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Sachsen

Glätte, Frost und Schneeregen in Sachsen

Am Wochenende bleibt es ungemütlich nass und kalt. Gefrierender Regen kann für Probleme sorgen. Alle Infos zur aktuellen Wetterlage.

Am Wochenende erwarten Wetterexperten für Sachsen Schnee, Schneeregen und Frost.
Am Wochenende erwarten Wetterexperten für Sachsen Schnee, Schneeregen und Frost. © Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild (Symbolbild)

Wetter in Deutschland und Sachsen – das Wichtigste in Kürze:

  • Temperaturen im einstelligen Bereich, Dauerfrost in den Bergen
  • Schnee und Regen in weiten Teilen des Freistaats

Samstag, 10.17 Uhr: Glätte, Frost und Schneeregen in Sachsen erwartet

Eine Tiefdruckzone, die sich von Nordwest- nach Mitteleuropa ausweitet, sorgt für wechselhaftes und nasskaltes Wetter in Sachsen. Die Menschen im Freistaat müssen sich auf Schneeregen, Frost und Glätte einstellen, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. Bei mäßigem und im Bergland teils stark böigem Wind aus südöstlicher Richtung liegen die Höchstwerte voraussichtlich zwischen zwei und fünf Grad. In höheren Mittelgebirgstälern ist gefrierender Regen laut DWD nicht ausgeschlossen.

In der Nacht zum Sonntag bleibt es zunächst bedeckt mit Regen. Oberhalb von 600 Metern ist auch mit Schnee zu rechnen. Die Temperaturen sinken auf null bis drei Grad. Im Bergland werden es bis zu minus zwei Grad. Ab Mitternacht ziehen die Niederschläge laut DWD nordwärts ab und es gibt wenige Auflockerungen. Vorübergehend ist mit auffrischendem Wind und Sturmböen auf dem Fichtelberg zu rechnen.

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Freitag, 8.05 Uhr: Ungemütliches Wetter am Wochenende in Sachsen

Die Menschen in Sachsen müssen sich auf ungemütliches Wetter am Wochenende einstellen. Der Freitag wird zunächst noch vielerorts sehr freundlich, wie ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sagte. Es bleibt trocken und zumindest bis Mittag auch sonnig, in Ostsachsen sogar bis in den Abend hinein. Die Höchstwerte liegen bei bis zu vier Grad, im Bergland herrscht leichter Dauerfrost.

In der Nacht wird bis ins Tiefland hinein Schnee erwartet, in der Oberlausitz kann es ab dem Morgen schneien. Vor allem im Raum Leipzig könnten morgens wenige Zentimeter Schnee liegen bleiben, der sich im Tagesverlauf eines sehr verregneten Samstags in Matsch verwandeln soll. Im Erzgebirge kann es oberhalb von 800 Metern wieder schneien. Tagsüber erreichen die Temperaturen bis zu fünf Grad, in der Nacht kühlt es bis auf ein Grad ab.

Auch am Sonntag bleibt es laut dem Sprecher des DWD nasskalt, verregnet und im Bergland auch frostig. Erst zum Montag ziehen die Niederschläge voraussichtlich ab. An Nikolaus kann man wieder auf Sonne hoffen - und auf einen klassischen Wintertag mit Temperaturen knapp über null Grad.

14.07 Uhr: Wetterdienst sagt schwere Sturmböen voraus

Mit Sturm und Schnee zieht der Dezember in Deutschland ein. Ab Mittwochnachmittag und der folgenden Nacht fegen über den Norden Sturmböen und schwere Sturmböen, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach vorhersagte. Grund ist Tief "Daniel". An den Küsten kann es Orkanböen geben. "Es besteht die Gefahr von herabstürzenden Ästen. Auch lose Gegenstände können verweht werden. Vereinzelt können Bäume auch umstürzen", erklärte DWD-Meteorologin Jacqueline Kernn.

Der DWD erwartet Böen mit Geschwindigkeiten von 100 Stundenkilometern in der Norddeutschen Tiefebene. An den Küsten sind Windspitzen um 120 Stundenkilometer, auf dem Brocken bis 150 Stundenkilometer möglich. Zudem sinkt in der Nacht zum Donnerstag die Schneefallgrenze, vor allem im Norden und Nordosten kann es der Vorhersage zufolge glatt auf den Straßen werden. Die Temperaturen sinken nachts auf fünf bis null Grad, im Bergland sowie im Norden bei klarem Himmel auf minus zwei Grad.

Für ganz Sachsen gelten bis in die späten Abendstunden des Mittwochs amtliche Warnungen vor Sturmböen, im Erzgebirgskreis gilt eine Unwetterwarnung vor Orkanböen. Mehr Infos zur Sturm-Lage in Sachsen lesen Sie im Blog-Eintrag von 8.10 Uhr.

Am Donnerstag beruhigt sich der Wind. Im Süden und in der Mitte regnet es häufig, zum Nachmittag geht der Regen bis auf 300 Meter in Schnee über. Im Norden beginnt der Tag mit Schnee-, Schneeregen und Graupelschauern, auch kurze Gewitter sind möglich. Später lockern die Wolken hier auf. Die Temperaturen erreichen laut DWD im Norden vier Grad und in der Mitte maximal acht Grad. Im Süden und im Bergland ist es mit minus ein Grad kühler. Nachts schneit es an den Alpen.

Am Freitag ist es zunächst meist trocken, nur an den Küsten regnet oder schneit es. Nachmittags und abends ziehen im Nordwesten und Westen neue Regen- und Schneefälle herauf. Die Temperaturen liegen zwischen einem und sechs Grad, oberhalb von 500 Meter herrscht Dauerfrost. Zudem wird es im Westen und Norden wieder stürmisch. Die folgenden Tage sehen ähnlich aus: "Das Wochenende wird trüb und nass", erklärte DWD-Meteorologin Kernn.

Mittwoch, 8.10 Uhr: Ungemütliches Wetter in Sachsen

Die Menschen in Sachsen müssen sich am Mittwoch auf Wind und Regen einstellen. Der Tag beginnt bedeckt und regnerisch, im weiteren Verlauf soll es jedoch auch zu Auflockerungen und niederschlagsfreien Phasen kommen, wie ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sagte.

Ab Mittag kann es verbreitet zu starken bis stürmischen Böen kommen, auf dem Fichtelberg werden orkanartige Böen erwartet. In der Nacht ist dann sogar mit Sturmböen zu rechnen, allerdings soll der Wind ab der zweiten Hälfte der Nacht deutlich nachlassen. Die Temperaturen werden milder mit bis zu zehn Grad tagsüber, in der Nacht kann es bis auf null Grad runterkühlen.

Am Donnerstag soll es voraussichtlich wieder kälter werden, tagsüber werden maximal vier bis sechs Grad erwartet. Der Wind wird deutlich schwächer, allerdings ist dann wieder mit Schauern zu rechnen - und teilweise auch mit Schnee.

12.30 Uhr: Schneesturm in Höhenlagen des Erzgebirges - mehrere Unfälle

Schneesturm "Christian" hat in der Höhenlage Sachsens zu ersten Verwehungen und mehreren Unfällen gesorgt. Im Bereich der Polizeidirektion Chemnitz hatten sich bis Dienstagvormittag etwa 40 Unfälle ereignet, drei davon mit Verletzten, wie ein Polizeisprecher mitteilte.

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes hatte der Schneesturm vor allem ab einer Höhe von 800 Metern Windgeschwindigkeiten von bis zu 70 Stundenkilometern erreicht, auf dem Fichtelberg sogar Tempo 114. "In den tieferen Lagen hat der Wind zwar auch ordentlich geweht, der Schnee war dort aber meist zu feucht und schwer, um zu Verwehungen zu führen", sagte Meteorologe Florian Engelmann.

Autofahrern im Erzgebirge riet der Wetterexperte, mindestens mit Winterreifen unterwegs zu sein. Vorsichtshalber sollten aber auch Schneeketten und eine Schaufel im Auto sein. "Selbst wenn die Winterdienste den Schnee von der Straße geräumt haben, fegt der Wind sofort wieder welchen hinauf. Und die Temperaturen von minus vier Grad wirken bei dem Wind zugleich deutlich niedriger." Im Laufe des Dienstagabends sollte die Schneefallgrenze aber weiter ansteigen und der Wind nachlassen.

Dienstag, 9.15 Uhr: Wind, Schnee und Regen für Sachsen erwartet

Auf die Menschen in Sachsen kommen wechselhafte und windige Tage zu. Am Dienstag soll es noch bis in die tiefen Lagen hinein schneien, sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes am Dienstagmorgen. Besonders im Erzgebirge könnten demnach bis zu zehn Zentimeter Neuschnee fallen.

