Tiefenbrunnen verlassen.

Doch nicht überall und nicht ganztägig droht am Sonntag das Hitzechaos. Nach einem heißen Start in den Tag dürften laut Vorhersage ab dem Nachmittag vor allem über der Mitte, im südwestdeutschen Bergland sowie an den Alpen vermehrt Wolken aufquellen. Es kann örtlich kräftige Gewitter und Unwetter geben.

Der astronomische und auch kalendarische Sommerbeginn ist am Dienstag (21. Juni). Dann erreicht die Sonne ihren nördlichsten Punkt über der Erde und am Mittag ihren höchsten Stand des Jahres. An diesem ersten Sommertag dürfte es laut Vorhersage vor allem im Süden und Südwesten Quellwolken und örtlich Schauer und Gewitter geben. In der Nordhälfte wird es wahrscheinlich 22 bis 28 Grad warm, an den Küsten bleibt es etwas kühler. Nach Süden hin wird es zum Teil wohl nochmals heiß mit 27 bis 33 Grad.

17.16 Uhr: Nach heißem Wochenende folgen Gewitter und Schauer

Nach einem in weiten Teilen Deutschlands schweißtreibendem Samstag mit erwarteten Spitzentemperaturen bis zu 38 Grad im Südwesten wird die Nacht zum Sonntag vielerorts kaum eine richtige Abkühlung bringen. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sind im äußersten Norden teils kräftige Schauer oder Gewitter zu erwarten, ansonsten bleibt es zumeist trocken. In einem Streifen von Südwestdeutschland bis nach Sachsen werden die Temperaturen in vielen Großstädten nicht unter 21 Grad sinken, ansonsten sind 19 bis 12 Grad zu erwarten.

Hitze mit Spitzenwerten bis zu 37 Grad vom Oberrhein bis zur Lausitz bestimmt auch am Sonntag das Wetter. Ab dem Nachmittag quellen dann laut Vorhersage vor allem über der Mitte, im südwestdeutschen Bergland sowie an den Alpen vermehrt Wolken auf. Es kann örtlich kräftige Gewitter und Unwetter geben. Mit Schauern und Gewittern ist auch in der Nacht zum Montag vor allem im Norden und im Westen Deutschlands zu rechnen. Die Tiefstwerte werden bei 21 bis 15 Grad, in der Nordwesthälfte bei 14 bis 9 Grad erwartet.

Mit einem Mix aus Sonne und Wolken, einzelnen Schauern und Gewitter beginnt die neue Woche. Dabei steigen am Montag die Temperaturen auf 17 bis 24 Grad in der Nordhälfte, sonst auf 24 bis 30 Grad, ganz im Süden sogar auf 27 bis 33 Grad. Die Nacht zum Dienstag verspricht allen Hitzegeplagten dann Abkühlung: Die Temperaturen gehen im Süden und an der See auf 15 bis 10 Grad zurück, sonst auf 10 bis 7 Grad.

Der astronomische - oder auch kalendarische - Sommerbeginn ist an diesem Dienstag (21. Juni). Dann erreicht die Sonne ihren nördlichsten Punkt über der Erde und am Mittag ihren höchsten Stand des Jahres. An diesem ersten Sommertag wird es laut Vorhersage vor allem im Süden und Südwesten Quellwolken und örtlich Schauer und Gewitter geben. In der Nordhälfte wird es 22 bis 28 Grad warm, an den Küsten bleibt es etwas kühler. Nach Süden hin wird es zum Teil nochmals heiß mit 27 bis 33 Grad.

16.29 Uhr: Schatten und kühles Nass in Sachsen begehrt

Hoch "Efim" bringt Sachsen ins Schwitzen. Am frühen Nachmittag wurden nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Leipzig bereits 33,6 Grad Celsius am östlichen Stadtrand von Dresden gemessen. Der bisherige Tagesrekord an einem 18. Juni werde noch fallen, ist sich der Meteorologe vom Dienst sicher. "Es ist sonnig, heiß und trocken", beschrieb er die Lage im gesamten Freistaat. Nur etwas böiger Wind aus Südwest mache es noch erträglich. "Hochsommerwetter, dabei ist noch Frühling", sagte er.

Zahlreiche Menschen stürzten sich ins kühle Nass und sorgten in Freibädern erstmals für Andrang in diesem Jahr. Im Geibeltbad in Pirna (Sächsische Schweiz) oder im Masseneibad Großröhrsdorf (Landkreis Bautzen) bildeten sich lange Warteschlangen am Eingang. "Es ist gut besucht, aber noch Platz", hieß es. Der DWD warnte auf seiner Homepage vor hoher UV-Strahlung und sieht eine sehr hohe gesundheitliche Gefährdung. Schutzmaßnahmen seien "unbedingt erforderlich".

Nach Angaben des Meteorologen bringe auch die Nacht zum Sonntag keine Abkühlung. Zwar werden die 30 Grad unterschritten, es gehe aber nicht überall unter die 20 Grad, vor allem nicht in den Ballungsräumen. "Am besten Sachsen verlassen", empfahl er. "An der Ostsee und Nordsee sind angenehme 20 Grad." Denn auch am Sonntag gibt es ähnliche Höchstwerte, "vielleicht noch ein Grad mehr".

Ob die erwarteten Gewitter tagsüber kommen, sei noch unsicher. "Es bleibt eher sonnig und trocken." Eine Kaltfront mit Niederschlägen und Gewittern ziehe wohl erst in der Nacht und Montagvormittag durch. Damit sinken die Werte dann auf maximal 19 bis 23 Grad, "was normal ist für diese Jahreszeit".

