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Wie ausgestorben

Der Bau der Pirnaer Straße in Bad Gottleuba nervt Anwohner. Für zwei Tage geht gar nichts. Die Suche nach Alternativen ist problematisch.

© Foto: privat

Von Heike Sabel

Bad Gottleuba. Straßenbau ist meist mit Stress verbunden. Für die Gottleubaer sind die Tage besonders stressig. Nicht nur, dass sie eine lange Umleitung über den Dorfplatz Hellendorf fahren müssen, auch direkt mit der Baustelle scheint es Probleme zu geben.

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Eine junge Frau von der Pirnaer Straße berichtet von extremen Kanten auf der abgefrästen Straße, die im Dunkeln eine böse Falle waren. Am Mittwochabend habe sich die Situation dann zugespitzt. Da nämlich war die Straße gar nicht mehr befahrbar. Die erste Asphaltschicht wurde aufgetragen. „Es gab keinerlei Informationen an die Bewohner“, sagt die junge Frau. Einige haben es aber offenbar doch gewusst, sie fuhren ihre Autos rechtzeitig weg.

Stadt und auch Landesamt für Straßenbau und Verkehr als Bauherr bestätigen, dass der Bauleiter von Tür zu Tür gegangen ist, um noch einmal zu informieren. Vorher habe es Mitte September bereits eine schriftliche Information gegeben. In ihr wurde auch auf die Tage verwiesen, an denen eine Zufahrt gar nicht möglich ist. „Sollten einzelne Betroffene das Anschreiben nicht erhalten haben, ist das sehr bedauerlich, dafür können wir nur um Nachsicht bitten“, sagt das Landesamt.

Viele parkten also ihr Auto auf dem Parkplatz des Getränkehandels am Ortseingang aus Richtung Berggießhübel. Dort seien am Mittwochabend Knöllchen verteilt worden. Doch weder die Polizei noch die Stadt habe das veranlasst, sagen beide Behörden. Das Getränkeland selbst auch nicht. Man habe nur einem Autofahrer, der schlichtweg im Weg stand, einen Zettel mit einem entsprechenden Hinweis unter den Scheibenwischer geklemmt. Die Polizei war erst am Donnerstagvormittag vor Ort. Auch in Berggießhübel und aus Richtung Hartmannsbach sollen Kraftfahrer, die trotz Sperrscheibe weiterfuhren, abgestraft worden sein, wird berichtet. Aber auch das bestätigen die Behörden nicht.

Am Sonnabend soll die große Aufregung Geschichte sein. Dann ist die Pirnaer Straße zwischen Edeka und Ortsausgang Berggießhübel wieder frei. Auch der Schulbusverkehr ist ab Montag wieder gesichert. Den Freitag gilt es also noch, zu überstehen. „Wie ausgestorben ist unsere Stadt“, sagt eine Gottleubaerin.

Es folgen vom 16. Oktober bis 6. November die Hackebeil- und vom 17. Oktober bis 3. November die Giesensteiner Straße. Der Asphalteinbau erfolgt auf der Giesensteiner Straße am 20./21. und 27./28. Oktober, auf der Hackebeilstraße vom 1. bis 3. November. Während dieser Arbeiten ist ein Befahren der Straßen absolut unmöglich. Bisher sind alle Arbeiten im Plan.