Im Tagesverlauf wird dann allerdings bis fast in die höchsten Bergregionen mit Regen gerechnet, außerdem verbreitet mit Windböen und teils stürmischen Böen. Es gelten amtliche Warnungen unter anderem für Dresden, Mittelsachsen, Chemnitz, Zwickau und Leipzig. Auf dem Fichtelberg könnten sogar Orkanböen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometer pro Stunde auftreten. Für den Erzgebirgskreis gilt eine amtliche Unwetterwarnung.

Nach der Kälte der vergangenen Tage soll es am Dienstag bis zu sieben Grad warm werden, in der Nacht kühlt es auf bis zu zwei Grad ab. Oberhalb von 800 Metern ist mit Frost und Glätte zu rechnen.

Am Mittwoch soll es voraussichtlich noch wärmer werden, tagsüber werden Höchstwerte von bis zu zehn Grad erwartet. Es bleibt wechselhaft bewölkt und regnerisch, verbreitet ist mit stürmischen Böen und auf dem Fichtelberg wieder mit orkanartigen Böen zu rechnen.

Montag, 20.22 Uhr: DWD warnt vor Orkanböen der Stufe drei in Sachsen-Anhalt und Sachsen

Auf Ausflüge auf den Brocken in Sachsen-Anhalt und den Fichtelberg in Sachsen soll am Dienstag verzichtet werden. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) kündigte für die Regionen mögliche Orkanböen der Stufe drei (von vier) an. Böen könnten bis zu 120 Kilometer die Stunde erreichen. Es seien unter anderem schwere Schäden an Gebäuden möglich. Bäume könnten entwurzelt werden und Dachziegel, Äste oder Gegenstände herabstürzen. Anwohnerinnen und Anwohner in den Höhen sollen demnach alle Fenster und Türen schließen und Gegenstände im Freien sichern - und am besten drinnen bleiben. Die Unwetterwarnung gilt ab 6 Uhr für den gesamten Dienstag im Erzgebirgskreis. Für weite Teile Sachsens gilt zudem eine Warnung vor Stumböen.

Im Erzgebirge ist am Dienstag sogar mit Orkanböen zu rechnen.
Im Erzgebirge ist am Dienstag sogar mit Orkanböen zu rechnen. © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

15.25 Uhr: Wintereinbruch light in Sachsen

Temperaturen unter dem Gefrierpunkt und Schneefall haben am ersten Adventswochenende für einen ersten Winterhauch bis ins Tiefland gesorgt. Auf dem knapp 1215 Meter hohen Fichtelberg hatte sich erstmals in dieser Saison eine Schneedecke gebildet, am Sonntag wurden auf dem Gipfel fünf Zentimeter gemessen, wie ein Meteorologe vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Leipzig sagte. Am Skihang im Kurort Oberwiesenthal am Fuße der höchsten Erhebung im Freistaat versuchte sich ein einsamer Rodler.

Verantwortlich für die wie bezuckert wirkenden Wiesen, Felder, Straßen und Autos in einem Streifen vom Vogtland bis zur Sächsischen Schweiz war ein Schneefallgebiet aus Richtung Hof in Bayern. "Nach frostiger Nacht gab es für viele eine weiße Überraschung", sagte der Meteorologe. Mit 0 bis 3 Grad blieb es weiter kalt unter nahezu geschlossener Wolkendecke. Nur im Raum Leipzig schien zeitweise die Sonne.

Auch in der Nacht zum Montag kann es noch ein bisschen schneien im Tiefland. "Da kann es auch etwas rutschiger auf den Straßen werden." Oberhalb 400 Meter erwartet der Meteorologe Neuschnee - von einem bis vier Zentimeter im Erzgebirge.

"Ab Dienstag endet die ruhige kalte winterliche Phase", sagte der Meteorologe. "Das erste Sturmtief kommt von der Nordsee, mit sehr viel Wind und hauptsächlich Regen." Zudem werde es deutlich milder, am Mittwoch seien Höchstwerte von 10 Grad Celsius möglich und Windstärke 8 oder 9 auch im Flachland. "Das ist aber nur ein Intermezzo." Im Laufe des Donnerstags erreiche eine Kaltfront Sachsen, die Temperaturen gingen deutlich zurück. "Dann ist auch wieder mit Schnee zu rechnen."

Sonntag, 9.30 Uhr: DWD warnt vor Glätte in Sachsen

Autofahrer müssen zum Wochenstart in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen besonders vorsichtig fahren. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet in der Nacht zu Montag glatte Straßen. Die Woche startet mit Wolken, Schneeregen und Schnee. Die Temperaturen liegen am Montag bei 0 bis 3 Grad.

In der Nacht zu Dienstag rechnen die Meteorologen ebenfalls mit Glätte. Zeitweise sei Schneefall möglich. Die Temperaturen fallen auf 0 bis -4 Grad. Die Dienstag beginnt mit vielen Wolken, aber niederschlagsfrei. Die Temperaturen sollen dann -2 bis 6 Grad erreichen.

Am Sonntag erwartete der DWD in Sachsen und Sachsen-Anhalt zunächst noch etwas Sonne, sonst bleibt es überwiegend stark bewölkt. Gebietsweise könne es etwas schneien oder regnen. Die Temperaturen liegen bei -3 bis 5 Grad. Im Harz fiel am Samstag etwas Schnee. Die Winterlandschaft auf dem Brocken sollte auch am Sonntag und Montag erhalten bleiben.

In den kommenden Tagen wird die Schneefallgrenze weiter fallen, so dass auch im Flachland mit Schneefall zu rechnen ist.
In den kommenden Tagen wird die Schneefallgrenze weiter fallen, so dass auch im Flachland mit Schneefall zu rechnen ist. © Matthias Bein/dpa

14.32 Uhr: Schnee im Erzgebirge - Fichtelberg mit weißer Decke

Temperaturen unter dem Gefrierpunkt und Niederschläge haben in der Nacht zum Samstag im sächsischen Bergland für einen Hauch Winter gesorgt. Auf dem knapp 1.215 Meter hohen Fichtelberg fielen vier Zentimeter Schnee, wie eine Meteorologin vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Leipzig sagte. Die höchste Erhebung im Freistaat sei bereits seit Tagen "bezuckert" gewesen, aber es sei der erste Schnee, der liegenblieb, bei minus fünf Grad Celsius. Dort bleibe es mit minus fünf Grad Celsius auch tagsüber frostig.

Auch in Richtung Vogtland und Westerzgebirge habe es geschneit, der Schnee sei aber geschmolzen. Nur in Marienberg südöstlich von Chemnitz sowie Zinnwald in Osterzgebirge lag eine dünne Schneedecke.

Tagsüber fiel vom Leipziger Tiefland bis in die Oberlausitz Niederschlag als Regen, nur vereinzelt vermischt mit Graupel oder als Schneeregen und, im Oberlausitzer Bergland, Schneematsch, bei maximal vier bis fünf Grad. "Dort kann es glatt sein", warnte die Meteorologin. Die Nacht zum Sonntag werde mit minus einem bis minus vier Grad wieder frostig - und bleibe es oberhalb von 400 Metern auch. "Im Bergland könnte nochmal drei bis vier Zentimeter Schnee dazukommen."

Der Sonntag wird laut DWD-Prognose im Tiefland trocken bei nahezu geschlossener Wolkendecke. "Die Sonne, wenn sie scheint, ist eine Ausnahme", sagte die Meteorologin. Im Zittauer Gebirge ist teils stärkerer Schneefall nicht ausgeschlossen. Nach ihren Angaben bleibt es beim winterlichen Intermezzo. "In der nächsten Woche kommt wärmere Luft aus Südwest, es wird nass und milder."

Freitag, 26. November, 13.42 Uhr: Schneeregen und Glätte am Wochenende in Sachsen

Nach einem grauen, aber meist trockenen Freitag wird auch die Nacht zum Samstag zunächst durch viele Wolken bestimmt. Der Samstag wird laut Deutschem Wetterdienst (DWD) stark bewölkt mit nur zeitweiligem Sonnenschein. Vereinzelt gibt es Regen oder Schneeregen, im Bergland schneit es. Die Temperaturen sinken auf bis minus zwei Grad. Es besteht Glättegefahr.

Auch der Sonntag wird unbeständig bei Schneeregen und Schneeschauen. Im äußersten Osten ist teils stärkerer Schneefall möglich, so die Meteorologen. Es besteht weiterhin Glättegefahr.

13.56 Uhr: Schneefall in Sachsen zum 1. Advent in den Höhenlagen möglich

In Sachsen besteht etwas Hoffnung auf einen weißen 1. Advent. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) ist am ehesten in den frühen Morgenstunden des Sonntags mit leichtem Schneefall zu rechnen. "Das wird aber eine ganz haarscharfe Sache, weil Temperaturen an der Grenze zum Schneefall erwartet werden", sagte Meteorologe Florian Engelmann am Donnerstag.