Mit der Trockenheit ist die Waldbrandgefahr deutlich angestiegen. Im gesamten Norden des Freistaates inklusive der Landeshauptstadt Dresden galt am Samstag bereits die höchste Warnstufe 5. Nach der Prognose der Behörden wird sich die Lage noch weiter verschärfen. Für Sonntag gehen sie davon aus, dass auch in Leipzig und Dresden sowie dann sieben Landkreisen eine sehr hohe Gefahr besteht - mit dem Wetterwechsel soll sich die Situation dann am Montag wieder deutlich entspannen.

In Lauta (Landkreis Bautzen) brannte am Freitagabend der Waldboden auf etwa 500 Quadratmetern. Nach Angaben der Polizeidirektion Görlitz verhinderte die Feuerwehr ein Übergreifen der Flammen auf nebenliegende Wohnhäuser und löschte sie. Zur Ursache des Feuers wird ermittelt und eine Brandstiftung nicht ausgeschlossen.

14.07 Uhr: Schlimmste Juni-Hitzewelle seit 1950 in Spanien

In Spanien herrscht die schlimmste Juni-Hitzewelle seit 1950 mit Temperaturen von örtlich mehr als 44 Grad. In den Städten suchten die Menschen am Samstag oft in Brunnen, Eisdielen und klimatisierten Einkaufszentren nach Abkühlung, wie Medien berichteten. Die Strände an der Mittelmeer- und auch an der Atlantikküste waren teils schon am frühen Vormittag voll. Der Rekord dieser Hitzeperiode wurde am vergangenen Freitag im andalusischen Andújar mit 44,2 bis 44,3 Grad registriert.

Besonders heiß sollte es am Samstag nach Angaben des Wetterdienstes Aemet mit 40 bis 42 Grad vor allem in den Regionen Katalonien, Navarra und Baskenland im Nordosten und Norden des Landes sowie in Andalusien im Süden werden. Auch sonst war es alles andere als kühl: In der Hauptstadt Madrid sollte die Quecksilbersäule am Samstag auf bis zu 39 Grad klettern. Auf der Ferieninsel Mallorca wurden bis zu 37 Grad erwartet.

Eine wirkliche Abkühlung gibt es auch nachts nicht, in weiten Teilen des Landes sinken die Temperaturen nach dem Untergang der Sonne kaum auf 20 Grad ab. Die sogenannten tropischen Nächte bringen die Spanier um den Schlaf.

Die Hitze und die Trockenheit begünstigten den Ausbruch zahlreicher Waldbrände, die nach amtlichen Angaben in verschiedenen Teilen Spaniens in wenigen Tagen bereits gut 25.000 Hektar zerstörten. Das entspricht einer Fläche von etwa 35.000 Fußballfeldern. Am Samstag loderten die Flammen vielerorts noch unkontrolliert. Am schlimmsten war die Lage am Gebirgszug Sierra de la Culebra unweit der Grenze zu Portugal im Nordwesten Spaniens, wo schon 20.000 Hektar Wald vernichtet und 1.700 Menschen in Sicherheit gebracht wurden.

Die Hitzewelle werde ab Sonntag nach einer guten Woche deutlich abklingen, kündigte Aemet an. In Madrid etwa soll es noch rund 30 Grad geben. Auf Mallorca und in Navarra werden Einheimische und Urlauber noch mindestens bis Montag bei Temperaturen von bis zu 37 Grad weiter kräftig schwitzen.

Hitzeperioden nehmen in Spanien zu, sagte Aemet-Sprecher Rubén del Campo. Der absolute Rekord wurde im vorigen August in Montoro in Andalusien gemessen: 47,4 Grad. Diese Entwicklung sei auf den vom Menschen verursachten Klimawandel zurückzuführen. Man werde sich nicht wundern dürfen, wenn irgendwann die 50-Grad-Marke erreicht werde, warnte del Campo im Interview der Zeitung "La Vanguardia".

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11.15 Uhr: Amtliche Hitzewarnung zum Wochenendstart in Brandenburg

Mit Blick auf erwartete Temperaturen deutlich über 30 Grad am Wochenende hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) eine amtliche Hitze-Warnung für Berlin und Teile Brandenburgs herausgegeben. Für die Bundeshauptstadt, Potsdam und weitere Kreise werde – wie auch in vielen anderen Teilen Deutschlands – eine starke Wärmebelastung erwartet, teilte der Wetterdienst am Samstagmorgen auf seiner Internetseite mit. Zudem machten die Experten vielerorts auf die ungewohnt hohe UV-Strahlung und die Notwendigkeit entsprechender Schutzmaßnahmen aufmerksam.

Mit einer zusätzlichen Belastung sei wegen verringerter nächtlicher Abkühlung insbesondere im dicht bebauten Stadtgebiet zu rechnen, hieß es etwa in den Hitzewarnungen für Berlin und Potsdam. Expertinnen und Experten hatten vor dem hochsommerlichen Wochenende auch die besonders hohe Waldbrandgefahr angemahnt und vor den Gefahren beim Schwimmen in unbewachten Gewässern gewarnt.

Für den Samstag rechnet der DWD mit Höchstwerten zwischen 30 und 33 Grad im Norden Brandenburgs und zwischen 33 und 36 Grad in Berlin und im Süden Brandenburgs. In der Nacht zum Sonntag sind demnach stellenweise einzelne kräftige Gewitter möglich. Am Sonntag seien im Tagesverlauf örtlich Schauer sowie einzelne Gewitter möglich und Unwetter nicht ausgeschlossen, hieß es. Die Temperaturen sollen demnach auf 25 bis 30 Grad im Norden Brandenburgs und 33 bis 38 Grad im Süden Brandenburgs und in Berlin klettern.

