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Dresden

Wie geht es mit Globus weiter?

Der Stadtbezirksbeirat Pieschen unterstützt die Aufhebung der Bebauung am Alten Leipziger Bahnhof. Ein Kompromiss ist nicht in Sicht.

Blick auf das Gelände am Alten Leipziger Bahnhof
Blick auf das Gelände am Alten Leipziger Bahnhof © René Meinig

Noch immer steht die Frage im Raum, wo die Einzelhandelskette Globus einen neuen Markt in Dresden bauen wird. Die Pläne für das Gelände des Alten Leipziger Bahnhofs sind bereits vor Jahren ins Wanken geraten. 

Ein Ausweichgrundstück wurde von der Stadt für den Konzern gesucht, zudem ein Masterplan für das Gelände in der Leipziger Vorstadt erstellt, der vorsieht, das Gebiet zum Wohn- und Kreativquartier zu entwickeln. Mitte Mai sollte laut Oberbürgermeister Hilbert (FDP) eine Einigung mit Globus verkündet werden, bisher ist jedoch nichts bekannt geworden. Die Stadt erklärt auf SZ-Nachfrage, dass derzeit kein Kompromiss verkündet werden könne.

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In der Zwischenzeit wollen die Stadtratsfraktionen von Grünen und SPD Tatsachen schaffen: Sie fordern, den Aufstellungsbeschluss für einen Globus-Bebauungsplan am Alten Leipziger Bahnhof aufzuheben. Im Pieschener Stadtbezirksbeirat wurde dieses Vorhaben nun mehrheitlich unterstützt. Auch der Neustädter Beirat beriet kürzlich dazu. 

Dabei stellte der Neustädter Stadtbezirksamtsleiter Andre Barth klar, das laut Stadtverwaltung keine Bedenken hinsichtlich einer Aufhebung bestünden. Abgeraten werde hingegen davon, einen Bebauungsplan für das neue Wohnquartier aufzustellen – auch das wird in dem Antrag gefordert. Das sei erst sinnvoll, wenn die Sachfragen geklärt sind. In dem alten Bahnhofsareal müssen die Interessen von zwölf Eigentümern vereint werden, Globus ist einer von ihnen. Im Raum steht, ob die Stadt Dresden dem Unternehmen die Flächen abkaufen könnte, um das Gebiet selbst zu entwickeln. Laut Grünen-Stadträtin Kati Bischoffberger werde darüber bereits gesprochen.

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