Die größte Wahrscheinlichkeit auf eine dünne Schneedecke besteht demnach im Bergland ab etwa 400 Metern Höhe. Ob es auch für weiße Pracht bis ins Tiefland reicht, bleibe abzuwarten, betonte Engelmann. "Wenn denn Schnee fallen sollte, wird er wohl nicht allzu lange liegenbleiben, weil der Boden noch zu warm ist. Wiesen und Autodächer könnten aber weiß werden."

Donnerstag, 6.58 Uhr: Wolkenreiches und kühles Wetter im Freistaat erwartet

Am Donnerstag erwartet Sachsen wolkenreiches und kühles Novemberwetter. Wie ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sagte, ist nur in der Früh vereinzelt mit Auflockerungen zu rechnen. Ab dem Vormittag gebe es dann viele Wolken. Es bleibe trocken bei Höchsttemperaturen zwischen 3 und 5 Grad. Auch in der Nacht zum Freitag ist es laut DWD stark bewölkt. Im Bergland sei mit leichtem Frost zu rechnen.

Mittwoch, 24. November, 10.38 Uhr: Leichter Schneefall zum ersten Advent in Sachsen möglich

Sachsen erwartet an diesem Mittwoch wolkiges und teils regnerisches Wetter. Vor allem am Vormittag ist örtlich noch mit etwas Sprühregen zu rechnen, der in den Kammlagen des Erzgebirges auch in Schnee oder Schneeregen übergehen kann. Ab dem Mittwoch lockert es laut Deutschem Wetterdienst (DWD) etwas auf und örtlich kommt die Sonne durch bei Temperaturen zwischen sechs und acht Grad. In der Nacht sinken die Temperaturen auf ein bis minus zwei Grad, im oberen Berland auf minus vier Grad. Örtlich ist mit Glätte zu rechnen.

Und was bringt das Wetter in den kommenden Tagen? Bis zum Freitag bleibt es laut DWD im Freistaat bedeckt bei gelegentlichem Sprühregen, hin und wieder ist aber auch mit sonnigen Abschnitten zu rechnen. Passend zum ersten Advent wird der trübe Herbst am Wochenende in vielen Teilen Deutschlands durch Frost abgelöst, teilweise fällt sogar Schnee. Vor allem betroffen sind der Süden und Westen Deutschlands. Doch auch in Sachsen ist in der Nacht zum Sonntag laut Wetterdienst Schneefall möglich. Auch "kachelmannwetter.de" prognostiziert für Sonntag leichten Schneefall in Sachsen. Bis in die neue Woche soll es nasskalt und oft winterlich weitergehen.

Freitag, 19. November, 9.37 Uhr: Wolken und etwas Regen am Wochenende in Sachsen

In Sachsen wird es am Wochenende bewölkt. Gelegentlich fällt auch etwas Regen oder Sprühregen. Wie der Deutsche Wetterdienst in Leipzig mitteilte, weht am Freitag vor allem in Ostsachsen und im oberen Erzgebirge ein starker Wind, auf dem Fichtelberg sind auch stürmische Böen mit bis zu 70 Kilometer je Stunde möglich.

Bei Temperaturen zwischen zehn und 13 Grad, im Bergland zwischen acht und elf Grad, ist es am Freitag und Samstag relativ mild. Für den Sonntag werden acht bis zehn Grad, im Bergland drei bis sechs Grad vorhergesagt. In der Nacht ist dann in Bodennähe leichter Frost bis minus zwei Grad möglich.

Radfahrer fahren am Morgen auf dem Elberadweg gegenüber der Frauenkirche entlang. Das Wetter bleibt in den kommenden Tagen grau.
Radfahrer fahren am Morgen auf dem Elberadweg gegenüber der Frauenkirche entlang. Das Wetter bleibt in den kommenden Tagen grau. © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Donnerstag, 18. November, 9.48 Uhr: Weiter graues Novemberwetter in Sachsen

Der Himmel bleibt in Sachsen in den nächsten Tagen weiter meist wolkenverhangen. Die Sonne lässt sich nur selten blicken, wie der Deutsche Wetterdienst in Leipzig am Donnerstag mitteilte. Hin und wieder regnet es auch ein wenig. Es bleibt zunächst mild und frostfrei.

Die Temperaturen steigen am Donnerstag auf 8 bis 10 Grad. Für Freitag und Samstag werden Höchstwerte von 10 bis 13 Grad vorhergesagt. Am Freitag wird es auf dem Fichtelberg stürmisch.

Freitag, 12. November, 9.09 Uhr: Graues Herbstwetter in Sachsen

Das Wetter in Sachsen wird am kommenden Wochenende eher unfreundlich und grau. Am Samstag bedeckt eine dichte Wolkendecke den Himmel, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Freitag mitteilte. Es ist örtlich mit Regenschauern zu rechnen.

Am Sonntag gibt es Auflockerungen, ab und zu lässt sich die Sonne blicken. Dann bleibt weitestgehend trocken. Die Höchsttemperaturen bewegen sich nach Angaben des DWD am Samstag und Sonntag zwischen sechs und zehn Grad. In den Nächten gibt es nur vereinzelt Frost.

In der kommenden Woche setzt sich laut DWD das "ruhige Herbstwetter" fort. Es sei weder mit starkem Frost noch mit viel Niederschlag zu rechnen und bleibe weiterhin stark bewölkt. Auch die Höchsttemperaturen bleiben bei sechs bis zehn Grad.

Freitag, 7.15 Uhr: Dauerregen in Sachsen lässt nur sehr langsam nach

Auch am Freitag bleibt es in Sachsen regnerisch. Während der Vormittag voraussichtlich bedeckt startet, ist am Nachmittag von Norden her wieder mit häufigeren Regenschauern oder Sprühregen zu rechnen, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. Bei Temperaturen zwischen null und drei Grad vermischt sich der Regen in den Kammlagen auch mit Schnee. Am Donnerstag waren mit Ausnahme der Oberlausitz Regenmengen von bis zu 40 Litern pro Quadratmeter in 24 Stunden gefallen.

In der Nacht zum Samstag bleibt es dann zwar noch wechselnd bewölkt, aber trocken. Vom Vogtland bis zur Sächsischen Schweiz ist stellenweise mit Nebel zu rechnen. Die Temperaturen sinken auf fünf bis null Grad.

13.23 Uhr: Kräftiger Regen in Sachsen, Schnee auf dem Fichtelberg

Ein kräftiges Regengebiet ist am Donnerstag nach Sachsen gezogen. Auf dem Fichtelberg fiel Schnee. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartete im Dauerregen Mengen zwischen 30 und 40 Litern pro Quadratmeter in 24 Stunden. Voraussichtlich erst am Freitag sollte der Niederschlag langsam wieder in Richtung Osten abziehen. Auf dem Fichtelberg rechnete der DWD mit Sturmböen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 85 Kilometern pro Stunde.

Ganz oben auf Sachsens höchstem Berg lagen am Donnerstag neun Zentimeter Schnee, wie ein DWD-Sprecher mitteilte. "Da hat es in den letzten Stunden ganz ordentlich geschneit." Schon in Oberwiesenthal sei allerdings von der weißen Pracht nicht mehr so viel zu sehen gewesen. Dort seien die Wiesen mit zwei bis drei Zentimetern höchstens "überzuckert" gewesen. Der Schnee werde dort auch nicht liegen bleiben, dafür sei der Boden noch zu warm.

Die Nacht zum Freitag sollte es bedeckt und regnerisch bleiben. In den Kammlagen geht der Regen teils in Schnee über. Die Temperaturen sinken auf sechs bis vier Grad. In den höheren Lagen können es laut DWD bis zu minus ein Grad werden. Der Wind lässt im Laufe der Nacht nach.

Tief "Peter" sorgt für Regen im Tiefland und einen Wintereinbruch am Fichtelberg.
Tief "Peter" sorgt für Regen im Tiefland und einen Wintereinbruch am Fichtelberg. © B&S/Bernd März/dpa

11.17 Uhr: Schnee in Bayern und Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg hat es in der Nacht zu Donnerstag das erste Mal in dieser späten Jahreszeit stärker geschneit. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sank die Schneegrenze auf etwa 1.000 Meter Höhe. Auch im Süden Bayerns gab es von den Allgäuer Alpen bis zum Berchtesgadener Land sowie vereinzelt im Bayerischen Wald in der Nacht Neuschnee. Auf der Brennerautobahn in Österreich führte dichter Schneefall zu erheblichen Behinderungen.

Vor allem in den Hochlagen des Schwarzwalds sowie an der Grenze zum Allgäu konnten sich die Menschen über die ersten weißen Flocken freuen - oder mussten schon kleinere Mengen Schnee vom Bürgersteig schieben. Nach Angaben einer DWD-Sprecherin lagen am Morgen auf dem 1.493 Meter hohen Feldberg 13 Zentimeter Schnee, auch in Freudenstadt auf rund 800 Metern Höhe schneite es leicht. Für Bayern sprach der DWD von 5 bis 10, örtlich sogar von bis zu 20 Zentimetern Neuschnee oberhalb von 800 bis 1.000 Metern.

