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Riesa

Wie soll der Tierpark-Nachwuchs heißen?

Ungewöhnlich früh kam in der Riesaer Anlage das erste Zicklein zur Welt. Bei der Namensuche hoffen die Mitarbeiter auf die SZ-Leser.

Tierpark-Mitarbeiterin Melanie Bluhm zeigt den kleinen Ziegenbock aus dem Riesaer Tierpark. Was noch fehlt, ist ein Name für das Tier.
Tierpark-Mitarbeiterin Melanie Bluhm zeigt den kleinen Ziegenbock aus dem Riesaer Tierpark. Was noch fehlt, ist ein Name für das Tier. © Sebastian Schultz

Riesa. Richtig Lust auf das Foto hat der kleine Ziegenbock nicht. Tierpark-Mitarbeiterin Melanie Bluhm muss ihn gut festhalten, damit sich der jüngste Bewohner der Anlage im Riesaer Klostergarten nicht aus dem Staub macht und vor der Kamera versteckt. 

Dabei ist der erst wenige Wochen alte Ziegenbock eigentlich alles andere als scheu, lässt Tierparkleiter Florian Hanisch durchblicken. "Jungtiere sind ja immer etwas frech und neugierig." Da komme es schon mal vor, dass der kleine Bock auf einmal auf den Rücken der Schafe klettert, mit denen er sich das Streichelgehege teilt. Bei den Besuchern komme so etwas natürlich an - vor allem bei Kindern. 

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Deutlicher Knick bei den Besucherzahlen

Florian Hanisch dürfte nicht traurig darüber sein, dass mit der kleinen Ziege ein Besuchermagnet für die Anlage dazugekommen ist. Das Vorjahr war nämlich nicht ganz einfach für den Tierpark in Riesa. Etwas mehr als 29.000 Besucher verzeichnete die Anlage, das sind etwa 4.000 weniger als noch 2018. 

Dass es erstmals einen deutlichen Knick gab, nachdem der Tierpark über Jahre recht kontinuierlich zulegte, hat aus Sicht der Mitarbeiter vor allem einen Grund: die Baustelle am Rathausplatz. "Die Parkplatzsituation war eine Katastrophe", sagte der stellvertretende Tierparkleiter Michael Tobis schon auf der Jahrespressekonferenz der FVG, die die Anlage betreibt. Es habe schlichtweg an Möglichkeiten für potenzielle Besucher gefehlt, in der Nähe zu parken, ohne ein Knöllchen zu kassieren. Dazu könnte noch die Hitze gekommen sein. Bei allzu hohen Temperaturen zieht es die Menschen eher ins Freibad oder an den See, als in den Tierpark. 

Da die Baustelle mittlerweile aber Vergangenheit ist, besteht Hoffnung auf ein deutlich besseres Jahr 2020. Dazu sollen auch Veranstaltungen wie das traditionelle Ostereiersuchen im Tierpark beitragen. Es sei denkbar, dass die Veranstaltung gegenüber den Vorjahren noch einmal verändert wird, heißt es.

Florian Hanisch leitet den Tierpark seit Sommer 2019. 
Florian Hanisch leitet den Tierpark seit Sommer 2019.  © KD BRUEHL

Derzeit gelten im Tierpark noch verkürzte Öffnungszeiten, bis Ende Februar wird bereits um 16 Uhr geschlossen. Neben der Tierfütterung und -pflege bleibt jetzt  vor allem Zeit für Reparatur- und Umbauarbeiten in der Anlage. In der Naturschutzstation wurde etwa eine neue Voliere aufgebaut, um verletzte Vögel besser unterzubringen. Allein im vergangenen Jahr hat der Tierpark 93 Wildtiere aufgenommen. Sie wurden gepflegt und dann großteils wieder in die Freiheit entlassen. 

Bienen für den Klostergarten

Fürs neue Jahr will Florian Hanisch die Zusammenarbeit mit dem Riesaer Imkerverein intensivieren. "Wir möchten in unserem Tierpark wieder Bienen präsentieren", sagt er. Schon im Frühjahr will der Tierpark-Chef Schaukästen installieren lassen, um Wissen über die Insekten zu vermitteln. 

Ansonsten bleibt es vorerst bei den exakt 59 Arten mit insgesamt etwa 175 Tieren - zu denen mit dem jungen Ziegenbock und einem vor wenigen Tagen geborenen schwarzen Schaf jetzt zwei weitere dazugekommen sind. Allzu lange werden die Riesaer den kleinen Ziegenbock aber nicht im Tierpark besuchen können, erklärt Florian Hanisch. "Er wird mindestens bis Sommer hier bleiben." Aber spätestens, wenn er geschlechtsreif ist, muss ihn der Tierpark an eine andere Anlage abgeben. Sonst bestünde die Gefahr von Inzucht.

Auch wenn der kleine Ziegenbock nicht lange in Riesa bleiben wird: Einen Namen soll er noch bekommen.  Der Tierpark-Chef und seine Kollegen hoffen in dieser Frage auf Unterstützung der Besucher und SZ-Leser, so wie zuletzt 2016 und 2018 bei den beiden neuen Eseln für den Tierpark. Die wurden damals auf die Namen Lotti und Elli getauft. Vorschläge nimmt die SZ unter anderem per Email entgegen.

Wie soll der junge Ziegenbock heißen? Tierpark und SZ freuen sich über Namensvorschläge, am besten per Mail an [email protected] Unter allen Einsendungen wird eine Vorauswahl getroffen, über den Sieger stimmen die Leser ab. Der Namensvorschlag mit den meisten Stimmen gewinnt und wird vom Tierpark mit einer kleinen Prämie belohnt.