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Döbeln

Wie sich Waldheim entwickeln soll

Darüber wollen die Stadträte im September abstimmen. Mit der Problematik beschäftigen sie sich schon seit Jahren.

In Waldheim wird am Stadtentwicklungskonzept bis 2030 gearbeitet.
In Waldheim wird am Stadtentwicklungskonzept bis 2030 gearbeitet. © Dietmar Thomas

Waldheim. Er ist rund 200 Seiten dick – der Entwurf für das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (Isek) für die Stadt Waldheim. Hinter diesem stelzigen Verwaltungsbegriff verbergen sich die Prognosen für die Zukunft der Zschopaustadt.

Die Verwaltung ist dabei, mit Unterstützung der Deutschen Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft (DSK) ein Konzept bis zum Jahr 2030 zu erarbeiten. Daran beteiligen sich auch die Stadträte aktiv, und das schon seit mehreren Jahren, wie Bürgermeister Steffen Ernst (FDP) sagt.

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Die Themen, die darin behandelt werden, sind vielfältig. „Es geht um die Bevölkerungsentwicklung und -bewegung, das Durchschnittsalter oder die Entwicklung des Innenstadtkerns“, so Ernst. Aber auch die Problematik des Sanierungsstandes der Häuser, die Mietpreisentwicklung in der Stadt, die Auslastung der Gewerbegebiete oder Prognosen zur Beschäftigung und Entwicklung der Arbeitslosenzahlen werden darin behandelt.

Von Tourismus bis Hochwasser

Zudem wird auf die Entwicklung der Tourismus-Schwerpunkte eingegangen, genauso wie auf Spielplätze, Kitas, Schulen oder die medizinische Versorgung.

Sogar das Wetter spielt eine Rolle. Etwaige Konzepte, die bei Hochwasser oder Starkregen greifen, werden eingearbeitet.

In einer ersten Lesung ist den Stadträten der Entwurf bereits vorgestellt worden. „Derzeit sind die Fraktionen dabei, ihre Änderungsvorschläge einzureichen. Etliche sind schon bei uns eingegangen“, so der Bürgermeister.

Offen für Veränderungen

Das Konzept spreche viele Themen an, lasse aber auch viel offen für Veränderungen. „Wir wollen die Stadt ja weiterentwickeln. Starr ist das Konzept daher nicht“, so Ernst. Gebraucht werde das Papier aber in jedem Fall, um Fördermittel für bestimmte Projekte generieren zu können. „Da wird dann schon nachgefragt, welche Konzepte die Stadt hat. Wir können in diesem Fall dann auf das Isek verweisen“, so der Bürgermeister.

Nach Informationen von Steffen Ernst wird das nun kurz vor der Fertigstellung stehende Stadtentwicklungskonzept bereits seit 2015 vorbereitet. Die Abstimmungen mit der DSK seien inzwischen so weit gediehen, dass es am 10. September öffentlich vorgestellt werden kann. „Wir wollen in dem Sonderstadtrat aber trotzdem noch einmal darüber diskutieren“, so Ernst.

Noch steht nicht fest, wo der Sonderstadtrat abgehalten wird. „Wegen der derzeit geltenden Corona-Regeln reicht der Ratssaal nicht aus. Denn bei diesem Thema rechne ich damit, dass auch einige Bürger dabei sein wollen“, so Ernst.

Zuletzt trafen sich die Stadträte im AOK-Gebäude in Massanei und in der Turnhalle der Oberschule. Letztere fällt wegen des dann bereits begonnenen neuen Schuljahres aus, da die Halle für den Sportunterricht benötigt wird.

Donnerstag, 10. September, 17 Uhr: Sonderstadtrat (öffentliche Sitzung). Der Ort wird noch bekanntgegeben.

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