10.28 Uhr: Risse in Hauswand: Starke Sonne dehnte Stahlträger aus

Starke Sonneneinstrahlung hat vermutlich in einem Düsseldorfer Mehrfamilienhaus zu Rissen im Mauerwerk eines Treppenraums geführt. Das Haus sei vorübergehend evakuiert worden, berichtete die Feuerwehr am Samstag. Bewohner hatten die Risse bemerkt und die Feuerwehr alarmiert. Ursache für die Schäden laut Baustatiker: Stahlträger im Mauerwerk, die "aufgrund des Alters des Hauses teilweise freilagen", hätten sich durch die starke Sonneneinstrahlung ausgedehnt.

Die Feuerwehr hatte festgestellt, dass auf der Hausrückseite im Treppenbereich Glasbausteine geplatzt waren. Durch die Ausdehnung im Mauerwerk seien die drei mal drei Meter großen Felder mit den Glasbausteinen auseinander gedrückt worden. Da sich die grundsätzliche Struktur der Wände laut Prüfung als stabil erwiesen hatte und die Wohnungen nicht betroffen waren, konnten alle Bewohner zurückkommen. Der Innenhof wurde zunächst abgesperrt.

9.03 Uhr: Sachsen steht Hitzewochenende bevor - Waldbrandgefahr steigt

Sachsen steht das erste Hitzewochenende des Jahres bevor. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) sagt für Samstag und Sonntag heiße Temperaturen von 30 Grad und mehr voraus. Landesweit steigt wegen der Trockenheit die Waldbrandgefahr an. Die Kommunen rufen die Menschen dazu auf, wichtige Verhaltensregeln in den Wäldern zu beachten.

Laut DWD wird das Wochenende sonnig und heiß. Am Samstag seien Maximalwerte zwischen 31 und 36 Grad zu erwarten, am Sonntag könnten in der Oberlausitz sogar 38 Grad erreicht werden. Das wäre deutlich mehr als die bisherigen Rekordtemperaturen. Der bisherige sächsische Spitzenwert für einen 18. Juni wurde laut DWD im Jahr 2002 mit 33,8 Grad in Leipzig gemessen. Der Höchstwert für einen 19. Juni stammt aus dem Jahr 2013. In Hoyerswerda wurden damals 34,2 Grad erreicht. Erst in der Nacht zum Montag sollen Schauer und Gewitter etwas Abkühlung bringen.

Der Staatsbetrieb Sachsenforst erwartet am Wochenende die höchste Waldbrandwarnstufe 5 in den nördlichen Regionen des Freistaates. Am Sonntag soll zudem fast landesweit die zweithöchste Stufe 4 herrschen. Mehrere Landkreise wiesen am Freitag darauf hin, dass offenes Feuer im Wald generell verboten sei. Damit sei auch Rauchen tabu. Grillen und Lagerfeuer könnten ebenfalls mit Bußgeldern geahndet werden. Bei hoher und sehr hoher Waldbrandgefahr sollten die Wälder möglichst überhaupt nicht betreten werden.

Samstag, 8 Uhr: Hitze-Wochenende erwartet - bis zu 38 Grad im Südwesten

Das Wochenende soll in vielen Teilen Deutschlands heiß werden. Im Südwesten sind nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Samstag und Sonntag örtlich sogar Temperaturen von bis zu 38 Grad möglich. Grund für die Hitzewelle ist demnach ein Hochdruckgebiet, das am Samstag über das Land hinweg Richtung Osten wandert. Dadurch gelangt heiße Luft aus Südwesteuropa zu uns, die sich in weiten Teilen Deutschlands ausbreitet, wie der Wetterdienst mitteilte. In den betroffenen Gebieten wird vor einer starken Wärmebelastung gewarnt. Der Samstag soll mancherorts der bisher heißeste Tag des Jahres werden.

Im Norden bleibt es hingegen etwas kühler. Hier rechnet der DWD mit Temperaturen zwischen 19 und 23 Grad. Gewitter und Sturmböen können aber im ganzen Land auftreten. In der Nacht zu Sonntag können diese im Norden sogar etwas heftiger werden. Der DWD rechnet mit teils kräftigen Schauern oder Gewittern bei bis zu zwölf Grad an der Nordsee. In einigen Großstädten am Rhein sinken die Temperaturen auf bis zu 22 Grad.

Im Südwesten und der Mitte Deutschlands werden am Sonntag Temperaturen zwischen 27 bis 37 Grad erwartet. Im Norden und Nordwesten rechnet der DWD mit Höchstwerten von 17 bis 24 Grad. Gebietsweise kann es hier zu etwas Regen kommen. In der Mitte des Landes sowie im Westen, Südwesten und an den Alpen bleibt es tagsüber sonnig. Abends sollen dann aber kräftige Gewitter aufziehen.

12.20 Uhr: Hohe Waldbrandgefahr - Kommunen rufen zur Beachtung von Regeln auf

Wegen der steigenden Waldbrandgefahr in Sachsen rufen die Kommunen zur Beachtung wichtiger Verhaltensregeln im Wald auf. Offenes Feuer sei um Wald generell verboten, teilten die Landkreise Görlitz und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge am Freitag mit. Damit sei auch Rauchen verboten. Grillen und Lagerfeuer könnten ebenfalls mit Bußgeldern geahndet werden. Bei hoher und sehr hoher Waldbrandgefahr sollten die Wälder möglichst überhaupt nicht betreten werden.

