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Wie Pegida die Polizei beschäftigt

Seit gut drei Jahren müssen die Beamten die Demonstrationen absichern. Allein in Dresden wurden dazu insgesamt fast 50 000 Polizisten benötigt.

© Robert Michael

Dresden. In der Summe mehr als 102 000 Polizisten haben in den vergangenen drei Jahren die Aufmärsche der diversen Pegida-Bewegungen in Sachsen abgesichert. Das geht aus Antworten der Landesregierung auf zahlreiche Anfragen des sächsischen Linken-Landtagsabgeordneten Andre Schollbach hervor, die am Donnerstag in Dresden veröffentlicht wurden.

Allein zur Absicherung der Pegida-Demonstrationen in Dresden waren seit 2014 insgesamt 48 080 Beamte im Einsatz, bei Legida in Leipzig 48 763. Bei den Kundgebungen „Pegida Chemnitz-Erzgebirge“ seien es zudem 5 433 Polizisten gewesen. Die sächsische Polizei wurde dabei von Beamten aus anderen Bundesländern unterstützt. Ein prozentualer Anteil sei aber nicht abgefragt worden, sagte Fraktionssprecher Kevin Reißig dem Evangelischen Pressedienst.

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Die meisten Beamten waren den Angaben zufolge in Leipzig am 21. Januar 2015 (5 100) sowie am 11. Januar 2016 (3 000) im Einsatz. In Dresden fanden die größten Einsätze am 21. Dezember 2015 mit 2 600 Polizisten sowie am 6. Februar 2016 mit 2 000 Polizisten statt.

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Angefragt wurde nach Angaben von Schollbach der Zeitraum vom 20. Oktober 2014 bis zum 26. September 2017. Mit den Einsätzen sei „die Belastungsgrenze für Polizisten immer wieder deutlich überschritten“ worden. „Diese massive Häufung an Großeinsätzen stellt eine enorme Belastung für Polizisten dar“, erklärte Schollbach. (epd)