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Wie Sachsen Kriminalität vorbeugen will

In Sachsen gibt es bisher kaum kommunale Initiativen für die Prävention. Das soll sich ändern.

Dresden. Die Kommunen in Sachsen sollen Geld für eigene Sicherheitsprojekte erhalten. Gefördert werden können beispielsweise lokale Lagebilder zur Kriminalitätsentwicklung, Bürgerbefragungen zum individuellen Sicherheitsgefühl, Fachgutachten, kommunale Sicherheitstage und andere Projekte zur Kriminalitätsvorbeugung. Das Kabinett hat am Dienstag eine entsprechende Förderrichtlinie verabschiedet, teilte Innenstaatssekretär Günther Schneider in Dresden mit.

Anders als andere Bundesländer gebe es in sächsischen Kommunen bisher kaum Initiativen oder Gremien, die sich für Präventionsarbeit engagieren. Kriminalprävention in Städten und Gemeinden umfasst Projekte, die dazu beitragen, Kriminalität zu verhindern und der Angst vorzubeugen.

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Für den Standort Dresden werden leistungsstarke und engagierte Mitarbeiter als Vor- und Facharbeiter (w/m/d) gesucht.

Das Themenspektrum reicht von Prävention gegen Jugendgewalt, Mobbing, Diebstahl, Wohnungseinbrüche, Sucht, Verkehrsunfälle, sexuelle Gewalt und Extremismus. Ziel ist es, negativen Entwicklungen entgegenzuwirken, sagte Schneider. Im Doppelhaushalt für die Jahre 2019/20 sollen dafür 140 000 Euro bereitgestellt werden. Angesichts des absehbar großen Interesses in vielen Städten und Landkreisen dürfte dieses Budget knapp bemessen sein. Die Landesregierung wirbt auch für ein Qualifizierungsprogramm, mit dessen Hilfe Mitarbeiter zu Fachkräften auf diesem Themengebiet fortgebildet werden können. Am 11. und 12. Juni findet in Dresden der 23. Deutsche Präventionstag statt. Der Kongress dient dem Erfahrungsaustausch und dem Gespräch mit Politik, Verwaltung und Wissenschaft. Geplant sind Vorträge, Ausstellungen und Werkstätten. Einer der Schwerpunkte ist die Vorbeugung gegen Gewalt und Radikalität.

Erwartet werden unter anderem Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD), der Präsident des Bundeskriminalamtes, Holger Münch sowie Generalbundesanwalt Peter Frank. (SZ)