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Wie ein Speed-Dating durch den Magen geht

In einem neuen Jugendprojekt im Gogelmoschhaus in Stolpen geht es um Firmen der Region, Berufe und um einiges mehr.

Die Berufswahl kann durchaus eine leckere Angelegenheit werden. In lockerer Runde hatten Stolpener Oberschüler die Gelegenheit, sich die Angebote zweier Firmen schmecken zu lassen. Das Projekt soll fortgesetzt werden.
Die Berufswahl kann durchaus eine leckere Angelegenheit werden. In lockerer Runde hatten Stolpener Oberschüler die Gelegenheit, sich die Angebote zweier Firmen schmecken zu lassen. Das Projekt soll fortgesetzt werden. © Dirk Zschiedrich

Leckere Häppchen mal so ganz nebenbei zur besten Unterrichtszeit schlemmen? Und dabei nicht vom Lehrer zur Ordnung gerufen werden? Welcher Schüler möchte das nicht?

Die Klasse 9b der Ludwig-Renn-Oberschule Stolpen konnte das vor Kurzem ausprobieren. Aber nicht, um Wurst und Schinken der Dürrröhrsdorfer Fleisch- und Wurstwaren GmbH zu verkosten, sondern um mehr über die Jobs zu erfahren, die das Unternehmen im Angebot hat. Neben den Dürrröhrsdorfern waren Vertreter der Firma GS Stolpen zum ersten Berufe-Dating in das Gogelmoschhaus gekommen. „Die Idee, die dahinter steckt, ist, dass der Verein Jugendliche und junge Erwachsene aus der Region und Unternehmen vor Ort zusammenbringt“, sagt Heike Gestring vom Verein Gogelmoschhaus. Man wolle nicht mit Berufsmessen oder anderen etablierten Aktionen in Konkurrenz treten. Dem Familienzentrum gehe es darum, Firmen, die vor Ort sind, mit Jugendlichen zusammenzubringen, damit die für Ausbildung und Beruf in Stolpen und Umgebung bleiben. Beteligen können sich Unternehmen, Handwerksbetriebe, Gaststätten und andere. Und nicht zuletzt steht das Projekt unter dem Motto „Berufswahl mal anders“. Das heißt, die Schüler verlassen die Schule und können in einem ganz anderen Umfeld etwas über Berufe erfahren und vor allem auch die Menschen kennenlernen, die für diese Berufe stehen.

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Das Projekt soll ein Geben und Nehmen sein. Auf der einen Seite haben die Firmen den Vorteil, Berufe und sich selbst vorstellen zu können und direkt für ihre Ausbildungsplätze und Praktika zu werben. Auf der anderen Seite können die Schüler direkt mit den Firmen Kontakt aufnehmen und unkompliziert ihre Fragen stellen. Die Atmosphäre ist außerhalb der Schule entspannter und es werden Hemmschwellen abgebaut. „Das Kennenlernen ist aber nur ein Ziel. Wir verbinden das Projekt gleichzeitig mit einem Bewerbungstraining“, sagt Heike Gestring. Dafür konnte das Jobcenter als Kooperationspartner gewonnen werden. Mit der ersten Veranstaltung sei der Anfang gemacht. Ziel sei es nun, weitere Firmen als Kooperationspartner für den Gogelmosch-Verein zu gewinnen. Das Ganze soll auf vertragliche Füße gestellt werden. Die Firmen unterstützen den Verein und haben die Möglichkeit, für sich zu werben. Eine Win-win-Situation, von der alle Partner profitieren können. Davon ist man im Gogelmoschhaus überzeugt. Darüber hinaus will der Verein künftig Abendveranstaltungen für Jugendliche und Erwachsene anbieten, bei denen die Schwerpunkte Persönlichkeitstraining und Bewerbung im Vordergrund stehen. „Aufgrund des Zusammenwirkens verschiedener Partner denken wir, dass unsere Ideen umsetzbar und vor allem langfristig wirksam sein werden“, sagt Heike Gestring.

Sie wollen noch besser informiert sein? Schauen Sie doch mal auf www.sächsische.de/sebnitz vorbei.

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