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Wie sich beim Heizen sparen lässt

Ineffiziente Anlagen, falsche Angewohnheiten: Verbraucherschützer geben Tipps – und bieten in Riesa zusätzliche Hilfe an.

Symbolfoto
Symbolfoto © Archifoto: Claudia Hübschmann

Riesa. Fragen rund ums richtige Heizen beantworten die Energieberater der Verbraucherzentrale am Dienstag, 8. Januar, von 14 bis 17.30 Uhr in der Riesa-Information an der Hauptstraße. Im Vorfeld haben die Verbraucherschützer schon einmal einige Punkte zusammengetragen, auf die Mieter und Hausbesitzer achten sollten.

Zu warmes Heizungswasser

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Ist das Heizwasser wärmer als nötig, kann es auf seiner Tour durchs System nicht genug Wärme abgeben – die Heizkörper werden also sehr heiß, und das Heizwasser ist noch viel zu warm, wenn es in den Kessel zurückströmt. Die Räume sind zwar schön warm, allerdings verbraucht das System unnötig viel Energie. Besserung verspricht eine Veränderung der Heizkurve an der Heizungsregelung, durch die die Systemtemperaturen abgesenkt werden.

Hohe Kosten durch schlechte Anlagen

Viele Heizungsanlagen arbeiten ineffizient – sie verbrauchen zu viel und bescheren ihrem Besitzer damit unnötig hohe Heizkosten. Laut Verbraucherzentrale sind häufig keine großen Investitionen erforderlich, um Brennstoffverbrauch und Kosten spürbar zu senken. Auch die Stromkosten seien nicht zu unterschätzen. „Vor allem alte Heizungspumpen sind wahre Stromfresser. Der Wechsel auf eine Hocheffizienzpumpe kann den Stromverbrauch der Pumpe um mehr als die Hälfte verringern.“ Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle fördert den Heizungspumpentausch und den hydraulischen Abgleich sowie alle dafür erforderlichen Komponenten mit Zuschüssen. Die Förderhöhe beträgt 30 Prozent der Nettoinvestition.

Ungünstige Verteilung des Wassers

Häufig werden manche Heizkörper im Heizsystem zu warm, typischerweise im Erdgeschoss, andere hingegen nicht warm genug – häufig in den Obergeschossen. Abhilfe bringt der sogenannte hydraulische Abgleich.

Dabei werden die Thermostatventile an den Heizkörpern so eingestellt, dass durch jeden Heizkörper genau so viel Heizungswasser fließt, wie benötigt wird, um den Raum zu heizen – nicht weniger, aber auch nicht mehr. Die Wärme wird also optimal verteilt. Eventuell müssen dafür vorhandene Thermostatventile ausgetauscht werden, so die Verbraucherzentrale in ihrer Mitteilung. (SZ)

Bei der Energieberatung am Dienstag, 8. Januar, von 14 bis 17.30 Uhr werden auch alle anderen Fragen zu Energiethemen beantwortet. Eine telefonische Voranmeldung unter der kostenfreien Rufnummer 1 0800-809 802 400 ist erforderlich. Ein weiterer Beratungstermin ist der 12. Februar von 14 bis 17.30 Uhr. Die Beratungen kosten 5 Euro pro halbe Stunde. Für einkommensschwache Haushalte sind sie kostenfrei. Alternativ können die Berater auch zu einem Basis- oder Gebäude-Check für zehn bzw. 20 Euro Eigenanteil ins Haus kommen.