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Weißwasser

Wie sich die Leag zur Sorbischen Kultur bekennt

Das Braunkohleunternehmen will sich trotz neuer Herausforderungen seiner Verantwortung nicht entziehen.

Zum Beispiel die Vogelhochzeit gehört zur sorbischen Kultur, die die Sorben in der Lausitz feiern. Die sorbische Identität zu bewahren, will die Leag weiterhin unterstützen.
Zum Beispiel die Vogelhochzeit gehört zur sorbischen Kultur, die die Sorben in der Lausitz feiern. Die sorbische Identität zu bewahren, will die Leag weiterhin unterstützen. © Joachim Rehle

Die Lausitz Energie Bergbau AG und Lausitz Energie Kraftwerke AG (Leag) bekennen sich weiterhin zu ihrer Verantwortung für die sorbische Bevölkerung in der Lausitz. Das teilte das Unternehmen am Ende des jährlichen Arbeitsgespräches mit Vertretern der Domowina, des Dachverbandes der Sorben, mit. Eine erstmals im Jahr 2007 von der Domowina und dem Leag-Vorgänger Vattenfall unterzeichnete Kooperationserklärung bleibe auch für das Jahr 2020 Grundlage für die Zusammenarbeit beider Partner, erklärte Kathi Gerstner, Pressesprecherin des Energieunternehmens. Das bekräftigten Vertreter beider Seiten bei dem Arbeitsgespräch, zu dem sich die Teilnehmer in diesem Jahr in Rohne getroffen haben.

„Damit unterstützt die Leag weiterhin die sorbische Bevölkerung in der Bergbauregion bei der Wahrung und Entwicklung ihrer sozialen und ethnischen Identität“, erläuterte Gerstner. Innerhalb der zurückliegenden Jahre konnten über 400 Projekte in der Niederlausitz sowie über 800 in der Schleifer Region umgesetzt werden, die in jährlich erscheinenden Publikationen dokumentiert worden sind.

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Der Vorsitzende der Domowina, David Statnik, sagte anlässlich des Treffens: „Für die Domowina ging es in diesen Gesprächen nie um die Frage, Kohle ja oder nein‘ bzw., Kohleausstieg früher oder später?‘, sondern darum, unter den politisch-wirtschaftlichen Rahmenbedingungen die Belange sorbischer Sprache und Kultur zur Geltung zu bringen. Beide Seiten bewegen sich dabei naturgegeben in einem Spannungsverhältnis, mit dem wir gemeinsam in all den Jahren vernünftig und konstruktiv umgegangen sind. Gerade in Zeiten des Strukturwandels möchten wir unsere sorbische Identität als Alleinstellungsmerkmal der Lausitz verstärkt in die weitere Entwicklung der Region einbringen. Wir sind uns bewusst, dass die Lausitz auch in Zukunft viele gute Industriearbeitsplätze braucht, und deshalb begrüßen wir es, dass sich die Leag über die Kohle hinaus in unserer Region betätigen möchte.“

Der Leag-Bergbauvorstand, Uwe Grosser, wünschte sich auch für das Jahr 2020 eine gute Zusammenarbeit mit der Domowina, unterstrich aber gleichzeitig die künftigen Herausforderungen vor dem Hintergrund des Kohleausstiegs in Deutschland. “Dennoch stehen wir zu unserer gesellschaftlichen Verantwortung für das sorbische Volk. So gilt auch bei der im vergangenen Jahr begonnenen Umsiedlung von Mühlrose für alle Beteiligten, die sorbische Identität des Ortes am neuen Standort im Kirchspiel Schleife zu bewahren, betonte Grosser.

Projektschwerpunkte bleiben die Pflege der sorbischen Sprache zur Stärkung und Sicherung sorbischen Lebens und der sorbischen Kultur. Weiteres Augenmerk wird auf die Förderung von Kultur- und Traditionspflege durch die Unterstützung des Sorbischen Kulturzentrums in Schleife gelegt. Die Wahrung der ethnischen Identität der Sorben durch die Dokumentation von Bild- und Tonmaterial, sowie die Erinnerung im Dokumentations- und Informationszentrum Horno werden weiter gefördert.

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