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Wie ein Topspiel

Es steckt einiges in dieser Partie. RB Leipzig will auf Platz zwei vorrücken. Und da ist ja noch diese Niederlage aus dem Jahr 2017 mit dem Unruhe-Faktor. Die Gäste aus Augsburg reisen mit einem Ex-Leipziger an.

© Stefan Puchner/dpa

Von Jens Marx

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Leipzig. Für Ralph Hasenhüttl ist es wie ein Topspiel. Für andere vor allem auch eine Partie mit besonderer Brisanz. Die unrühmliche Handbewegung von FC Augsburgs Kapitän Daniel Baier, Hasenhüttls wütende Reaktion und die anschließenden Sticheleien von FCA-Sportdirektor Stefan Reuter - das Hinspiel wurde zum hitzigen Duell. Umso beschwichtigender gaben sich die Trainer der beiden Teams vor dem Wiedersehen an diesem Freitag (20.30 Uhr/Eurosport) in der Red Bull Arena zum Auftakt des 22. Spieltags der Fußball-Bundesliga.

DIE VORGESCHICHTE: Baiers obszöne Aktion brachte Hasenhüttl damals mächtig in Rage. Erst mit Verzögerung nahm er dessen Entschuldigung an. Der Augsburger Kapitän wurde für sein frevelhaftes Verhalten vom DFB bestraft: 20 000 Euro und ein Spiel Sperre. Reuter warf Hasenhüttl vor, mit dessen Verhalten das Thema „richtig groß gemacht“ zu haben. Mahnend hatte Reuter an die Schwalbe von Leipzigs Timo Werner im Spiel gegen Schalke vom Dezember 2016 erinnert.

DIE AKTUALITÄT: Beide Teams feierten zuletzt wichtige Siege. Augsburg beeindruckte beim 3:0 vor heimischer Kulisse gegen Eintracht Frankfurt. Mit entsprechend viel Selbvertrauen reise der FCA nach Leipzig, meint Hasenhüttl. Seine Kurzusammenfassung des Augsburger Gefahrenfaktors: „Mit aggressiven Methoden und dem teils schnörkellosen Spiel nach vorne sind sie extrem effektiv und gefährlich in der Box.“ Leipzig setzte sich auswärts gegen Borussia Mönchengladbach durch und bejubelte den zweiten Sieg in diesem Jahr.

DIE TABELLENSITUATION: Leipzig würde bereits mit einem Unentschieden an Bayer Leverkusen vorbei auf Platz zwei ziehen. Leipzig will aber einen Sieg und sich dann in Ruhe anschauen, was die Konkurrenz im Kampf um die direkten Champions-League-Plätze macht. Die Augsburger würden mit einem Sieg auf Platz fünf vorrücken, vorerst punktgleich mit Borussia Dortmund (4.) und dem FC Schalke 04, der dann auf Rang sechs abrutschen würde. Zudem würde der FCA den Rückstand auf die Leipziger auf einen Punkt reduzieren.

DER EX-LEIPZIGER IN AUGSBURG: Drei Jahre spielte Rani Khedira für RB. Im Sommer vergangenen Jahres wechselte der 24 Jahre alte Bruder von Nationalspieler Sami Khedira nach Augsburg. In Leipzig gehörte er nur noch selten zu den ersten Elf. „Mit dem Wechsel habe ich sehr viel richtig gemacht“, sagte Khedira: „Ich fühle mich in der Mannschaft wohl und spiele regelmäßig.“ Seine Zeit in Leipzig behält er aber auch in positiver Erinnerung. Gut sei sie gewesen, sagte er vor dem Wiedersehen an alter Wirkungsstätte.

DIE FREITAGSBILANZ: Freitagsspiele sind eine RB-Erfolgsgeschichte. Von fünf Begegnungen gewannen die Leipziger vier, einmal spielten sie unentschieden. Eine Niederlage an einem Freitag gab es für den sächsischen Bundesligisten in seiner bisher noch kurzen Oberhaus-Ära nicht. Für Augsburg gibt es bessere Tage als den Freitag: Seit 13 Freitagsspielen und fünf Jahren wartet der FCA auf einen Sieg. Vier Partien gingen remis aus, neun verloren. Von insgesamt 17 Spielen am Freitag in der Bundesliga gewann der FCA nur eines. (dpa)