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Wie man dem Knochenschwund zuvorkommt

© Uwe Soeder

Beim SZ-Gesundheitsforum in Bautzen informieren Experten über die Alterskrankheit Osteoporose. Deren Ursprung liegt in der Jugend.

Von Franziska Springer

Bautzen. Der Frühling lockt Viele mit guten Vorsätzen zur Bewegung an die frische Luft. Darunter mischen sich auch zunehmend ältere Menschen, die im Alter sportliche Betätigung für sich entdecken.

Der Facharzt Stephan Schubert ist Leiter der Unfallchirurgie am Klinikum Bautzen und bemerkt die Folgen dessen: „Unfallchirurgen beschäftigen sich zunehmend mit altersbedingten Verletzungen.“ Das hat zwei wesentliche Gründe: Zum einen werden die Menschen immer älter und bleiben dadurch auch länger mobil. Zum anderen gibt es ihn tatsächlich, den Trend, in der Jugend wenig, im Alter umso mehr Sport zu treiben – was nicht unbedingt gut ist. „Der Mensch kann ohne größere Anstrengung weite Strecken laufen. Aber eben nicht schnell“, erklärt Dieter Gamerdinger, der eine orthopädische Praxis in Bautzen betreibt. „Bis zum dreißigsten Lebensjahr bauen wir Knochen auf. Was man bis dahin gut kann, kann man auch im Alter noch. Wenn man aber mit 40 das erste Mal anfängt, für einen Marathon zu trainieren, ist das schnell zu viel Belastung für die Knochen.“ Denn wer die vernachlässigt, bei dem steigt bei Aktivitäten im Alter das Risiko von Brüchen. Verlieren die Knochen zu stark an Stabilität, spricht man von Osteoporose – dem Knochenschwund.

Gut behandelbar

„Heute will man mit 95 noch aktiv sein, um dann fit in die Kiste zu hüpfen“, sagt Gamerdinger. „Dafür müssen die Menschen eigenverantwortlicher handeln.“ Jeder kann selbst vorbeugen und dafür sorgen, dass die Krankheit rechtzeitig erkannt wird. Wie, darüber will das Team rund um Dr. Schubert beim SZ-Gesundheitsforum am 24. Mai ab 19 Uhr informieren, denn: „Osteoporose ist so ein bedeutendes Thema, weil es so viele Menschen betrifft“, erklärt Fachärztin Katrin Stange vom Bautzener Klinikum. Die Krankheit kommt leise und schleichend. Bis der erste Knochen durch Ermüdung bricht, kann der Betroffene schon bis zu zehn Jahre lang krank sein.

Das muss nicht sein, denn durch geeignete Ernährung und Bewegung kann Osteoporose vorgebeugt werden. Bei früher Diagnose ist die Krankheit gut behandelbar. Über all das informieren Stange, Schubert und Gamerdinger Donnerstag und nehmen sich auch Zeit für individuelle Fragen: „Natürlich ist nicht jeder Handgelenksbruch ein Grund zur Panik“, sagt Schubert. „Aber es gibt Indizien, die man im persönlichen Gespräch abklären kann. Die letzten Gesundheitsforen haben gezeigt, dass der Redebedarf sehr groß ist.“

Das SZ-Gesundheitsforum Osteoporose findet am 24 Mai um 19 Uhr im Konferenzbereich des Krankenhaus Bautzen, Haus 3 statt. Der Eintritt ist frei.