Der Staatsbetrieb Sachsenforst erwartet am Wochenende die höchste Waldbrandwarnstufe 5 in den nördlichen Regionen des Freistaates. Am Sonntag soll zudem fast landesweit die zweithöchste Stufe 4 herrschen, selbst im meist weniger betroffenen Erzgebirge. Verantwortlich für die hohe Brandgefahr ist die lange Trockenheit. Hitze und Wind verschärfen das Problem nach Angaben der Fachleute zusätzlich.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) sagt für das Wochenende heiße Temperaturen um die 30 Grad und mehr voraus. Dabei könnten auch Temperaturrekorde erreicht werden. Der bisherige sächsische Spitzenwert für einen 18. Juni wurde laut DWD im Jahr 2002 mit 33,8 Grad in Leipzig gemessen. Der Höchstwert für einen 19. Juni stammt aus dem Jahr 2013. In Hoyerswerda wurden damals 34,2 Grad erreicht. Erst in der Nacht zum Montag sollen Schauer und Gewitter etwas Abkühlung bringen.

7.02 Uhr: Sachsens Zoos bereiten sich auf heißes Wetter vor

Die Zoos in Sachsen bereiten sich auf das kommende Hitze-Wochenende vor. Für die Tiere sei das Wetter nichts Ungewöhnliches, aber natürlich bekämen sie die Möglichkeit, sich in den Schatten zurückzuziehen oder mit gekühlten Leckerbissen zu erfrischen, sagte eine Sprecherin des Leipziger Zoos. Dort nahmen die Elefanten bereits ein kühles Bad.

Auch im Zoo Dresden wird nach Angaben von Zoologe Thomas Brockmann für die tierische Abkühlung gesorgt. Bei den Humboldt-Pinguinen, die eigentlich an der Küste von Südamerika leben, gibt es demnach sogar eine Kühlanlage im Wasser, die die Temperatur des Beckens auf 18 Grad herunterkühlt. "Wenn wir Gehege für Tiere bauen, dann sollen die so konzipiert sein, dass sie alles haben, was sie brauchen", sagte Brockmann. Es könne natürlich mal sein, dass die Besucher die Tiere nicht sehen, wenn sich diese wegen der Hitze zurückziehen und im Innenstall liegen.

Eisbomben, etwa gekühlte Früchte, gibt es auch mal - dies sei aber eher eine Beschäftigung als eine Abkühlung. Auch der Rasensprenger soll als Erfrischung zum Einsatz kommen. Generell sei die Tierhaltung im Sommer unkomplizierter als im Winter, weil "wir ja einige tropische Tiere haben, die sozusagen nicht so sehr an die Kälte angepasst sind. Da muss man einfach ein bisschen vorsichtiger sein was die Tierhaltung angeht", sagte der Zoologe. So hohe Temperaturen fänden trotzdem wenig Tiere gut, aber die schonten sich selber. "Die kriegen das schon ganz gut hin."

Am Wochenende wird es in Sachsen bis zu 35 Grad warm, im Bergland bis zu 31 Grad, wobei es am Sonntag Schauer und Gewitter geben kann.

Freitag, 6.30 Uhr: Hitze und einzelne Gewitter kommen auf Deutschland zu

Die Menschen in Deutschland müssen sich in den kommenden Tagen auf Sonnenschein und sehr hohe Temperaturen, aber auch vereinzelte Gewitter einstellen. So prognostiziert der Deutsche Wetterdienst (DWD) für diesen Freitag beispielsweise für die Südhälfte des Landes bis zu 32 Grad. Im Norden bleibt es etwas kühler mit maximal 26 Grad und am Nachmittag und Abend kann es vereinzelt regnen. Auch am Alpenrand können zum Abend Schauer auftreten.

In der Nacht zum Samstag bleibt es wolkig. Die Tiefstwerte liegen zwischen 19 Grad im Ruhrgebiet und zehn Grad im Bayerischen Wald. Tagsüber können im Norden weiter Wolken durchziehen, die Wetterexperten erwarten jedoch kaum Regen. In der Mitte und im Süden Deutschlands startet der Samstag sonnig.

Im Verlauf des Tages sind dann im Nordwesten und Westen vereinzelt kräftige Schauer oder Gewitter mit Starkregen möglich. Die Temperaturen liegen bei 19 bis 23 Grad an der See. Im restlichen Land wird es heiß mit bis zu 35 Grad, im Westen können es örtlich auch mal 38 Grad werden.

In der Nacht zum Sonntag müssen sich die Menschen vor allem im Westen und Nordwesten nach Angaben des DWD noch auf Gewitter mit Starkregen einstellen. Die Tiefstwerte liegen zwischen 21 Grad am Oberrhein und 13 Grad an der Nordsee.

Am Sonntagmorgen zeigt sich dann vielerorts die Sonne, später rechnen die Wetterexperten im Westen, in der Mitte und im Südwesten sowie an den Alpen vermehrt mit Wolken und Gewittern. Die Höchstwerte liegen demnach im Norden und Nordwesten bei 19 bis 24 Grad, ansonsten zwischen 26 bis 34 Grad.

