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Wie fit das Elbufer ist

Viele Sitzgelegenheiten gibt es. Legale und illegale Grillstellen. Reichlich Wegweiser. Auch irritierende Schilder.

© SZ/Redlich

Von Peter Redlich

Radebeul. Die Elbwiesen im satten Grün. Reichlich Frühlingssonne. Da zieht es viele ans Elbufer. Wie aufgeräumt und fit für Radfahrer, Spaziergänger und Miniparties ist das Elbufer? Ein SZ-Test zum Frühjahrsstart entlang des reichlich sieben Kilometer langen Ufers vor Radebeul.

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Der Papierkorb an der Grillstelle am Altkötzschenbrodaer Ufer (rechts oben) ist schon mehrfach abgerissen worden.
Der Papierkorb an der Grillstelle am Altkötzschenbrodaer Ufer (rechts oben) ist schon mehrfach abgerissen worden. © SZ/Redlich
Das Begrüßungsschild an der Stadtgrenze zu Coswig wurde gerade erst beschädigt.
Das Begrüßungsschild an der Stadtgrenze zu Coswig wurde gerade erst beschädigt. © SZ/Redlich

Zwischen Coswig und Altkötzschenbroda ist alles aufgeräumt

Begrüßt wird der Radler mit einem Willkommen und einer Landkarte an Radebeuls Westgrenze. Leider ist das Blechschild am Stadtübergang zu Coswig schon beschädigt worden. Nach einem halben Kilometer die ersten Sitzbänke mit Papierkorb, geleert. Der hier gefährliche tote Baum mit lockeren Ästen ist gerade gefällt worden – mehr Sicherheit am Radweg.

Kilometer 1,2 am Brückenübergang der nächste Wegweiser, Sitzbänke, Papierkorb, alles sehr ordentlich. Am Pferdehof nahe der beiden Brücken gibt es einen Imbiss mit Biergarten, leider ohne Hinweis auf Öffnungszeiten.

Kilometer 2,5: An der Radebeuler Dampferanlegestelle und der Gaststätte Dampfschiff wird die 180 Plätze umfassende schönste Terrasse am Radebeuler Elbufer gerade aufwendig saniert. Und zwar so, dass immer noch die Hälfte der Plätze in der Sonne bleiben. Auch hier gibt es Wegweiser und neuerdings sogar eine Tafel mit Stadtgeschichte und alten Dampferbildern. Dr Schaufelraddampfer verkehrt vormittags und nachmittags zwischen Dresden und Meißen. Zur Gaststätte gehört außerdem ein Kinderspielplatz, den Radlerfamilien gerne nutzen.

Altkötzschenbroda mit Pannenhilfe und Grillplätzen am Fluss

Kilometer 3,4: Altkötzschenbroda ist der Radebeuler Mittelpunkt für einen Elbufer- und Elbwiesenbesuch. Hier gibt es für jeden was – der Abstecher in die Kneipenwelt, direkt am Radweg den Biergarten vom Goldenen Anker mit bis zu 300 Plätzen. Direkt am Biergarten ist ein Automat für die Pannenhilfe mit einem Fahrradschlauch. Auf der Deichspitze sind Sitzgelegenheiten mit Papierkorb, genauso wie in den Streuobstwiesen hinter dem Deich.

Für vor allem Jugendliche hat die Stadt Grillplätze direkt am Elbufer mit Baumstämmen zum Sitzen eingerichtet. Jedoch ist hier nicht aufgeräumt. Der Papierkorb ist abgerissen, Glasscherben und Grillreste liegen umher. Anwohner mit Hunden, die hier öfters Gassi gehen, beschweren sich über Verletzungen der Tiere durch Glasscherben.

Bei der Stadt angefragt, ob der Papierkorb erneuert wird, sagt Sachgebietsleiterin Heike Funke vom Stadtgrün: Der Papierkorb wurde schon so oft demoliert, das immer wieder zu erneuern lohnt den Aufwand nicht.“ Auch könne hier nicht mit einem Fahrzeug zur Reinigung herangefahren werden.

Laut Stadtauskunft ist die Radebeuler Firma Neru mit dem Sauberhalten der Rastplätze beauftragt. Dreimal würden in der Saison jede Woche die Papierkörbe geleert und das Umfeld an den Bänken gesäubert. Mehr könne nicht verlangt werden, so Heike Funke.

Panzerstraße und Altserkowitz bieten mehr Ruhe und gute Ausblicke

Wer dem Trubel von Altkö entkommen will, fährt oder wandert nochmals zwei Kilometer weiter bis zur sogenannten Panzerstraße. Hier gibt es ebenfalls Sitzgelegenheiten, einen Papierkorb und einen Wegweiser. Jugendliche grillen hier allerdings öfters. Offiziell ist das keine Grillstelle. Aber die Stadt dulde es, sagt Heike Funke. Sie wünscht sich, dass anschließend aufgeräumt wird. Wenig weiter, nahe der Einmündung des Lößnitzbaches, ist eine wild angelegte Grillstelle direkt am Fluss. Auch die ist nicht zugelassen.

Am Ortsausgang Radebeuls, direkt unterhalb von Altserkowitz, sind weitere Sitzbänke und ein Papierkorb. Dieser quillt vom Unrat über. Am Ortseingang zu Altserkowitz sind Hinweisschilder zu Sehenswürdigkeiten Radebeuls. Das Schild zum Karl-May-Museum führt den Radfahrer und Wanderer allerdings weiter nach Kötzschenbroda in die falsche Richtung. Das soll jetzt geändert werden.

Fazit: Zum Frühjahrsstart 2018 ist fast überall aufgeräumt, außer am Ufer von Altkötzschenbroda. Sturmschäden sind behoben.