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Riesa

Wie der Stahl gestaltet wurde

Aus Riesas bekanntestem Werkstoff entsteht Kunst. Zum Abschluss der Aktion gibt der OB reichlich Bier aus.

Der Leipziger Sebastian Pless gehört zu den fünf Künstlern, die derzeit in der Rime-Freyler-Halle aus Stahl große Skulpturen entstehen lassen. Am Sonnabend müssen die Werke des Bildhauer-Symposiums fertig sein. Dann wird gefeiert.
Der Leipziger Sebastian Pless gehört zu den fünf Künstlern, die derzeit in der Rime-Freyler-Halle aus Stahl große Skulpturen entstehen lassen. Am Sonnabend müssen die Werke des Bildhauer-Symposiums fertig sein. Dann wird gefeiert. © Sebastian Schultz

Riesa. Da kreischen Trennschleifer, da fliegen Funken, da dröhnen Hammerschläge: Seit mehr als drei Wochen sind unweit des Stahlwerks Bildhauer zugange, die aus Stahlresten Kunst schaffen. Und was für welche: In der Rime-Freyler-Halle entstehen fünf Skulpturen, die bis vier Tonnen schwer und fünf Meter hoch sind. Schon bald sollen die von fünf Künstlern gefertigten Werke das Stadtbild Riesas prägen.

 Zu sehen sein sollen sie nach derzeitigem Stand auf der Grünfläche an der Ecke Lauchhammerstraße/Heinrich-Schönberg-Straße: Das Areal vor der Fitness-Arena gehört dem Unternehmen Feralpi, was die Fläche dafür zur Verfügung stellen will.

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Doch bevor die tonnenschweren Kunstwerke aus der Halle bugsiert werden, wird dort erst einmal die Abschlussfeier des Metallbildhauersymposiums gefeiert. Am Sonnabend, dem 12. Oktober, ist es so weit. Dann sollen die fertigen Werke bei Musik und freiem Eintritt präsentiert werden. 

Oberbürgermeister Marco Müller (CDU) macht den Besuchern ein persönliches Angebot: „Da das Symposium im Rahmen unseres 900-jährigen Jubiläums stattfindet, gibt es bei der Veranstaltung natürlich auch unser Jubiläumsbier. Und die ersten 100 Gäste erhalten von mir eine Flasche Riezower kostenlos!“

Tatsächlich war das erste Riesaer Stahl-Bildhauer-Symposium unter dem Titel „Des Riesen Unterpfand“ im Rahmen von 900 Jahre Riesa zusammen mit der Stadt Riesa und zahlreichen Riesaer Stahlunternehmen ins Leben gerufen. Ministerpräsident Michael Kretschmer hat die Schirmherrschaft übernommen, der Kulturförderverein Riesa und das Wohnkulturgut Gostewitz unterstützen das Symposium tatkräftig. 

Zur Halbzeit hatten sich die Macher in der weitläufigen Halle bereits einmal über die Schulter schauen lassen. In Riesa machen die Künstler Christian F. Schmit, Sebastian Pless, Johannes Schütz, Matthias Seifert und Jim Whiting mit. Sie stammen aus Riesa, Leipzig und London. Wie die Nummerierung „1. Metallbildhauersymposium“ schon vermuten lässt, soll es nicht das Letzte sein: Angedacht ist es, es künftig alle zwei Jahre stattfinden zu lassen. 

Die Ergebnisse könnten dann Stück für Stück auf öffentlichen Flächen und auf Firmengrundstücken ausgestellt werden und so Riesas Ruf als Stahlstadt mit einem ungewöhnlichen Akzent versehen. Möglich machen das eine ganze Reihe bekannter Sponsoren, zu denen die Firmen Feralpi, Rime, Rehm, Freyler, Mannesmann Röhrenwerk, ESAM Energieservice und Arealmanagement GmbH und Stahl Krebs Solingen zählen. Zudem geben die Meißner Sparkassenstiftung und die Kulturstiftung des Freistaats Geld.

Abschlussfeier am Sonnabend, 12. Oktober, 17 Uhr.

bildhauersymposium-riesa.de