Die Brennerautobahn, die wichtige Nord-Süd-Achse in Richtung Italien, musste zeitweise gesperrt werden, wie die Landespolizeidirektion in Innsbruck mitteilte. Es kam vor allem immer wieder zu Lastwagen-Staus. Der Güterverkehr wurde an der deutsch-österreichischen Grenze bei Kufstein nur blockweise abgefertigt.

Starker Schneefall am Brenner: Der Schneefall bis in tiefere Lagen hat zu einer Sperre der Brennerautobahn geführt.
Starker Schneefall am Brenner: Der Schneefall bis in tiefere Lagen hat zu einer Sperre der Brennerautobahn geführt. © Zeitungsfoto.At/Team/via APA/dpa

Donnerstag 8.05 Uhr: Dauerregen und Windböen in Sachsen erwartet

Die Menschen in Sachsen müssen sich am Donnerstag auf Dauerregen mit Mengen zwischen 30 und 40 Litern pro Quadratmeter in 24 Stunden einstellen. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte, zieht der Regen voraussichtlich erst am Freitag langsam wieder in Richtung Osten ab. Außerdem ist im Freistaat mit schwachem und im Tagesverlauf zunehmend mäßigem Wind mit Windböen zu rechnen. Auf dem Fichtelberg kann es sogar zu Sturmböen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 85 Kilometern pro Stunde kommen.

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Montag, 8.45 Uhr: Wolken und Regen in Sachsen erwartet

Die Menschen in Sachsen müssen sich zum Start der neuen Woche auf Wolken und etwas Regen einstellen. Bei Höchstwerten zwischen 11 und 13 Grad ist mit schwachem und teils mäßigem Wind aus Richtung Süden zu rechnen, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. In den höheren Lagen werden es voraussichtlich zwischen acht und elf Grad. In der Nacht zum Dienstag bleibt es bewölkt und im Osten von Sachsen regnerisch. Vom Vogtland bis in den Leipziger Raum bleibt es laut DWD weitestgehend trocken. Bei schwachem Wind sinken die Temperaturen auf sieben bis fünf Grad.

Am Dienstag sagt der DWD in der Oberlausitz noch starke Bewölkung und nach Osten abziehenden Regen voraus. Lokal soll es immer wieder Aufheiterungen gegen und größtenteils bleibt es trocken. Die Höchsttemperaturen lieben bei 10 bis 12, im Bergland 6 bis 10 Grad. Schwacher bis mäßiger Wind weht aus Südwest. In der Nacht zum Mittwoch wird es vermutlich meist stark bewölkt und es gibt einzelne Schauer. Die Temperaturen gehen auf 6 bis 4, im Bergland bis 2 Grad zurück.

16 Uhr: Prognose: 2021 ohne Rekord - aber unter den sieben heißesten Jahren

Das Jahr 2021 war zwar nach vorläufigen Messungen nicht ganz so heiß wie die vergangenen drei Jahre, aber am langjährigen Trend deutlicher Erwärmung ändert das nichts. Das Jahr dürfte zu den sieben wärmsten der jüngeren Geschichte gehören, alle seit 2015, berichtete die Weltwetterorganisation (WMO) zum Auftakt der Weltklimakonferenz am Sonntag in Glasgow.

In diesem Jahr hatte das alle paar Jahre auftretende Wetterphänomen La Niña anfangs einen Abkühlungseffekt. Auf Basis der Messungen bis Ende September geht die WMO in diesem Jahr von einer globalen Durchschnittstemperatur von 1,09 Grad über dem Niveau von 1850 bis 1900 aus. Das bislang wärmste Jahr war 2016, mit plus 1,2 Grad. Auch 2019 und 2020 lagen in der Größenordnung. Die Unterschiede zwischen den drei Jahren waren so minimal, dass eine Rangordnung nicht möglich ist. Die WMO errechnet immer einen Durchschnitt der Daten von Messstationen aus aller Welt.

Die Folgen des Klimawandels, der zu häufigeren und extremeren Wetterereignissen beiträgt, waren vielerorts zu spüren: Erstmals seit Beginn der Aufzeichnungen hat es am höchsten Punkt des grönländischen Eisschildes geregnet statt geschneit. Im Westen der USA und Kanadas brachte eine Hitzewelle Temperaturen, die teils bis zu sechs Grad über den vorherigen Rekorden lagen. Rund um das Mittelmeer meldeten Tunesien, Sizilien, Spanien und die Türkei Hitzerekorde.

Der Anstieg des Meeresspiegel beschleunigt sich nach dem Bericht seit 2013 und hat in diesem Jahr ein neues Hoch erreicht. Zwischen 1993 und 2002 betrug der jährliche Anstieg 2,1 Millimeter, zwischen 2013 und 2021 4,4 Millimeter. Der Meeresspiegelanstieg geht zurück auf Eisschmelze und die Ausdehnung des Salzwassers durch Erwärmung.

In der Arktis war die Meereseis-Ausdehnung Anfang Juli so niedrig wie nie, seit gemessen wird. Der warme, trockene Sommer 2021 im Westen Nordamerikas hat zu massiven Gletschereisverlusten geführt. Die Masse schrumpfte 2015 bis 2019 fast doppelt so schnell wie 2000 bis 2004.

Mit den Folgen der Erderwärmung befasst sich seit Sonntag die COP26. Auf Einladung der Vereinten Nationen debattieren Regierungsvertreter aus rund 200 Staaten zwei Wochen lang, wie die Menschheit die beschleunigte Erderhitzung noch auf ein erträgliches Maß eindämmen kann. Erwartet werden etwa 25 000 Menschen. Alle Infos dazu finden Sie in unserem Newsblog.

Sonntag, 12.30 Uhr: November startet mit deutlich sinkenden Temperaturen

Nach einem vielerorts milden Wochenende mit Temperaturen von bis zu 20 Grad beginnt der November unbeständig und kühl. Ursache dafür ist nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) Tief "Nael", dessen Kaltfront in den kommenden Tagen über Deutschland hinwegzieht. "Es wird aber nicht sofort deutlich kälter, vielmehr gehen die Höchstwerte jeden Tag ein wenig zurück", sagte ein DWD-Meteorologe am Sonntag in Offenbach.

Für den Montag sagte der DWD noch Höchsttemperaturen von neun bis 15 Grad voraus, am Mittwoch werden demnach sieben bis zwölf und am Donnerstag nur noch sechs bis zehn Grad erreicht. Dazu gibt es immer wieder leichten Regen, vor allem im Südosten. "Damit ist das richtige Herbstwetter dann also wieder zurück in Deutschland", sagte der Meteorologe.

Entsprechend gehen auch nachts die Temperaturen wieder in den Keller: In der Nacht zum Mittwoch kühlt es auf acht bis zwei Grad ab, im höheren Bergland pendeln die Werte um den Gefrierpunkt. Dabei sinkt die Schneefallgrenze auf etwa 1.200 Meter. In der Nacht zum Donnerstag gibt es im höheren Bergland wieder leichten Frost.

Samstag, 9.40 Uhr: Ein letztes mildes Oktoberwochenende in Sachsen

Die Menschen in Sachsen können sich auf einige letzte milde Tage freuen, bevor es kommende Woche deutlich kälter wird. "Wer die Chance hat, sollte das Wochenende genießen", sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Samstag.

Bis zum Samstagabend soll demnach die Sonne kräftig scheinen und Höchsttemperaturen von 14 bis 16 Grad mit sich bringen. Gerade in Ostsachsen soll es besonders sonnig werden - allerdings bläst hier auch ein mäßiger bis frischer Wind, so dass es voraussichtlich nicht wärmer als 10 bis 14 Grad wird. Nachts kühlt es landesweit auf 7 bis 11 Grad ab, hier und da könnte dann auch etwas Regen fallen.

Am Sonntag soll es noch etwas wärmer werden, mit Spitzenwerten von 15 bis 18 Grad beziehungsweise 11 bis 15 Grad in Ostsachsen. Allerdings zeigt sich der Himmel bereits wechselhaft bewölkt, auch wenn am Sonntag noch kein Niederschlag erwartet wird.

In der kommenden Woche ändert sich das Wetter dann voraussichtlich vollends: "Da zeigt der Herbst sein kaltes Gesicht", sagte der Sprecher des DWD. Am Montag bleibt es demnach bedeckt und regnerisch bei vorerst 13 bis 15 Grad, ab dem Dienstag treten nur noch Spitzenwerte von 10 bis 12 Grad auf. Dann ist auch mit zahlreichen Schauern und einzelnen Gewittern zu rechnen - und auf dem Fichtelberg könnte sogar die ein oder andere Schneeflocke fallen.