Donnerstag, 16. Juni, 15.18 Uhr: Höchste Waldbrandstufe erwartet

Die extreme Trockenheit in Sachsen lässt die Waldbrandgefahr ansteigen. Am Wochenende werde in den nördlichen Regionen des Freistaates die höchste Waldbrandwarnstufe 5 erreicht, teilte der Staatsbetrieb Sachsenforst am Donnerstag mit. Selbst im Erzgebirge, wo die Lage sonst meist vergleichsweise entspannt ist, werde noch mit einer mittleren Gefahr gerechnet. Auch dies mahne schon zu einem vorsichtigen Verhalten. Mindestens zwei Drittel der Waldbrände in Sachsen würden von Menschen ausgelöst.

Sachsens Forstminister Wolfram Günther (Grüne) appellierte an die Menschen, nicht im Wald zu rauchen, kein Feuer zu machen und nur auf ausgewiesenen Parkplätzen zu parken. In den besonders gefährdeten Regionen solle man lieber ganz darauf verzichten, in den Wald zu gehen. Sachsenforst wies darauf hin, dass Waldbrände unverzüglich per Notruf gemeldet werden müssten. Wenn die Feuerwehr schnell eintreffe, könne die Ausbreitung von Bränden meist effektiv verhindert werden.

Freitag, 8.50 Uhr: Heiteres Wochenende mit viel Sonne in Sachsen erwartet

Die Menschen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen können sich auf heiteres Wetter zum Wochenende freuen. "Ein Hochdruckgebiet sorgt für einen schönen Start in das Wochenende", teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Freitag mit.

Der Freitag wird wolkenlos und trocken mit Höchsttemperaturen von bis zu 25 Grad, nur in den höheren Lagen sieht man vereinzelte Quellwolken. Am Samstag und Sonntag bleibt es sonnig mit Höchstwerten von bis zu 27 Grad. Auch die Nächte sind den Meteorologen zufolge mild mit Temperaturen im zweistelligen Bereich.

Doch das schöne Wetter hält nicht lange an. "Pünktlich zum Start in den Montag wird dann auch das Wetter wieder ein bisschen schlechter", so eine Sprecherin des Deutschen Wetterdienstes.

Donnerstag, 07.10 Uhr: Schauer und Gewitter in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen

Die Menschen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sollten am Donnerstag einen Regenschirm einpacken. Über den Tag kann es immer wieder zu vereinzelten Regenschauern kommen, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. In Sachsen-Anhalt und Thüringen sind zudem vereinzelte Gewitter zu erwarten. Die Höchsttemperaturen liegen am Tag bei 22 Grad. In der Nacht fallen die Temperaturen auf 10 Grad.

Am Freitag lösen sich die Wolken allmählich auf und es wird zunehmend freundlicher. Die Temperaturen steigen dann wieder auf 24 bis 26 Grad und es bleibt trocken.

Mittwoch, 7.50 Uhr: Wechselhaftes Wetter in Sachsen

Die Menschen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sollten am Mittwoch den Regenschirm einpacken. Der Tag beginnt zwar sonnig und weitestgehend wolkenlos, das ändert sich jedoch im Laufe des Tages, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Morgen mitteilte. Bereits am Nachmittag werde es zunehmend bewölkt und es sei mit einzelnen Schauern zu rechnen. Die Höchstwerte liegen demnach bei 26 Grad. In der Nacht fallen die Temperaturen auf 9 bis 14 Grad. Auch am Donnerstag wird es den Angaben zufolge wechselhaft mit einzelnen Gewittern. Am Wochenende dürfen sich die Menschen auf Badewetter freuen - mit viel Sonne und bis zu 27 Grad.

Freitag, 8.22 Uhr: Sonniges Sommer-Wochenende mit Gewittern in Sachsen erwartet

Die Menschen in Sachsen können sich über ein sonniges und warmes Wochenende freuen. Vereinzelt treten im Vogtland und Erzgebirge Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen auf, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Freitag mitteilte.
Der Freitag wird sommerlich warm mit Temperaturen zwischen 25 und 27 Grad, in den höheren Lagen 20 bis 25. Nach dem sonnigen Morgen ziehen Quellwolken auf, aber es bleibt trocken.

Die Nacht zum Samstag wird zunehmend bedeckt. Es soll vor allem im Mittelgebirge schauerartig regnen und vereinzelt gewittern. In den anderen Landesteilen soll es gelegentlich regnen. Die Niederschläge nehmen im Laufe der Nacht ab. Die Tiefstwerte liegen zwischen 15 und 12 Grad. "Die Temperaturen in der Nacht sind durch die Bewölkung recht mild", sagte ein Sprecher des DWD.

Am Samstag beginnt der Tag stark bewölkt mit gewittrigem Regen. Später nimmt die Bewölkung ab. "Es wird also ein Mix aus Sonne und Wolken", sagte der Sprecher. Die Temperaturen liegen tagsüber zwischen 22 und 24 Grad, in den höheren Lagen bei 18 bis 23 Grad. In der Nacht liegen sie zwischen 12 und 8 Grad. Die Nacht zum Sonntag wird klar und locker bewölkt, stellenweise neblig.

"Sonntags wird es schwül und warm", sagte der Sprecher. Die Temperaturen klettern auf sommerliche 26 bis 28 Grad, in den höheren Lagen 20 bis 25. Zunächst scheint die Sonne. Am Nachmittag ziehen Quellwolken auf und das Risiko für Gewitter steigt. In der Nacht zum Montag treten Schauer und Gewitter auf und die Temperaturen fallen auf 16 bis 13 Grad. Der Montag wird "recht wechselhaft": Es bleibt warm, wird aber bewölkt mit einzelnen Schauern und Gewittern im Laufe des Tages.

