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Wie sich das Leben auf dem Bauernhof vermitteln lässt

Eine Vertreterin des Bauernhofs Ladusch aus Kreba-Neudorf war jetzt zu Gast in Oberelsbach in Franken. Sie nahm Ideen für ihre Arbeit mit.

© Bernhard Donke

Kreba-Neudorf. Der Bauernhof Ladusch aus Kreba-Neudorf bietet seit Jahren Projekte für Schulen und Kindereinrichtungen an, damit der Bauernhof „mit allen Sinnen“ erlebt werden kann. Damit soll auch dem Lehrermangel und Ausfallstunden, von denen immer wieder in den Medien berichtet wird, entgegengewirkt werden. In Bayern haben bereits über 175 000 Kinder das Projekt „Erlebnis Bauernhof“ besucht. Das könne auch in Sachsen ausgebaut werden, meint Ramona Ladusch vom Bauernhof.

Dass das Interesse da ist, bewiesen laut Ladusch jetzt die 240 Teilnehmer aus ganz Deutschland, die der Einladung der Bundesarbeitsgemeinschaft Lernort Bauernhof e. V. nach Oberelsbach in Franken gefolgt waren – darunter auch Ramona Ladusch selbst. Die Teilnehmer informierten sich an diesem Wochenende über das Lernen auf dem Bauernhof. Begleitet wurde Ladusch dort von Ines Wollweber, Steuerberaterin bei Ecovis in Niesky, die als Gastreferentin zum Thema „Rentabilität von pädagogischen Angeboten auf dem Hof“ eingeladen war.

Wie Staatsminister Helmut Brunner in seiner Eröffnungsrede erklärte, werde „der Dialog mit der Gesellschaft immer bedeutsamer, da immer weniger Menschen direkt mit der Landwirtschaft in Berührung kommen“. Die Teilnehmer des Workshops erhielten dort einen Überblick über Stundenkalkulation und über Steuern am Beispiel des Bauernhofes Ladusch. Die Fragen der Teilnehmer spiegelten das Interesse wider. Das ein oder andere Thema wurde dann in den Regionalgruppen aufgegriffen. Die Teilnahme an der nächsten Bundestagung im kommenden Jahr hat sich Frau Ladusch bereits jetzt vorgemerkt. Auch steuerliche Fragen könnten dann wieder thematisiert werden. (szo)