Freitag, 16.25 Uhr: Regenarmut in der Lausitz im Oktober

In der Lausitz hat es im Oktober deutlich weniger als üblich geregnet. Die Niederschlagsmenge habe weniger als 20 Prozent der erwarteten Menge betragen, teilte der Deutsche Wetterdienst am Freitag mit. Im bundesweiten Vergleich war Sachsen hinter Berlin das zweittrockenste Land. Das Deutschlandmittel lag bei 45 Litern pro Quadratmeter.

Auch bei der Durchschnittstemperatur lag der Freistaat mit 9,2 Grad im deutschlandweiten Vergleich unter dem Durchschnitt von 9,6 Grad. Jedoch schien die Sonne mit 150 Stunden etwa 20 Stunden länger als im Bundesmittel.

Donnerstag, 7.20 Uhr: Milde Herbsttage und kalte Nächte in Sachsen

Die Menschen in Sachsen können sich über milde Herbsttage freuen. Wegen eines Hochdruckgebiets über Südosteuropa soll es landesweit trocken und verbreitet sonnig bleiben, wie ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes am Donnerstagmorgen mitteilte. Im Tagesverlauf kann es demnach bis zu 16 Grad warm werden.

Nachts sollen die Temperaturen allerdings auf wenige Grad über den Gefrierpunkt fallen, sodass verbreitet mit Bodenfrost zu rechnen ist. In Ostsachsen und der Niederlausitz kommen voraussichtlich einzelne Windböen aus Süd und Südost dazu.

Am Freitag bleibt es tagsüber unverändert mild, es kann "sogar noch einen Ticken sonniger" werden, wie der Sprecher des DWD sagte. Nach morgendlichem Nebel würden dann tagsüber wieder Spitzentemperaturen um die 16 Grad erwartet. Östlich der Elbe soll es weiterhin etwas windiger bleiben, in der Nacht ist auch Bodenfrost wieder landesweit nicht auszuschließen.

16.45 Uhr: Am Wochenende beruhigt sich das Wetter

Nach zwei stürmischen Tagen in Sachsen beruhigt sich die Wetterlage am Wochenende. In der Nacht zum Samstag lässt der Wind laut Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) deutlich nach. Am Samstag ist es verbreitet wolkig, im Erzgebirge und in der Oberlausitz sind einzelne Schauer möglich. Die Temperaturen liegen zwischen neun und zwölf Grad.

Am Sonntag scheint nach Auflösung von Nebelfeldern die Sonne und es bleibt trocken. In Ostsachsen weht mäßiger Wind aus Südost. Die Temperaturen liegen zwischen elf und 15 Grad.

13.11 Uhr: Überfüllter ICE wird in Dresden geräumt

Am Freitag musste in Dresden ein überfüllter ICE geräumt werden. Der Zug, der am Dresdner Hauptbahnhof startete, war vor allem von Fahrgästen begehrt, die wegen des Sturms am Donnerstag auf eine Reise verzichten mussten. Doch die Verantwortlichen der Bahn registrierten die zu vielen Reisenden - und alarmierte die Bundespolizei. Mehr zum Thema.

10.36 Uhr: Bahnverkehr in Sachsen normalisiert sich langsam

Ähnlich wie das Wetter normalisiert sich der Bahnverkehr in Sachsen allmählich. Bundesweit komme es noch vereinzelt zu Beeinträchtigungen, es seien jedoch keine Strecken mehr komplett wegen Unwetterschäden gesperrt, hieß es am Freitagmorgen auf der Internetseite der Deutschen Bahn. Für Sachsen wurden keine besonderen Einschränkungen genannt.

Die Mitteldeutsche Regiobahn meldete allerdings Sturmschäden an der Infrastruktur. Es komme daher zu Verspätungen auf den Linien des RE 3 und RE 30 zwischen Dresden, Chemnitz und Zwickau sowie in Richtung Hof. Auch auf der Linie RE 6 zwischen Leipzig und Chemnitz sowie beim RE 110 zwischen Leipzig und Döbeln sei mit Verspätungen zu rechnen. Die Dresdner und Leipziger Verkehrsbetriebe meldeten planmäßigen Regelbetrieb. Am Donnerstag hatten die Dresdner Verkehrsbetriebe ihren Betrieb zwischenzeitlich wegen starker Sturmböen komplett eingestellt. Erst am Abend rollten die Straßenbahnen wieder.

9.25 Uhr: Sturm fordert Todesopfer in Brandenburg

Am Donnerstag ist ein Lokführer eines Regionalzuges in Brandenburg ums Leben gekommen. Das bestätigte eine Sprecherin des Brandenburger Polizeipräsidiums. Bei Aufräumarbeiten war demnach ein Baum auf ihn gestürzt. Der Mann sei am Nachmittag in einem Krankenhaus seinen schweren Verletzungen erlegen.

Der Lokführer hatte am Vormittag auf der Fahrt nach Templin seinen Triebwagen gestoppt, weil ein Ast auf den Gleisen lag. Er verließ das Fahrzeug, um diesen Ast zu entfernen, dabei wurde er von einem zweiten umstürzenden Baum getroffen. Er wurde mit schweren Verletzungen mit einem Rettungshubschrauber in eine Berliner Klinik gebracht. Dort starb er Stunden später.

9.05 Uhr: Noch immer hunderte Haushalte in Sachsen ohne Strom

Nach dem verheerenden Sturm am Donnerstag sind immer noch hunderte Haushalte in Sachsen vom Stromnetz gekappt. Laut Sachsennetze sind vor allem Haushalte im Landkreis Meißen betroffen - allein in Radeburg sind 118 Haushalte betroffen, um Klipphausen sind es fast 400 Haushalte. Auch Nossen ist stark betroffen. In den Landkreisen Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und Bautzen gibt es ebenfalls zahlreiche Störungsmeldungen. Vor allem Bäume die auf Strommasten gefallen waren hatten am Donnerstag für zahlreiche Stromausfälle gesorgt.

Der Sturm sorgte in Sachsen am Donnerstag für einiges Chaos. Noch immer sind einige Haushalte ohne Strom.
Der Sturm sorgte in Sachsen am Donnerstag für einiges Chaos. Noch immer sind einige Haushalte ohne Strom. © Christian Juppe

7.20 Uhr: Auto von umstürzendem Baum in Auerbach getroffen - Fahrer schwer verletzt

Ein Autofahrer ist von einem umstürzenden Baum nahe Auerbach (Vogtlandkreis) schwer verletzt worden. Der 55 Jahre alte Mann war nach Angaben des Lagezentrums während des stürmischen Wetters am Donnerstagmorgen unterwegs gewesen. Als durch eine Windböe mehrere Bäume am Straßenrand umstürzten, wurde das Auto des Fahrers von einem der Bäume getroffen, hieß es am Freitag. Der Fahrer wurde dabei eingeklemmt und schwer verletzt. Die Feuerwehr befreite den 55-Jährigen aus seinem Fahrzeug. Rettungskräfte brachten ihn in ein nahe gelegenes Krankenhaus.

Freitag, 6.15 Uhr: In vielen Regionen wird es erneut sehr windig

Der erste Herbststurm dieser Saison dürfte auch an diesem Freitag noch in vielen Regionen Deutschlands zu spüren sein. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) meldete, tagsüber seien im Norden und in der Mitte erneut stürmische Böen oder auch Sturmböen zu erwarten - dazu einzelne Gewitter. In Sachsen ist vor allem im Bergland und in exponierten Lagen vermehrt mit stürmischen Böen zu rechnen. Auf dem Fichtelberg können laut DWD orkanartige Böen von bis zu 115 Kilometern pro Stunde auftreten. Zum Abend hin soll der Wind wieder abflauen. In der Nacht zum Samstag ist den Angaben zufolge nur noch vereinzelt mit stürmischen Böen zu rechnen.

Auf den Schienen kommt es nach Angaben der Deutschen Bahn weiterhin vereinzelt zu Verspätungen und Zugausfällen. Der Bahnverkehr sei am Morgen aber gut angelaufen, sagte ein Sprecher am Freitag. Im Nahverkehr sind besonders Verbindungen in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Saarland von Einschränkungen betroffen.

Am Donnerstag hatte das Sturmfeld dem DWD zufolge das gesamte Bundesgebiet umfasst. Starker Wind und orkanartige Böen ließen Bäume umstürzen, sie kippten auf Schienen und Straßen, wo es entsprechend zu Verkehrsbehinderungen kam. Polizei und Feuerwehren rückten zu Hunderten Einsätzen aus. In mehreren Bundesländern wurden Menschen verletzt - etwa als Bäume oder Äste auf Autos stürzten.

Sturm sorgt für Chaos: So wütete das Tief in Sachsen

Seit Tagen hatte sich dieses Tief angekündigt. Das Sturmfeld mit Orkanböen kam am Donnerstag aber heftiger nach Sachsen als erwartet. Entsprechend stärker als befürchtet waren die Schäden und Störungen. Vor allem der Nahverkehr war betroffen. In Dresden blieben für mehrere Stunden alle Straßenbahnen stehen. Erst gegen 18 wurde der Betrieb schrittweise wieder aufgenommen.