Sonntag, 14.99 Uhr: Ab Dienstag kommt in Sachsen die Sonne raus

Nach dem deutlichen Temperaturrückgang der vergangenen Woche wird es in Deutschland in den kommenden Tagen wieder wärmer. Denn spätestens von Dienstag an drückt nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) eine Südwestströmung sehr warme subtropische Luft nach Mitteleuropa. Die Folge: Deutschlandweit sind dann mit Ausnahme der Küsten wieder Temperaturen von 20 Grad und mehr drin.

In Sachsen soll auf einen noch regnerischen Montag mit Höchstwerten von 14 bis 18 Grad und vereinzelten Gewitter ein sonniger Dienstag folgen. Auch wenn am Dienstagnachmittag mit Quellwolken gerechnet werden muss, kommt es kaum zu Schauern. Die Höchstwerte sollen am Dienstag zwischen 17 und örtlich 21 Grad liegen.

Am Mittwoch erwartet Sachsen ein Sonne-Wolken Mix ohne Regen. Die Höchsttemperaturen klettern auf 19 bis 23 Grad.

Samstag, 11.54 Uhr: Aprilwetter am letzten Maiwochenende

Das letzte Maiwochenende zeigt sich in diesem Jahr windig und nass. "Das ist eher so eine Art Aprilwetter", sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Samstag in Leipzig. Sowohl am Samstag als auch am Sonntag stiegen die Temperaturen höchstens auf 17 Grad. Dazu bildeten sich viele Quellwolken, aus denen örtlich immer wieder Regenschauer fallen könnten. Insbesondere am Samstag wehe zudem ein kräftiger Wind, vereinzelt seien auch Sturmböen möglich. Der DWD sprach für Samstagvormittag eine Warnung vor starkem Gewitter für die Landkreise Görlitz und Bautzen aus.

Besserung ist laut DWD erst nächste Woche in Sicht. Am Dienstag und Mittwoch seien kaum noch Schauer zu erwarten. Zudem kletterten die Temperaturen dann auch wieder über die 20-Grad-Marke. Am 1. Juni beginnt meteorologisch der Sommer.

Freitag, 7.45 Uhr: Windig-nasses Wochenende für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen

Die Menschen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen müssen am Wochenende ihre Regenschirme gut festhalten, denn es erwarten sie einige nasse und sehr windige Tage. Bereits der Freitag wird regnerisch, mit Windböen und nur wenigen Sonnenstrahlen, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte.

Am Samstag bekommen dann nur die Frühaufsteher ein wenig Sonne ab, da es voraussichtlich bereits am Vormittag zuzieht und dann immer wieder Regenschauer zu erwarten sind. Die Höchsttemperaturen bewegen sich bei 15 bis 17 Grad. Auch der Sonntag wir ähnlich windig und verregnet. In den Nächten wird es kalt bei Tiefstwerten von fünf bis acht Grad.

Die neue Woche wird aber wieder sommerlicher. Bereits am Dienstag soll es wärmer werden und in der zweiten Wochenhälfte sind Temperaturen von 25 bis 27 Grad zu erwarten.

14.02 Uhr: Sommerliches Wetter und Gewitter verabschieden sich

Das sommerliche Wetter, aber auch die Gewitter verabschieden sich aus Deutschland. Höchstens 23 Grad sind in den nächsten Tagen möglich, zum Ende der Woche wird die 20-Grad-Marke immer seltener geknackt, wie der Deutsche Wetterdienst in Offenbach am Montag mitteilte.

Am Dienstag kann es vom Emsland bis zur Nordsee noch kurz gewittern, stürmische Böen sind dabei möglich. Auch ansonsten ist es im Norden und Nordwesten zeitweise stark bewölkt, immer wieder fällt etwas Regen. Südlich der Donau bis hin zum Bayerischen Wald sieht es nicht viel besser aus. Die Temperaturen liegen am Dienstag und den beiden folgenden Tagen jeweils zwischen 17 und 23 Grad.

Gute Aussichten auf Sonne haben am Mittwoch die Menschen vom Südwesten hoch bis nach Brandenburg, dort bleibt es längere Zeit sonnig und trocken. Ansonsten wird das Wetter wechselhaft, vom Emsland bis zur Ostsee kann es wieder vereinzelt gewittern. Am Donnerstag ist es auch südlich der Mittelgebirge heiter und trocken. Nach Norden hin mehren sich dichte Wolkenfelder, dort regnet es wieder etwas, zudem dreht der Wind auf.

8.20 Uhr: Bahn: Betrieb am Montag normal angelaufen

Am ersten Werktag nach dem Orkantief vom Freitag läuft der Bahn-Betrieb im Fern- und Regionalverkehr weitgehend reibungslos. "Wir hatten einen normalen Betriebsstart", sagte ein Unternehmenssprecher am Montag. "Es gibt keine sturmbedingten Sonderstörungen mehr." Insbesondere in Nordrhein-Westfalen war es nach Starkregen, Gewittern und Orkanböen am Freitag durch das Tief "Emmelinde" in Teilen des Landes zu Störungen gekommen.

7.50 Uhr: Unwetterwarnung für das Vogtland

Die Menschen in Sachsen müssen sich am Montag erneut auf Gewitter einstellen. Der Tag startet zwar sonnig, am Nachmittag ziehen dann aber immer mehr Wolken auf, die auch Regen mitbringen, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. Am Abend sei dann mit kräftigen Gewittern, Starkregen und Sturmböen zu rechnen. Für das Vogtland besteht laut DWD eine Unwetterwarnung. Die Höchsttemperaturen liegen dabei bei 25 Grad.

