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Zittau

Wie ein Österreicher für Ärger sorgt

Bankkunden erschrocken, Zeche geprellt, ohne Ticket im Zug: Der Mann hat die Polizei in Löbau-Zittau auf Trab gehalten. Unverständnis im doppelten Sinne.

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Symbolbild © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Ein 47-jähriger Mann aus Österreich hat am Dienstag die Einsatzkräfte von Landes- und Bundespolizei in Löbau-Zittau mehrfach beschäftigt. Der Ärger begann um 8.05 Uhr: Da trauten sich die Kunden der Sparkasse nicht in die Niederoderwitzer Filiale. 

Der Grund war der Österreicher, weshalb die Beamten anrücken mussten. Er habe wohl nur kurz darin gewartet und sei dann zum Bahnhof gegangen, teilt Katharina Korch von der Polizeidirektion Görlitz mit. Laut der Erstinformation von Bundespolizei-Sprecher Alfred Klaner nächtigte er scheinbar in der Filiale und fügte den Kunden einen tüchtigen Schrecken zu, was sich später aber als unwahr herausstellte.

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Der nächste Ärger kam 14.15 Uhr: Da mussten die Beamten seinetwegen in eine Gaststätte in Hainewalde ausrücken - wegen Zechprellerei. Der 47-Jährige aß und trank dort zu Mittag. Doch die Rechnung von 13 Euro bezahlte er nicht. So folgte eine Strafanzeige wegen Betrugs.

Am Nachmittag schließlich war der Mann mit dem Zug von Zittau in Richtung Dresden unterwegs. Nur besaß der Österreicher keinen Fahrschein, pöbelte dafür die Zugbegleiterin an. Da er kein Ticket lösen konnte, übernahm ihn 18.31 Uhr in Ebersbach die Bundespolizei. 

Da tauchte das nächste Problem auf: Die Beamten konnten den Mann nicht so recht verstehen. "Sie dachten aufgrund der sehr undeutlichen Aussprache an die Folgen von Alkoholkonsum", berichtet Alfred Klaner. Also musste er auf der Dienststelle einmal kräftig ins Testgerät pusten. Das Ergebnis: 0 Promille. Die Ursache für die undeutliche Aussprache lag demnach nicht am Alkohol, sondern in den locker sitzenden dritten Zähnen. Der Österreicher bekam noch ein Verfahren wegen Erschleichen von Leistungen angehängt - und durfte dann wieder gehen.

Kurz darauf war er in eine Spielothek in Ebersbach eingekehrt - zum Fußball gucken. Dabei trank der Österreicher noch fünf Bier. Nur prellte er um 22.45 Uhr erneut die Zeche. So gab's die nächste Anzeige wegen Betrugs. Die Straftaten reichten jedoch nicht aus, um ihn in Haft zu bringen - und der Mann setzte seine Reise abermals fort. Seitdem fiel der 47-Jährige nicht mehr auf. Er ist bereits als Schwarzfahrer polizeibekannt, die Taten liegen nur etwas länger zurück.

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