Am Donnerstagmorgen erreichten die ersten Orkanböen Sachsen. Gegen Mittag hatte der Herbststurm die stärkste Kraft. Zwischen 13 und 14 Uhr erreichten die Windspitzen mit Orkanböen von 119 Stundenkilometern selbst in Dresden Klotzsche die Windstärke 12 und damit die höchste Stufe. Der Sturm war dort sogar heftiger als in Zinnwald auf dem Erzgebirgskamm. In Görlitz erreichten die Windspitzen Stärke 10. Das waren immer noch 100 Stundenkilometer, so wie in den meisten Regionen Sachsens. Am ruhigsten blieb es in Bertsdorf-Hörnitz nahe Zittau (83 km/h). Erwartungsgemäß heftig war es auf dem Fichtelberg mit 132 Stundenkilometern.

Entsprechend häufig gingen Notrufe ein. An die 260 Mal musste die Dresdner Feuerwehr allein bis 16 Uhr ausrücken. Danach wurde es hier wie im ganzen Land ruhiger. Stromausfälle wie es sie in Meißen, Riesa oder Radeburg gab, dauerten auch am Abend noch an. In ganz Mitteldeutschland waren nach Angaben der Mitteldeutschen Netzgesellschaft etwa 50.000 Haushalte und Firmen betroffen. Wie die Sachsen-Energie mitteilte, können einige Störungen noch bis Freitag dauern. Die Elbfähren gingen indes am Donnerstagnachmittag wieder in Betrieb.

In den ländlichen Regionen fegte der Sturm heftige Staubwolken auf den Feldern zusammen. Besonders stark war es um Nochten in der Lausitz. Dort hatte das Sturmtief einen regelrechten Staubsturm aus dem Tagebau geblasen.

Für die Bäume und Wälder war dieser Sturm eine besondere Belastung. Anders als in den letzten Jahren haben die Bäume noch jede Menge Blätter. Das erhöht die Windlast. Andererseits waren die Bäume durch den Regen in diesem Herbst widerstandsfähiger als die Jahre zuvor. Sachsenforst warnt dennoch vor dem Betreten der Wälder. Das sei nach diesem Sturm lebensgefährlich. Einige Wälder wie in der Sächsischen Schweiz wurden gesperrt.

Dies war ein ungewöhnlich heftiger Sturm. Die verstärkten Orkanböen kamen durch das zusätzliche Teiltief „Hendrik II“ zustande. Was da aber genau geschehen ist, müssen selbst die Meteorologen noch rekonstruieren. Zumindest ist das eine Erklärung dafür, warum Sachsen von allen Bundesländern unerwartet die heftigsten Sturmböen bis Stärke 12 abbekommen hat.

+++ Alle Infos zum Sturm in Sachsen zum Nachlesen +++

21.43 Uhr: Stromausfälle in mehreren Gebieten Sachsens dauern an

Der Energieversorger SachsenNetze hatte am Donnerstagabend eine gute und eine schlechte Nachricht für seine Kunden. Zuerst die Gute: Aufgrund des nachlassenden Sturmes rechneten die Techniker nicht mit einer Ausweitung der Störungen im Versorgungsgebiet der SachsenNetze.

Die weniger gute Nachricht richtet sich an Kunden, die noch von den sturmbedingten Ausfällen betroffen sind. Zwar versicherte der Netzbetreiber, dass man mit Hochdruck an der Behebung der Störungen arbeite. Allerdings könne dies bis in den Freitag hinein dauern, hieß es. Am Donnerstagabend waren mehrere Gebiete im Freistaat ganz oder teilweise betroffen. Dazu zählen etwa Lommatzsch, Großenhain, Nossen, Meißen, Riesa-Nord, Ulberndorf, Neustadt in Sachsen, Heidenau, Dresden/Süd, Freital, Weixdorf, Leupoldishain, Radeburg, Coswig, Pirna/Copitz, Großröhrsdorf, Königsbrück und Zeithain.

21.08 Uhr: Erste Straßenbahnen in Dresden fahren wieder

Die ersten Dresdner Straßenbahnen sind seit etwa 20.30 Uhr wieder auf der Strecke. "Wir versuchen, den Betrieb nacheinander wieder auf allen Straßenbahnlinien aufzunehmen, es sind aber noch nicht alle Strecken befahrbar", teilen die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) mit. Mehr zur Situation nach dem Sturm in Dresden

Seit etwa 20.30 Uhr rollen die ersten Dresdner Straßenbahnen wieder.
Seit etwa 20.30 Uhr rollen die ersten Dresdner Straßenbahnen wieder. © Jürgen Lösel

21.07 Uhr: Starke Böen, aber keine neuen Rekorde in Sachsen

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat am Donnerstagabend die gemessenen Werte des Sturmtiefs für Sachsen veröffentlicht. Demnach wurde an der Messstation auf dem Fichtelberg im Zeitraum von 2 bis 20 Uhr eine Spitzenwindgeschwindigkeit von 132 km/h erfasst. Auf der Beaufortskala entspricht das Windstärke 12. Auf Platz zwei im DWD-Messnetz folgt die Station am Dresdner Flughafen, wo mit 119 km/h ebenfalls Windstärke 12 erreicht wurde. Stufe 11 war es in Zinnwald, das mit 115 km/h auf Rang drei der DWD-Werte kommt.

Diese Werte sind aber noch weit von Rekorden entfernt. So wurde auf dem Fichtelberg am 3. Januar 1976 eine Windgeschwindigkeit von 216 km/h gemessen. Am Airport in Dresden stammt der Rekordwert vom 20. November 1973: Damals wurde eine Geschwindigkeit von 147,6 km/h registriert. Und in Zinnwald liegt der bisherige Rekord vom 29. Juli 2005 bei knapp 191 km/h.

19.34 Uhr: Immer noch Tausende Menschen ohne Strom

Umgestürzte Bäume und herabfallende Äste haben am Donnerstag Stromleitungen beschädigt und so für einen Stromausfall gesorgt. In der Spitze waren etwa 55.000 Kunden ohne Strom, wie ein Sprecher der Mitteldeutschen Netzgesellschaft Strom mitteilte. Am Abend seien noch etwa 7.000 Kunden ohne Strom gewesen. Am stärksten betroffen seien noch die Landkreise Spree-Neiße in Brandenburg und die Landkreise Bautzen, Görlitz und Leipzig in Sachsen. Die Situation verbessere sich stündlich, die einsetzende Dunkelheit erschwere aber die Arbeiten, hieß es. Der Ausfall betraf Teile Brandenburgs, Sachsens, Sachsen-Anhalts und Thüringens.

17.48 Uhr: DWD: Auch am Freitag bleibt es stürmisch

Der Herbststurm hat Abkühlung nach Sachsen gebracht. Die Temperaturen liegen am frühen Abend nur noch bei etwa neun bis 13 Grad. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) sind am Abend zeitweise schauerartiger Regen und einzelne Gewitter möglich. Es bleibt sehr windig, vereinzelt sind weiterhin Sturmböen möglich. Auf dem Fichtelberg gibt es weiterhin orkanartige Böen. In der Nacht lässt der Wind dann etwas nach. Am Freitag ist es wolkig bis stark bewölkt, vereinzelt regnet es. Laut der DWD-Meteorologen ist wieder mit stürmischen Böen zu rechnen.

Ein Passant geht bei starkem Gegenwind vor der Kulisse der Frauenkirche über die Marienbrücke. Der Herbststurm hatte Sachsen am Donnerstag fest im Griff.
Ein Passant geht bei starkem Gegenwind vor der Kulisse der Frauenkirche über die Marienbrücke. Der Herbststurm hatte Sachsen am Donnerstag fest im Griff. © Sebastian Kahnert/dpa

17.05 Uhr: Herbststurm: Sachsenforst warnt vor Betreten der Wälder

Wegen des Sturms warnt Sachsenforst davor, die Wälder im Freistaat zu betreten. Das Ausmaß der möglichen Schäden müsse noch eingeschätzt werden, aktuell könnten die Sachsenforst-Mitarbeiter aus Sicherheitsgründen aber nicht den Wald betreten, teilte der Staatsbetrieb am Donnerstag mit.

Utz Hempfling, Landesforstpräsident und Geschäftsführer von Sachsenforst, warnte auch vor Waldspaziergängen in den kommenden Tagen. "Denn das Betreten des Waldes während eines Sturmereignisses und auch danach kann lebensgefährlich sein." Angebrochene Äste und entwurzelte Bäume könnten auch in den kommenden Tagen noch herabfallen und umstürzen.