Das sommerliche Wetter ist damit erst einmal vorbei. Im Lauf der Woche wird es voraussichtlich immer weiter abkühlen, so der DWD. Dabei ist es wechselhaft und unbeständig mit Wolken, Regenschauern und nur gelegentlichen Sonnenstrahlen.

Montag, 23. Mai, 7.15 Uhr: Unwettergefahr in Hessen - geringes Tornadorisiko

In Hessen werden am Montag kräftige Gewitter mit Starkregen, Sturmböen und Hagel erwartet. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) kann es örtlich auch zu schwerem Gewitter mit Unwetterpotenzial durch teils heftigen Starkregen und schweren Sturmböen kommen. Besonders im Süden seien einzelne orkanartige Böen und sogar ein vereinzelt geringes Tornadorisiko nicht auszuschließen. In der Nacht zu Dienstag soll das Gewitter dann wieder nachlassen. Nur vom Südwesten her werden hier noch einzelne Schauer erwartet.

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13.49 Uhr: Sturmtief richtet Schäden im Landkreis Bautzen an

Sturmtief Emmelinde hat am Freitagabend und in der Nacht zu Sonnabend Schäden im Landkreis Bautzen angerichtet. Laut der Polizeidirektion Görlitz "wurden große Äste bis hin zu ganzen Bäumen auf die Fahrbahnen geworfen. Der Schwerpunkt lag dabei im Bereich des Polizeireviers Kamenz." Personen sind demnach nicht verletzt worden.

In Schmeckwitz bei Kamenz ist am Freitagabend ein Baum auf ein Wohnhaus gestürzt. Die Feuerwehr war nicht nur hier unter anderem mit einer Drehleiter im Einsatz.
In Schmeckwitz bei Kamenz ist am Freitagabend ein Baum auf ein Wohnhaus gestürzt. Die Feuerwehr war nicht nur hier unter anderem mit einer Drehleiter im Einsatz. © RocciPix / Rocci Klein

13.02 Uhr: Am Montag drohen örtlich erneut Unwetter in Deutschland

Das Hoch "Zeus" hat am Sonntag in weiten Teilen Deutschlands sonniges Wetter gebracht - doch am Montag drohen erneut Gewitter. "Finja" habe das Potenzial für ein kräftiges Gewittertief, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Sonntag in Offenbach mit. "Allerdings kann "Finja" bei nahezu allen Parametern nicht mit "Emmelinde" vom vergangenen Freitag mithalten", sagte ein Meteorologe.

Nach derzeitigem Stand bestehe regional erhöhte Unwettergefahr durch heftigen Starkregen, größeren Hagel und schwere Sturmböen - vor allem von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz sowie dem Saarland über Bayern und Hessen hinweg bis nach Mitteldeutschland.

Im Osten soll der Montag heiter bis wolkig starten. Im Tagesverlauf sagt der DWD dichte Bewölkung mit Schauern oder Gewittern vorher. Lokal besteht demnach Unwettergefahr durch heftigen Starkregen, größeren Hagel und schweren Sturmböen. Im Südwesten sei auch mehrstündiger Starkregen möglich. Die Temperaturen steigen auf bis zu 20 Grad an der See und bis zu 30 Grad in Alpennähe.

In der Nacht zum Dienstag drohen laut Vorhersage anfangs teilweise noch schwere Gewitter, die sich nach Nordosten verlagern. Von Südwesten her soll es auflockern. Es gibt kaum noch Schauer, nur an den Alpen kann es teils kräftig regnen. Die Temperaturen sinken auf bis zu 8 Grad.

Im Verlauf der Woche wird sich den DWD-Meteorologen zufolge eine eher unbeständige, kühle und teils windige Witterung durchsetzen. Demnach sollen bei Temperaturen zwischen 15 und 24 Grad vor allem im Norden und Süden Regen und Regenschauer fallen.

Sonntag, 11.30 Uhr: Nach Tornado in Lippstadt bleiben einige Schulen und Kitas zu

Nach dem Tornado in Lippstadt vom Freitag bleiben mehrere Schulen und Kitas in der westfälischen Stadt vorerst geschlossen. An verschiedenen Schulstandorten seien die Schäden derart massiv, dass der Unterricht dort nicht stattfinden könne.

Betroffen von den vorübergehenden Schließungen sind demnach sieben Schulen, darunter auch zwei Gymnasien, teilte die Stadt weiter mit. Auch bei fünf Kitas könne ein sicherer Zugang in den nächsten Tagen voraussichtlich nicht gewährleistet werden.

"Angesichts des Ausmaßes der Schäden, die wir an den verschiedenen Standorten sehen, ist es zurzeit undenkbar, dass dort in den nächsten Tagen Unterricht stattfinden kann", sagt Bürgermeister Arne Moritz (CDU). Sowohl von den Gebäuden als auch vom Umfeld gingen noch immer Gefahren aus, die nicht in kurzer Zeit komplett ausgeräumt werden könnten.

Einen Tag nach dem Tornado haben in Lippstadt die Aufräumarbeiten begonnen.
Einen Tag nach dem Tornado haben in Lippstadt die Aufräumarbeiten begonnen. © dpa

16.11 Uhr: Ruhiges Wochenende – am Montag aber erneut Unwetter möglich

Nach den heftigen Unwettern in Teilen Deutschlands sind Hagel, Blitz und Donner für den Rest des Wochenendes nun erstmal vorbei. "In die Bresche springt das neue Hoch "Zeus", das aber nicht mit Blitzen um sich wirft", sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Samstag in Offenbach. Für erneute Gewitter zu Beginn der neuen Woche könnte aber demnach schon am Montag das nächste Tief sorgen.

