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Wie es einst in den Dörfern aussah

Ein Lichtbild- und Filmvortrag zeigt alte Bilder. Das soll einem besonderen Instrument zugute kommen.

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© DA-Archiv/André Braun

Grünlichtenberg. Kirchenvorstand Michael Kreskowsky hat ein neues Projekt, um Geld für die Restaurierung der Göthel-Orgel der Kirche Grünlichtenberg zu sammeln. Nach einer Fotoausstellung zum Jahreswechsel lädt er für Freitag zu einem Lichtbild- und Filmvortrag in das Gotteshaus ein. Vorbereitet hat er alte Bilder aus den Orten Grünlichtenberg, Ehrenberg, Reichenbach und Höckendorf. Danach können sich die Zuschauer auf eine Wiederaufführung des vor zwei Jahren schon gezeigten 8-Millimeter-Schmalfilm-Dokumente freuen. Kreskowsky selbst wird den Abend gestaltet und bittet um eine angemessene Spende für das Orgelprojekt.

Der 1804 in Borstendorf geborene Christian Friedrich Göthel war ein Musikinstrumentenbauer, der hauptsächlich Drehorgeln und andere kleine Musikinstrumente herstellte. Das Orgelbauen eignete er sich selbst an. Er sah sich die Orgeln der Umgebung an – fast alles Silbermannorgeln. Nach diesen baute er seine Instrumente. Die Orgel in Grünlichtenberger ist eine von 25, die der Musikinstrumentenbauer errichtet hat. Eine weitere gibt es in Simselwitz. Diese hat noch die Originalpfeifen aus Zinn.

Die Pfeifen der Grünlichtenberger Orgel wurden 1917 für Kriegszwecke abgeben und dafür Pfeifen aus Zinkblech eingebaut. Diese sollen wieder ausgetauscht werden. Weil die Kirche saniert wurde und an der Orgel die Farbe abblättert, ist eine Sanierung dringend notwendig. Vorbereitungen dafür laufen schon. „Unter anderem wurden Farbuntersuchungen gemacht“, sagt Kreskowsky. Und er verrät, dass die Orgel in Grünlichtenberg eine der größten ist, die der Orgelbaumeister gebaut hat. (DA/sig mit hk)