Ein entwurzelter Baum liegt am Dr.-Külz-Ring in Dresden neben der Fahrbahn auf einer Wiese.
Ein entwurzelter Baum liegt am Dr.-Külz-Ring in Dresden neben der Fahrbahn auf einer Wiese. © dpa-Zentralbild

16.32 Uhr: Bahnverkehr in Sachsen läuft wieder an

Der Sturm hat am Donnerstag im Südosten Deutschlands zwischenzeitlich zur Einstellung des Regionalbahnverkehrs geführt. In Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt sei der Zugverkehr der DB Regio bis auf Weiteres eingestellt, teilte die Deutsche Bahn gegen Mittag mit. Dagegen laufe der Fernverkehr unter erschwerten Bedingungen weiter. Am Nachmittag rollten die Züge langsam wieder an. "Bis sich der Verkehr normalisiert hat, dauert es noch. Aber wir fahren wieder", sagte ein Bahn-Sprecher für Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen. Deutschlandweit warnte die Bahn vor Verspätungen und Zugausfällen.

Auch in Dresden normalisiert sich die Lage wieder etwas. Nach Informationen von Sächsische.de könnten ab etwa 18 Uhr erste Straßenbahnen wieder fahren.

Vielerorts blieben Fahrgäste wegen des Unwetters an den Bahnhöfen hängen.
Vielerorts blieben Fahrgäste wegen des Unwetters an den Bahnhöfen hängen. © dpa

16.12 Uhr: "Ignatz" oder "Hendrik": Wer fegt da eigentlich über Deutschland?

Das erste Sturmtief des Herbstes heißt "Hendrik" - und sorgte damit für einige Verwirrung. Denn neben "Hendrik" war auch Tief "Ignatz" wetterbestimmend, zumindest bis Mittwoch, erklärte der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach. Nachts habe sich dann ein Teiltief mit Namen "Hendrik II" hervorgetan - und sei letztlich für den Sturm am Donnerstag verantwortlich gewesen. Der genaue Hergang müsse noch geklärt werden, heißt es beim DWD.

Die Namensgebung bei wetterbestimmenden Tief- und Hochdruckgebieten erfolgt nach einer alphabetischen Liste durch das Institut für Meteorologie der Freien Universität Berlin. Dazu werden für einen dreistelligen Betrag Patenschaften vergeben. Als nächstes folgt demnach "Jascha".

15.37 Uhr: Sächsische Zoos bleiben wetterbedingt geschlossen

Wegen des Sturms haben am Donnerstag mehrere sächsische Tierparks keine Besucher empfangen. Aus Sicherheitsgründen blieben etwa die Tore des Dresdner Zoos geschlossen, wie auf der Internetseite zu lesen war. Als Grund wurden Sicherheitsbedenken wegen des hohen und alten Baumbestands auf dem Zoogelände genannt. Mehr zur Unwetterlage in Dresden lesen Sie hier.

Auch der "Zoo der Minis" in Aue stellte am Donnerstag den Betrieb ein. Der Zoo Leipzig öffnete am frühen Nachmittag wieder, als die stärksten Böen vorbei waren, wie eine Sprecherin sagte.

14.53 Uhr: Stromversorgung kann nur langsam wiederhergestellt werden

Der Herbststurm hat in Teilen Sachsens für Stromausfälle gesorgt. Betroffen waren etwa Meißen, Riesa und Radeburg, wie SachsenEnergie am Donnerstag mitteilte. Grund für die Störungen waren demnach meist umstürzende Bäume oder herabfallende Äste, die Schäden an Freileitungen verursachten. Wie viele Haushalte betroffen waren, ließ sich laut einer Sprecherin am Nachmittag nicht sagen. "Die Lage ist dynamisch", sagte sie.

Alle verfügbaren Kräfte seien im Einsatz, um Leitungen zu reparieren und betroffene Kunden durch Umschaltungen wieder ans Netz zu bringen, hieß es. Bis die komplette Versorgung wieder hergestellt sei, könne es aber noch bis zu den Abendstunden oder bis zum Freitag dauern.

14.47 Uhr: Polizeidirektion Zwickau zieht Sturm-Bilanz

Die Polizeidirektion Zwickau registrierte am Donnerstag bislang 70 Einsätze mit Bezug auf die Wetterlage. Sie zählt die wichtigsten Ereignisse auf: In Plauen fiel ein großer Ast fiel auf einen fahrenden VW. Durch den Sturm wurde in Weischlitz ein Strommast umgerissen und ein herabfallendes Kabel traf einen vorbeifahrenden Transporter. In Gersdorf wurde ein Trampolin zu einem Sachschaden verursachenden Flugobjekt. Ein umgestürzter Baum blockierte zeitweise die Anschlussstelle Zwickau-West der Autobahn 72 .Ebenfalls auf der Autobahn 72 kippte der Anhänger eines mit Styropor beladenen Lkws um und blockierte alle Fahrspuren. In Hohenstein-Ernstthal stürzte ein Baum auf einen geparkten Fiat. Glück im Unglück hatte ein Autofahrer in Wilkau-Haßlau, der einem herabfallenden Ast nicht mehr rechtzeitig ausweichen konnte. Der Ast durchbohrte den kompletten vorderen Bereich des Fahrzeugs und ragte letztendlich aus dem Armaturenbrett im Bereich des Lenkrades heraus. Verletzt wurde der Fahrer nicht.

14.02 Uhr: 50.000 Menschen in Mitteldeutschland ohne Strom

Umgestürzte Bäume und herabfallende Äste haben am Donnerstag Stromleitungen beschädigt und so für einen Stromausfall gesorgt. Etwa 50.000 Kunden seien ohne Strom, teilte ein Sprecher der Mitteldeutschen Netzgesellschaft Strom am Nachmittag mit. Der Ausfall betreffe Teile Brandenburgs, Sachsens, Sachsen-Anhalts und Thüringen. "Alle Mitarbeiter (...) sind im Einsatz, um die Stromversorgung schnellstmöglich wiederherzustellen", teilte der Sprecher mit. In Sachsen sind vor allem der Norden Dresdens und das Umland betroffen.

13.29 Uhr: Bahn stellt Regionalverkehr in Sachsen ein

Wie die Deutsche Bahn auf ihrer Webseite mitteilt, ist der Regionalverkehr "bis auf Weiteres" in Sachsen eingestellt. Die Dauer der Störung sei noch völlig unklar. Dies sei abhängig von der aktuellen Sturmlage, sagte der Bahn-Sprecher. Der Fernverkehr läuft unter erschwerten Bedingungen weiter - doch auch hier sind Verspätungen und Ausfälle zu erwarten.

Hinweis: Zunächst hatte die Bahn gemeldet, dass der Betrieb komplett eingestellt sei. Ein Sprecher konkretisierte jedoch auf Nachfrage von Sächsische.de, dass nur der Regionalverkehr betroffen sei.

Eine Fahrgastinformation der Bahn zeigt an, dass wegen Unwetters ein Zug ausfällt.
Eine Fahrgastinformation der Bahn zeigt an, dass wegen Unwetters ein Zug ausfällt. © dpa

13.27 Uhr: Bahnverkehr in Thüringen wegen Sturms eingestellt

Der Sturm hat am Donnerstag in Thüringen zur Einstellung des gesamten Zugverkehrs geführt. Das teilte die Deutsche Bahn mit. Zunächst war die Höchstgeschwindigkeit auf allen Strecken auf 80 Kilometer pro Stunde gesenkt worden. Wie es hieß, komme es wegen des Unwetters bundesweit zu Verspätungen und Zugausfällen.

13.15 Uhr: Lkw nahe A4-Auffahrt umgestürzt

Die B 175 ist derzeit zwischen der Autobahnauffahrt Döbeln Ost und Döbeln halbseitig gesperrt. Dort ist ein Sattelzug umgestürzt. Die Polizei leitet den Verkehr an der Unfallstelle vorbei.

Mehr zum Sturm in der Region Döbeln

13.10 Uhr: Wirbelsturm verwüstet Landstrich bei Kiel

Ein Wirbelsturm hat am Donnerstagmorgen schwere Schäden in Schwentinental bei Kiel angerichtet. Feuerwehr-Einsatzleiter Kai Lässig berichtete, er habe den Rüssel des Wirbelsturms selbst gesehen. Der Sturm habe im Ort eine "Schneise der Verwüstung" auf etwa 100 Metern Breite hinterlassen.

Mehrere Häuser seien schwer beschädigt worden, berichtete Lässig weiter. Bäume seien umgestürzt und hätten Autos unter sich begraben. Verletzte gab es nach seinen Angaben nicht. Der Sturm sei gegen 7.30 Uhr aus Richtung Kiel durch den Ort gezogen. Er habe unter anderem Gartenhäuser, Wintergärten und Gewächshäuser zerstört.

