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Arbeit und Bildung

Wie die Radon-Therapie neue Jobs schafft

Die Sächsische Staatsbäder GmbH investiert rund 14 Millionen Euro in ein modernes Therapiezentrum in Bad Brambach – und setzt dabei auf ein Alleinstellungsmerkmal.

© Sächsische Bäder GmbH
Eine mehr oder weniger nebulöse Erinnerung an den Chemieunterricht – viel mehr fällt den meisten Laien zum Thema „Radon“ wohl nicht ein. Dabei gibt es in Sachsen durchaus gute Gründe, dem Edelgas ein wenig mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Immerhin befindet sich die weltweit stärkste Radonheilquelle im Vogtlandkreis und ist hier zurzeit Basis eines Groß-Projektes.

Die Sächsische Staatsbäder GmbH investiert gegenwärtig rund 14 Millionen Euro in ein neues Radontherapiezentrum. Mit dem Bau, der im vergangenen Jahr begonnen hat, soll das Radonheilbad in Bad Brambach deutlich erweitert werden. „Unser Unternehmen hat sich als sehr ambitioniertes Ziel gesetzt, Bad Brambach als den Radonstandort in Deutschland und Europa zu positionieren“, so Gernot Ressler, Geschäftsführer der Sächsischen Staatsbäder GmbH.

Mit der Wettinquelle, die als weltweit stärksten Radonquelle gilt, besitzt die Radontherapie in Bad Brambach ein Alleinstellungsmerkmal. Schon seit mehr als hundert Jahren werden Kurreisen in den Ort angeboten. Moderne Radonbehandlungen kommen in der Schmerztherapie zum Einsatz, etwa bei Rheuma, Arthrose oder Osteoporose, aber auch nach Sport- und Unfallverletzungen.

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Die gesundheitsfördernde Wirkung von Radon wird auf die sogenannten Alphastrahlen zurückzugeführt, die beim Zerfall im Körper entstehen. Dabei soll der milde Strahlungseffekt Zellen und Immunsystem anregen. Das Radon ist in den Heilquellen in Bad Brambach in einer weltweit einzigartigen Konstellation enthalten.

Die gesundheitsfördernde Wirkung von Radon wird auf die sogenannten Alphastrahlen zurückzugeführt, die beim Zerfall im Körper entstehen. Dabei soll der milde Strahlungseffekt Zellen und Immunsystem anregen. Das Radon ist in den Heilquellen in Bad Brambach in einer weltweit einzigartigen Konstellation enthalten.

© Arch. Baum + Kappler, Nürnberg

Daneben enthält die Quelle viel Kohlensäure, die den Radontransfer beschleunigt. Beim Baden oder Trinken von radonhaltigem Mineralheilwasser gelangt das Heilmittel kontrolliert in kleinen Mengen in den Organismus. Wichtig dabei: Für die Radontherapie ist eine Unbedenklichkeitsbescheinigung des Arztes nötig. Patienten kommen aus ganz Deutschland ins Radonheilbad. Für sie sollen sich die Bedingungen bis 2021 deutlich verbessern. Gebaut wird in mehreren Abschnitten. Das größte Vorhaben ist der Neubau des Radontherapiezentrums, der über einen Verbindungsgang direkt an das bestehende Therapiegebäude angeschlossen wird. Dadurch sollen die Kapazitäten zur Behandlung verdoppelt werden. Aufgrund der hohen Nachfrage war man in den alten Räumen an Grenzen gestoßen. Künftig wird es neben der bereits angebotenen Radon-Trink- und Badetherapie unter anderem entsprechende Inhalationen, ergänzt durch Hydrothermotherapie, also Kälte- und Wärmeanwendungen, geben. Ergänzend können Patienten Fango- oder Kneipp-Behandlungen nutzen. Von der Investition sollen aber nicht nur Patienten profitieren. Im Zuge der Arbeiten wird auch der öffentlich zugängliche Bade- und Saunabereich generalsaniert und unter anderem mit neuer Badewassertechnik ausgestattet. Bereits umgebaut wurde das frühere Kolonnadencafé, in dem jetzt Platz für Trainingskurse und andere Seminare ist.

Vor allem Bewegungstherapie, aber auch Entspannungsangebote gelten als sinnvolle Ergänzung zur Schmerztherapie mit Radon. Dafür braucht das Unternehmen entsprechend ausgebildetes Personal. Unter anderem Physiotherapeuten, Masseure und medizinische Bademeister arbeiten in Bad Brambach. Mit der Erweiterung der Kapazitäten werden auch neue Mitarbeiter gesucht. Auch in der Ausbildung engagiert sich die Sächsische Staatsbäder GmbH. So lernen hier Schüler der medizinischen Berufsfachschulen, worauf es im praktischen Arbeitsleben ankommt.

www.saechsische-staatsbaeder.de