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Zittau

Wie Großschönau in den Westen kam

In der baden-württembergischen Kleinstadt Hüfingen ist eine Straße nach der Gebirgsgemeinde benannt - kein Zufall.

Im 750 Kilometer entfernten Ort Hüfingen in Baden-Württemberg gibt es einen Großschönau-Ring.
Im 750 Kilometer entfernten Ort Hüfingen in Baden-Württemberg gibt es einen Großschönau-Ring. © privat

An diesem Freitag werden sich 20 Großschönauer auf eine weite Reise machen. Mit einem Sonderbus fahren sie ins 750 Kilometer entfernte Städtchen Hüfingen in Baden-Württemberg. Die Kleinstadt am Fuße des Schwarzwalds und die Gemeinde am Fuße des Zittauer Gebirges haben nämlich so einiges gemeinsam.

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Gleich nach dem Mauerfall 1990 waren die Hüfinger das erste Mal in Großschönau, dem "Ort am gelben oder roten Fluss", wie es nach dem Besuch in der Schwarzwälder Lokalzeitung stand. Gemeint war die Mandau, die damals noch von den Abwässern der Textilfärberei und -veredlung in allen Farben gezeichnet war. Auch daran wird Großschönaus Bürgermeister Frank Peuker (SPD) am 9. November in Hüfingen erinnern, wenn er dort mit einer Rede die Ausstellung „30 Jahre Friedliche Revolution" eröffnet, die in Großschönau für die Partnergemeinde konzipiert worden ist, und die den Westdeutschen die damaligen Ereignisse im Osten näher bringen und erlebbar machen soll. "In Hüfingen hat man die Ereignisse ja eher aus der Ferne wahrgenommen", sagt Frank Peuker.

Heute ist das Wasser glasklar und blau

Seit dem 3. Oktober 1990 sind Großschönau und Hüfingen offiziell Partnerstädte. In der baden-württembergischen Kleinstadt ist auch eine Straße nach der Gebirgsgemeinde benannt. Der Großschönau-Ring führt durch eine neu entstandene Eigenheimsiedlung am Ortsrand. An diesem Wochenende hat der Hüfinger Bürgermeister die Großschönauer eingeladen, um das 30-jährige Jubiläum der Friedlichen Revolution gemeinsam zu feiern. Die Großschönauer werden da viel zu erzählen haben, auch, dass das Wasser der Mandau heute glasklar und blau ist.

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