Ein Tornado hat eine 100 Meter breite Schneise der Verwüstung nahe Kiel hinterlassen.
Ein Tornado hat eine 100 Meter breite Schneise der Verwüstung nahe Kiel hinterlassen. © dpa

13.00 Uhr: Alle Straßenbahnen in Dresden gestoppt

Seit 12.30 stehen alle Straßenbahnen in Dresden still. "Aufgrund starker Sturmböen können unsere Straßenbahnen und Fährennicht verkehren", teilen die Dresdner Verkehrsbetriebe mit. Busse können weiterfahren - es ist jedoch mit großflächigen Verspätungen zu rechnen.

Mehr zur Sturm-Lage in der Landeshauptstadt lesen Sie hier.

12.45 Uhr: Festung Königstein geschlossen

Wegen des Herbststurms hat die Festung Königstein in der Sächsischen Schweiz, eines der beliebtesten Ausflugsziele im Freistaat, ihre Tore am Donnerstagvormittag geschlossen. Grund sind starke Windböen, wie die Verwaltung mitteilte. Besucher, die auf dem Plateau 240 Meter über der Elbe unterwegs waren, wurden nach unten geschickt. Am frühen Nachmittag soll die Lage geprüft und neu entschieden werden, sagte eine Mitarbeiterin auf Anfrage.

12.30 Uhr: In Dresden droht ein Baugerüst umzustürzen

Auf der vielbefahrenen Kesselsdorfer Straße im Dresdner Südwesten droht ein Baugerüst umzustürzen. Das teilte die Feuerwehr auf Twitter mit und fordert Autofahrer auf, den Bereich weiträumig zu meiden. Derzeit laufen Sicherungsmaßnahmen.

12.20 Uhr: Bahnverkehr in Sachsen gestört

Die Mitteldeutsche Regiobahn hat wegen des Sturms mit Verspätungen und Ausfällen zu kämpfen. Vor allem umgefallene Bäume sorgen für Probleme, das teilte der Verkehrsbetrieb am Donnerstag mit.

Ausfall:

  • RE 1/2 (Trilex): Dresden - Görlitz/Zittau
  • RE 3: Dresden - Chemnitz – Hof verkehrt bis auf Weiteres nur bis Zwickau
  • RE 6: Leipzig - Bad Lausitz - Chemnitz
  • RB 60/61 (Trilex): Dresden - Görlitz/Zittau
  • RB 71: Pirna – Neustadt – Sebnitz
  • RB 72: Heidenau – Dohna - Altenberg
  • RB 110: Leipzig - Grimma-Döbeln
  • Vogtlandbahn
  • Lößnitzgrundbahn
  • Weißeritztalbahn

Mit Verspätungen ist zu rechnen:

  • RE 3: Dresden - Chemnitz – Hof
  • RB 30: Dresden - Chemnitz - Zwickau
  • RB 33: Dresden – Hermsdorf – Königsbrück
  • RB 34: Dresden – Radeberg – Kamenz
  • RB 45: Chemnitz - Riesa - Elsterwerda

12.01 Uhr: Staubwolke über der Lausitz

Über Teilen der Oberlausitz breitet sich eine Staubwolke aus. Die Lausitzer Rundschau hat auf dem Kurznachrichtendienst Twitter Fotos veröffentlicht, die eine gespenstische Stimmung in der Stadt Weißwasser zeigen. Laut der Zeitung breitet sich eine große Staubwolke aus dem Tagebau Nochten über Stadt aus, die den Himmel dunkel färbt. Bewohner sind angehalten, ihre Fenster zu schließen.

11.55 Uhr: Fernverkehr in NRW komplett eingestellt

Das Orkantief über Deutschland hat am Donnerstag zu starken Einschränkungen im Bahnverkehr geführt. "In Nordrhein-Westfalen ist der Fernverkehr komplett eingestellt", teilte die Deutsche Bahn am Vormittag mit. Besonders betroffen seien auch das Saarland, Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Bayern und Teile Sachsens. Es komme zu Zugausfällen und Verspätungen. "Hunderte Mitarbeitende sind im Einsatz, um Bäume und andere Hindernisse aus den Gleisen zu räumen, Oberleitungen zu reparieren und Schäden aufzunehmen", teilte eine Sprecherin mit.

11.05 Uhr: Warnung vor Orkanböen für ganz Sachsen

Sturmtief „Ignatz“ zieht am Donnerstag über Sachsen. Nahezu im gesamten Freistaat gelten Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Die Warnstufe Rot gilt in der Stadt und dem Kreis Leipzig bis 14 Uhr am Nachmittag, in Mittelsachsen, Dresden und dem Kreis Sächsischen Schweiz-Osterzgebirge bis 15 Uhr. Im Süden des Freistaats mit dem Vogtlandkreis und dem Erzgebirgskreis sowie den Höhenlagen Mittelsachsens und der Sächsischen Schweiz gilt die Unwetterwarnung bis 18 Uhr.

In den Kreisen Görlitz und Bautzen gilt die Unwetterwarnung zunächst nur bis zum Mittag. Hier kündigen die Meteorologen allerdings zusätzlich zu den Sturmböen auch schwere Gewitter an. In ganz Sachsen sind orkanartige Böen mit Geschwindigkeiten bis 115 km/h möglich. In exponierten Lagen muss mit Orkanböen bis 130 km/h gerechnet werden.

8.19 Uhr: Dresdner Feuerwehr gibt Sturm-Warnung heraus

Die Feuerwehr der Landeshauptstadt Dresden hat sich für den von den Wetterdiensten angekündigten Sturm gerüstet. Sie und der Rettungsdienst seien darauf "sehr gut vorbereitet", so ein Sprecher. Gleichzeitig warnt sie vor herunterfallenden Ästen, Dachziegeln und Blumenkästen. Außerdem sollen gefährdete Bereiche wie Wälder gemieden werden. Aktuell kämpft die Feuerwehr Dresden aber auch gegen einen Großbrand in einer Flüssiggasanlage.

6.41 Uhr: Güterzug kollidiert mit Ast - Fernzüge Köln-Koblenz betroffen

Ein Güterzug ist in der Nacht zu Donnerstag in Bad Godesberg mit einem Ast kollidiert, der Fernverkehr Köln-Koblenz war am Morgen beeinträchtigt. Wie ein Sprecher der Deutschen Bahn mitteilte, war der Ast sturmbedingt rechtsrheinisch auf das Gleis gestürzt. "Wir müssen rechtsrheinisch umleiten und arbeiten mit Hochdruck daran, die Schäden zu beheben." Fernzüge zwischen Köln und Koblenz wurden seit den frühen Morgenstunden umgeleitet und hatten Verspätungen zwischen 20 und 90 Minuten. Die Halte Andernach, Remagen und Bonn Hauptbahnhof entfielen.

Meldungen über Störungen des Regionalverkehrs auf der Strecke lagen nicht vor. Bei dem Unfall in Bad Godesberg nahe Bonn habe es keine Verletzten gegeben. Für den Regionalverkehr informierte die Bahn Pendler und Reisende via Twitter über Störungen.

Donnerstag, 5.50 Uhr: Sturm "Ignatz" fegt über Deutschland - Wetterdienst warnt

Das Sturmtief "Ignatz" hat am frühen Donnerstagmorgen seinen Zug über Deutschland begonnen. Der erste kräftige Herbststurm des Jahres brachte vielerorts heftige Böen mit sich, teils auch Gewitter und Regen. Im Laufe des Donnerstags rechnete der Deutsche Wetterdienst (DWD) in einem Streifen über die Mitte bis in den Osten und Nordosten Deutschlands mit schweren Sturmböen und teilweise orkanartigen Böen von bis zu 105 Kilometern pro Stunde. Im Bergland könne es sogar Orkanböen mit bis zu 120 Stundenkilometern geben.

Den Lagezentren der Polizei lagen zunächst keine größeren Schadensmeldungen vor; vereinzelt habe der Wind Bäume ausgerissen, Schlimmeres sei jedoch nicht passiert, hieß es etwa aus Thüringen und Baden-Württemberg. Im niedersächsischen Delmenhorst war am Mittwochabend ein Mann von einem herabstürzenden Ast getroffen, aber nur leicht verletzt worden, wie die Polizei mitteilte.

Die Deutsche Bahn warnte vor möglichen Zugausfällen oder Verspätungen wegen des Sturms. Allerdings lagen am Morgen noch keine Meldungen über tatsächliche Störungen im Bahnverkehr vor.

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In der Nordhälfte Deutschlands warnte der Wetterdienst vor ostwärts ziehenden Gewittern, bei denen orkanartige Böen mit bis zu 105 Kilometern pro Stunde wehen könnten. "Kurzlebige Tornados" seien dabei nicht ausgeschlossen, hieß es.

Im Laufe des Nachmittags lässt der Wind den DWD-Angaben zufolge von Westen her wieder nach. Es wird insgesamt kühler. Am Donnerstag liegen die Temperaturen zwischen 15 und 18 Grad, im Westen und Norden zwischen 12 und 15 Grad.

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