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Bauen und Wohnen

Hausverkauf mit Vermittler

Der Verkauf eines Einfamilienhauses geht selten emotionslos vonstatten.

© Michaela Bucherova

Sei es das ehemalige Elternhaus, das Heim verstorbener Verwandter oder das erste gemeinsame Haus nach der Heirat: Besitzer von Einfamilienhäusern haben in vielen Fällen eine intime Bindung zum Objekt entwickelt. Soll – oder muss – die Immobilie verkauft werden, kann es daher nicht nur wegen unrealistischer Preisvorstellungen zu Komplikationen kommen. Umso wichtiger erscheint es, den Verkaufsprozess mit kühlem Kopf und möglichst strukturiert anzugehen.Leichter gesagt als getan. „Ein Patentrezept für einen reibungslosen Ablauf beim Verkauf einer Immobilie existiert nicht – schon gar nicht beim Verkauf von Einfamilienhäusern. Allein aufgrund des sentimentalen Werts der Immobilie und der Vielschichtigkeit der involvierten Parteien ist ein flexibler, an die jeweilige Situation angepasster Ansatz nötig. Wenn man unter diesen Vorzeichen konsequent und systematisch vorgeht, können aber viele Unwägbarkeiten beim Verkauf von Einfamilienhäusern überwunden werden“, sagt Fabian Simon. Der Hamelner ist Geschäftsführer und Strategie-Berater bei der Calental Immobilienvermittlung GmbH, die Immobilienbesitzer seit über 20 Jahren beim Verkauf ihrer Objekte im Großraum Hannover, in Bayern, auf Sylt und den Balearen begleitet. 

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Persönlicher Kontakt unabdingbar für den Verkauf eines Einfamilienhauses

Nach dem Entschluss zum Verkauf der Immobilie sei die direkte Zusammenarbeit mit Fachleuten ein zentraler Erfolgsfaktor. Einerseits natürlich zum Zweck der Klärung rechtlicher und wirtschaftlicher Details. Andererseits helfe eine fachmännische, distanzierte Betrachtung der Eckdaten in einem persönlichen Gespräch beim Glätten der Wogen, sofern tatsächlich ein stark emotionales Verhältnis zum Objekt vorliegt. Im Anschluss an diesen Ersttermin sollten Besitzer und Immobilienvermittler dann möglichst zeitnah eine Objektbegehung durchführen. Erst nach der Begehung des Objektes redet man über einen Verkaufspreis. Dabei legt der Berater seinen Klienten eine mit Blick auf die Marktsituation realisierbare Verkaufssumme vor und rät gegebenenfalls zu wertsteigernden Maßnahmen, wie beispielsweise Home Staging o.ä.. Home Staging ist eine neuartige Maßnahme zum Steigern des erzielbaren Preises durch komplette Neugestaltung der Inneneinrichtung mit zur Verfügung gestellten Möbeln, Leuchtmitteln und Dekorationen. Statistiken zeigen, dass durch Home Staging in Szene gesetzte Immobilien einen um bis zu 15 Prozent höheren Verkaufspreis erzielen.

Vom Exposé zum Abschluss: Netzwerke nutzen, Chancen erhöhen

Daraufhin werde ein Exposé erstellt, das der Immobilienvermittler direkt an Kontakte weiterleiten kann, die ein passendes Suchprofil aufweisen. Mit Online-Inseraten vergrößert man noch zusätzlich den Interessentenkreis, weshalb man diesen Kanal auch mit bespielen sollte. Die mit Abstand meisten Interessenten findet man trotzdem oft über das Netzwerk des Beraters, der die Suchkriterien seiner Kunden gut kennt und damit eine beste Vorsortierung der Interessenten betreiben kann.

Die im Anschluss vereinbarten Besichtigungstermine mit Interessenten nehmen Verkäufer erfahrungsgemäß gern persönlich wahr, viele lagern diesen Part aber oft auch aus emotionalen Gründen, gleich völlig auf den Immobilienvermittler aus – möglich sind beide Varianten. Fest steht: Je nach Nachfrage können dutzende Anfragen für ein einzelnes Objekt eingehen. Den damit verbundenen Aufwand unterschätzen viele Verkäufer. Seriöse Immobilienvermittler organisieren für den Verkäufer in der Regel vom Expose über die Besichtigungen hin zum Verfassen eines Kaufvertrags, über die Vereinbarung eines finalen Notartermins alles komplett und, sobald sich beide Parteien einig geworden sind, beschließt den Vorgang unter Umständen auch noch die Schlüsselübergabe an den neuen Besitzer gänzlich ohne das Beisein des ehemaligen Grundbesitzers. Gerade bei verkauften Einfamilienhäusern ist dieser Schlussakt oft beim Verkäufer ein höchst emotionaler Moment, den der Vermittler seinem Klienten auf Wunsch auch abnehmen und damit ersparen kann. Wer seinen Hausverkauf also so nervenschonend wie möglich über die Bühne bringen möchte, ist grundsätzlich mit einem Profi an seiner Seite recht gut bedient, finden wir.

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit dem externen Redakteur Jan Böhmke.

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