merken

Wie die Oberschule aussehen soll

Der Bebauungsplan liegt jetzt aus. Entstehen soll ein moderner Bau für gut 300 Kinder.

© Arge Hauswald/RBZ

Von Udo Lemke

Klipphausen. Im Computer ist sie schon fertig – die Oberschule, die Klipphausen bauen wird. Die Pläne dazu liegen jetzt im Bauamt in Röhrsdorf aus, sie sind aber auch im Internet einzusehen. Und was steht drin? Wo jetzt noch Felder am Rand von Ullendorf sind, wird sich einmal ein quadratischer, zweistöckiger Schulkomplex mit einem teilweise verglasten Dach über dem Innenhof erstrecken. Daneben wird eine Sporthalle stehen, hinzukommen Außenanlagen. „Bei vollständiger Umsetzung der Planung gehen auf einer Fläche von ca. 25 420 Quadratmetern die natürlichen Bodenfunktionen, welche aufgrund einer hohen bis sehr hohen natürlichen Bodenfruchtbarkeit und einem hohen bis sehr hohen Wasserspeichervermögen als Werte und Funktionen besonderer Bedeutung ausgeprägt sind, vollständig verloren“, heißt es im Umweltbericht zum Bebauungsplan. Ausgeglichen werden soll dies, indem auf ca. 27 000 Quadratmetern Fläche hochwertige und teilweise geschützte Biotoptypen angelegt werden. Um das von der Schule, der Sporthalle und versiegelten Flächen anfallende Regenwasser geregelt ableiten zu können, muss zudem ein Regenrückhaltebecken gebaut werden, erklärt der Klipphausener Bauamtsleiter Dieter Schneider.

So schön ist die Porzellan- und Weinstadt
So schön ist die Porzellan- und Weinstadt

Meißen hat zahlreiche Facetten: Lernen Sie Ihre Stadt näher kennen und erfahren Sie, was dieser Ort Ihnen alles zu bieten hat. Das und mehr auf Meißen. Lokal

In der neuen zweizügigen Oberschule werden zwölf Klassen mit jeweils etwa 25 Schülern lernen, sodass zwischen 300 und 320 Kinder hier untergebracht sein werden, erklärt Michael Hegenbart, Mitarbeiter im Bauamt. Im Erdgeschoss sind um den Innenhof Werken-, Kunst- und Kreativräume angeordnet. Das Lehrer- und das Direktorenzimmer sowie das Sekretariat. Der Heizraum und das Hausmeisterzimmer befinden sich ebenfalls im Erdgeschoss. Dazu kommen die Mensa, daneben eine Schülerküche und in einem Teil des Innenhofes die richtige Schulküche – in Ullendorf wird also noch selbst gekocht werden, was in der heutigen Schullandschaft ja eher die Ausnahme ist. Schließlich verweist eine kleine Kapelle darauf, dass der Schulträger der Christliche Schulverein Wilsdruffer Land ist, der schon die Evangelische Grundschule in Grumbach und das Evangelische Gymnasium in Tharandt betreibt.

Im ersten Obergeschoss der neuen Schule – der würfelförmige Bau hat eine Kantenlänge von 40 Metern – befinden sich neun Klassenzimmer, zwei Räume für Integrationskinder und in den Ecken vier sogenannte Marktplätze. „Das sind separate Lernräume, in denen unter Aufsicht von Lehrern Schüler individuell gefördert werden können“, erklärt Michael Hegenbart. Von diesen Räumen gibt es zwei weitere im zweiten Obergeschoss. Hier befinden sich vier weitere Klassenzimmer sowie die Fachkabinette für Biologie, Chemie, Musik und Physik und die dazu gehörenden Lehrmittelsammlungen sowie die Schulbibliothek. Und bis in den zweiten Stock wird auch ein Fahrstuhl geführt, sodass beeinträchtigte Kinder barrierefrei hierher kommen können.

Oberschule Klipphausen

Die Gemeinde Klipphausen hat drei Grundschulen in den Ortsteilen Burkhardswalde, Sachsdorf und Scharfenberg mit jeweils etwa 130 bis 140 Schülern, aber keine weiterführende Schule. Diese Oberschule wird nun im Ortsteil Ullendorf gebaut. Hier sollen ab dem Schuljahr 2020/21 bis zu 320 Schüler unterrichtet werden.

Träger der Oberschule ist der Christliche Schulverein Wilsdruffer Land, der die Evangelische Grundschule in Grumbach und das Evangelische Gymnasium in Tharandt betreibt.

Die Baukosten für den neuen Oberschulkomplex in Ullendorf werden auf ein Volumen von elf bis zwölf Millionen Euro geschätzt. Der Entwurf für den Schulkomplex stammt von Dombaumeister Knut Hauswald und dem Architekturbüro RBZ.

1 / 3

Bis einschließlich 10. August „können von jedermann Bedenken und Anregungen zum Entwurf schriftlich oder zur Niederschrift bei der Gemeinde Klipphausen vorgebracht werden“, heißt es zur Auslegung des Bebauungsplanes. Neben den Bürgern müssen aber auch die sogenannten Träger öffentlicher Belange gehört werden, erklärt Bauamtsleiter Dieter Schneider. „Das sind mittlerweile um die 40, vom Landratsamt über Umweltverbände bis hin zu Energieversorgern.“ Erst, wenn die berechtigten Einwände berücksichtigt worden sind, kann aus dem Entwurf des Bebauungsplanes ein solcher werden. Dieser müsste vom Gemeinderat beschlossen werden. Dann folgen die Bauausschreibungen und danach die Vergabe der Bauleistungen. Und dann muss noch gebaut werden. Klipphausens Bürgermeister Gerold Mann (parteilos) geht davon aus, dass zum Schuljahr 2020/21 der Betrieb aufgenommen werden kann.