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Auf in den Winterurlaub: Das müssen Touristen wissen

Wer zum Skifahren nach Österreich oder Bayern fahren will, muss mit Einschränkungen rechnen.

© Symbolfoto/dpa

Flüge fallen aus, Züge und Autos können nicht fahren. Im Süden sieht man weiß - und das wird auch erst einmal so bleiben. Wer aus Sachsen in den kommenden Tagen in Richtung Österreich oder Bayern aufbrechen will, sollte seine Reise genau planen.

Flüge fallen aus:

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Trotz der leichten Entspannung mit Blick auf das winterliche Wetter wurden an den Flughäfen München und Frankfurt jeweils rund hundert Flüge für Freitag gestrichen. Weil es stärker schneien und glatt werden sollte, sei in Frankfurt etwa jede zehnte Flugverbindung annulliert worden, sagte ein Sprecher am Freitagmorgen. Insgesamt seien rund 120 Flüge betroffen. In München wurden wegen der schwierigen Witterungsverhältnisse für den Freitag rund 90 Flüge gestrichen. Im Moment sei der Himmel zwar blau, weiterer Schneefall sei zunächst nicht in Sicht, "aber die Entscheidung, Flüge zu streichen, liegt in der Hand der jeweiligen Airline", sagte ein Sprecher des Flughafens. 

Wichtige Reiseroute nach Tirol gesperrt:

Die Fernpassstraße in Tirol (B 179) wird wegen der Wetterprognosen vorsichtshalber für mehrere Tage gesperrt. Nach Angaben des österreichischen Automobilclubs ÖAMTC tritt die Sperre zwischen den Orten Bichlbach und Lermoos am Freitag um Mitternacht in Kraft und gilt bis Dienstag, 19.00 Uhr. Davon betroffen sein könnten auch viele deutsche Urlauber und Pendler, da es sich bei der Fernpassstraße um eine Hauptreiseroute aus Deutschland handelt. Die deutsche Autobahn A 7 wird am Grenztunnel Füssen zur österreichischen B 179. Die Sperrung kann nur großräumig über Ehrwald und Garmisch-Partenkirchen umfahren werden.

In Berchtesgaden wurde der Katastrophenfall ausgerufen. In vielen Orten in Österreich liegt der Schnee meterhoch. © Lino Mirgeler/dpa

Katastrophenfall im Landkreis Garmisch-Partenkirchen:

Nach den heftigen Schneefällen der vergangenen Tage haben die Behörden am Freitag auch im Landkreis Garmisch-Partenkirchen den Katastrophenfall ausgerufen. Das Landratsamt übernehme die Koordination der verschiedenen Hilfs- und Rettungseinsätze, wie ein Sprecher mitteilte. Weitere angekündigte Schnee- oder Regenfälle könnten die Situation in der Region verschärfen. Für die oberbayerischen Landkreise Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen, Traunstein und Teile des Berchtesgadener Lands gilt bereits der Katastrophenalarm.

Nach kleiner Verschnaufpause nächste Unwetterlage in Bayern:

Auf eine kleine Verschnaufpause im Winterchaos folgt die nächste Unwetterlage in Bayern. In der Nacht zum Sonntag komme eine sehr komplexe Wetterlage auf den Freistaat zu, sagte der Leiter der Regionalen Wetterberatung München des Deutschen Wetterdienstes (DWD), Guido Wolz, am Freitag. Große Tiefausläufer bringen der Prognose zufolge kräftigen Schneefall in den Alpenraum und den Bayerischen Wald. Im Tagesverlauf könne die Schneefallgrenze auf 1.200 Meter steigen, darunter wird es also regnen. Für Freitag stufte der Lawinenwarndienst Bayern in München die Gefahr nur noch für die Berchtesgadener Alpen als groß (Stufe 4) ein, das ist die zweithöchste von fünf Gefahrenstufen. Für den übrigen Alpenraum gelte erhebliche Gefahr, also Warnstufe 3.

Ein Schild warnt in den Alpen in Österreich vor Lawinengefahr. © dpa/Frank Rumpenhorst

Skifahren nur auf festen Pisten:

Im freien Gelände bleibt es für Skifahrer äußerst gefährlich, wie unter anderem das Land Salzburg deutlich macht. "Der Schneedeckenaufbau ist extrem labil, und Lawinen können ganz leicht ausgelöst werden", sagte Michael Butschek vom Lawinenwarndienst Salzburg laut Mitteilung. "Wir raten dringend von Fahrten im freien Gelände ab."´

Skigebiete in Österreich gesperrt:

In Österreich haben die Einsatzkräfte die Schneepause genutzt und Lawinen von den Hängen abgesprengt. Dadurch kann etwa die Hochkar-Alpenstraße ins Skigebiet Hochkar wieder freigeräumt werden, wie der Bürgermeister von Göstling, Friedrich Fahrnberger, am Freitag erklärte. Wann der Skibetrieb am Hochkar wieder aufgenommen werden kann, war zunächst aber nicht genau absehbar. Auch in der Steiermark konnten nach Erkundungstouren einige Straßen zumindest zeitweise wieder geöffnet werden.