Bevor es so weit ist, können sich die Menschen in Deutschland erst einmal auf ein ruhiges Wochenende einstellen. Nach Angaben des DWD wird es am Sonntag vielfach heiter bis wolkig, im Westen, Süden und in der Mitte zeigt sich auch länger die Sonne.

Lediglich in den Alpen und am Schwarzwald könne vereinzelt noch etwas herunterkommen. Ganz so heiß wie in den vergangenen Tagen wird es aber auch nicht mehr. Die Temperaturen erstrecken sich von 16 bis 24 Grad in der Nordhälfte, im Rest des Landes zwischen 22 und 27 Grad.

"Am Montag droht mit dem nächsten Gewittertief neues Ungemach", erklärte der Meteorologe. Dabei schlagen die Gewitterparameter wieder deutlich an, allerdings nicht so stark wie vergangenen Donnerstag und Freitag.

Trotzdem erwartet der DWD abermals im Westen und Südwesten lokale Unwetter mit größerem Hagel, Starkregen und schweren Sturmböen. Auch erneute Tornados seien nicht völlig ausgeschlossen. Im Osten bleibe es dagegen heiter. Die Höchsttemperaturen am Montag liegen zwischen 21 und 27 Grad. In der Nacht zum Dienstag ziehen die Gewitter laut DWD nach Nordosten ab, und die Unwetterlage beruhigt sich wieder.

14.18 Uhr: Paderborn koordiniert Hilfen über Info-Hotline

Die Stadt Paderborn will nach den erheblichen Zerstörungen durch einen Tornado Hilfsangebote und -gesuche über ihre bestehende Hotline koordinieren. Beides werde bevorzugt telefonisch über die Telefonnummer 05251/880 entgegengenommen, teilte die Stadt am Samstag mit. Dabei könne es sich um ehrenamtliche Hilfseinsätze von privat zu privat handeln. Aber auch Firmen und Handwerker, die ihre Hilfe anbieten möchten, könnten sich bei der bestehenden Info-Hotline melden. Die Stadt Paderborn bittet um Verständnis, dass wegen des enormen Anrufaufkommens nicht direkt jeder Anruf durchgestellt werden könne und es zu Wartezeiten komme.

12.56 Uhr: Wetterdienst misst Windgeschwindigkeiten von über 110 km/h in Oschatz

Das Tief "Emmelinde" hat sich in Sachsen weniger dramatisch ausgewirkt als befürchtet. Zwar wurde die Unwetter-Grenze laut den Messungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) an einigen Orten überschritten. Feuerwehr und Polizei mussten nach Angaben des Innenministeriums jedoch nur wegen umgeknickter Bäume ausrücken. Insgesamt fiel der Niederschlag recht moderat aus. Zu Spitzenzeiten registrierte der DWD 18,9 Liter pro Quadratmeter und Stunde in Sohland in der Oberlausitz. Bei kräftigen Sommergewittern sind nach Angaben des Meteorologen bis zu 40 oder 50 Liter in der Stunde normal.

Bei der Windgeschwindigkeit stach Oschatz (Landkreis Nordsachsen) in den Messungen des Wetterdienstes hervor. Mit 113 Stundenkilometern waren hier orkanartige Böen unterwegs. Von Tornados blieb Sachsen dagegen verschont - ein kleinerer Tornado sei auf der Brandenburger Seite der Landesgrenze geblieben und an Sachsen vorbeigeschrammt, sagte der DWD-Sprecher.

12.29 Uhr: Polizeidirektor kritisiert Schaulustige in Paderborn

Die Behörden in Paderborn haben nach dem Durchzug eines Tornados die große Hilfsbereitschaft der Bevölkerung gelobt. Doch es gab auch Kritik an Bürgerinnen und Bürgern, die die Aufräum- und Rettungsarbeiten behinderten. "Die Bereitschaft der Menschen zu helfen war immens", berichtete der Leitende Polizeidirektor von Paderborn, Ulrich Ettler, am Samstag bei einer Pressekonferenz. "Es gab leider auch einige Bürger, die so dreist waren, Absperrbänder zu missachten und die Arbeit der Rettungskräfte zu behindern."

Es sei immer wieder vorgekommen, dass einzelne die Absperrungen durchbrechen wollten. Die Aufräumarbeiten würden noch einige Zeit in Anspruch nehmen: "Ich kann nur nochmal appellieren: Halten Sie sich an die Absperrungen, halten Sie Rettungswege frei. Schaulustige haben in der Innenstadt nichts zu suchen", sagte Ettler.

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Auch das Hauptdienstgebäude der Polizei in Paderborn wurde nach Angaben Ettlers schwer beschädigt. "Das Dienstgebäude liegt im Zentrum der zerstörerischen Schneise. Dieser Tornado hat uns direkt erwischt. Es gibt dort eine Vielzahl abgeknickter Bäume. Ein Dach des Polizeipräsidiums ist abgedeckt worden." Ein Polizist wurde bei einem Einsatz leicht verletzt, als er mit Kollegen zwei Menschen aus einem eingeklemmten Fahrzeug retten wollte. Ein Baum krachte durch die Windschutzscheibe eines Feuerwehrlöschfahrzeugs, wobei die beiden Insassen unverletzt blieben.

© Privat/dpa
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