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Wie der Kiesabbau die Natur verändert

Der Tagebau greift gravierend in die Landschaft ein. Ein Vortrag verdeutlicht nun, was künftig nicht mehr erlebbar sein wird.

© Marko Förster

Von Thomas Möckel

Birkwitz-Pratzschwitz/Copitz. Die offene rechtselbische Landschaft von Pirna-Copitz über Birkwitz-Pratzschwitz bis nach Dresden-Pillnitz unterliegt schon seit längerer Zeit gravierenden Veränderungen. Vor allem der Kiesabbau und große Infrastrukturprojekte haben die Gegend in den vergangenen Jahrzehnten einschneidend verändert. Laut Experten ist die Landschaft mit Wiesen, Feldern, Wäldern und ihren schützenswerten Biotopen stark gefährdet. In einem Vortrag am 11. April im Stadtmuseum widmet sich nun der Pirnaer Landschaftsarchitekt Hans Prugger dem Kiesabbau und dem damit verbundenen Landschaftswandel, darüber hinaus wagt er auch einen Blick in die Zukunft. Laut Prugger zerstöre ein neues Kieswerk inmitten der Landschaft zwischen Söbrigen und dem Tännicht sowie die dahin führende Straße für den Kiestransport über viele Jahre den Charakter der offenen Landschaft. Weite Sichtbeziehungen von Copitz nach Pratzschwitz oder von Birkwitz und der Sächsischen Weinstraße hin zu den Pillnitzer Weinbergen seien nicht mehr erlebbar. Vielmehr werde die Landschaftsstruktur künftig durch Tagebau-Seen geprägt. Beeinträchtigt würden auch geschützte Biotope sowie der Wasserhaushalt der Birkwitzer Wiese. Der Vortrag soll nun Zusammenhänge aufzeigen und auf die sensible Landschaft hinweisen. Der Vortrag beginnt 19 Uhr im Stadtmuseum, die Karten kosten vier, ermäßigt drei Euro und berechtigen zu einem weiteren Besuch im Museum.

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