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Wie Schüler beweglich werden

Die Förderschule Ehrenberg beteiligt sich an einem neuen Projekt. Die Gesundheit der Schüler steht im Vordergrund.

© Dirk Zschiedrich

Von Anja Weber

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Ehrenberg. Kinder sollen gesund erzogen werden. So weit, so gut. Doch was machen sie in der Schule? Sie sitzen den ganzen Tag mitunter bis zu acht Stunden auf ihren Stühlen und das meist auch noch in rückenunfreundlicher Haltung. Das stresst Körper und Seele. Die Förderschule Ehrenberg will dagegen etwas tun und beteiligt sich an dem Projekt „Fit 4 Future“. Das ist eine Initiative der Cleven-Stiftung, unterstützt von der DAK-Gesundheit. Im Vordergrund stehen mehr Bewegung, gute Ernährung, eine stressfreie, positive Lernatmosphäre und die Schaffung einer gesunden Lebenswelt Schule: Entsprechend den Inhalten sollen Schüler so fit gemacht werden, dass sie selbst lernen, sich zu bewegen und eben auch Anregungen dazu bekommen. „Wir haben von dem Projekt gehört, uns beworben und natürlich sind wir froh, dass wir daran teilnehmen dürfen“, sagt Bärbel Ziemann, die stellvertretende Schulleiterin und zugleich Sportlehrerin. Drei Jahre lang wird die Schule betreut. „Die Aktion ist in mehrere Module aufgeteilt. Die müssen in den jeweiligen Schulen von den Lehrern umgesetzt werden“, sagt Projektbetreuer Carlo Strehlau. Dazu gehören neben der Bewegung die gesunde Ernährung, die Verhaltensprävention und im dritten Jahr eine Vertiefung der ersten Teile. Gemeinsam mit Jenny Schutzan war er diese Woche zum Aktionstag in Ehrenberg, um den Lehrern und Schülern beratend zur Seite zu stehen. Denn nicht nur die Schüler sollen fit gemacht werden, sondern auch die Lehrer. Diese erhalten zum Beispiel Hinweise, was sie tun können, wenn sie merken das im Unterricht die Konzentration nachlässt. Nach ein oder zwei flotten Spielen ist die meist wieder da, wissen die Projektbetreuer. Dazu komme, dass die Freizeit von Schülern komplett verplant sei, sie kaum noch Zeit haben, spontan zu spielen oder sich zu bewegen. Nicht zuletzt wirkt sich das auch auf die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit aus, sagen die Experten. Das Programm gibt Tipps, wie Freiräume geschaffen werden können und wie unter anderem durch Spiele Stress abgebaut werden kann. In den Broschüren kann nachgelesen werden, mit welchen kleinen Tricks Kinder dazu gebracht werden, dass sie sich bewegen. Für die Lehrkräfte gibt es Vorschläge für schnelle Spiele so zwischen durch oder eben auch in der Pause. Zum Projekt gehören auch Geschenke. Die Förderschule hat ein ganzes Sortiment an Spiel- und Sportgeräten erhalten, wie verschiedene Bälle, Seile, Frisbee-Scheiben, Gleichgewichtsspiele und vieles mehr. Aus dem Projekt heraus entsteht zudem eine Netzwerkbewegung in der sich die Schulen auch untereinander austauschen oder Unterstützung suchen können. „Das Projekt selbst ist kostenlos und es können sich weitere Schulen darum bewerben“, informiert Carlo Strehlau. Die Schüler selbst hatten beim Aktionstag offensichtlich viel Spaß. In der Turnhalle wuselten die Schüler umher, um passende Zahlen zu finden, Im Erdgeschoss hüpfen Dutzende Säcke umher. In der Aula wurde die Dosenwurf-Staffel angeboten. Außerdem gab es über ein Quiz Tipps für eine gesunde Ernährung und vieles mehr. Das Programm war so vorbereitet, dass jede Klassenstufe die Möglichkeit hatte, die einzelnen Stationen zu durchlaufen.