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Feuilleton

Wie TV-Sender auf Corona reagieren

Erweiterungen, Ausfälle, Extraprogramm für Grundschüler: Das Corona-Virus bringt das Programm durcheinander. Auch der MDR plant um.

Wenn Kanzlerin Angela Merkel in Zeiten von Corona etwas zu verkünden hat, wird dafür auch kurzfristig das Programm geändert.
Wenn Kanzlerin Angela Merkel in Zeiten von Corona etwas zu verkünden hat, wird dafür auch kurzfristig das Programm geändert. © dpa/Karl-Josef Hildenbrand

Von Markus Ehrenberg, Kurt Sagatz und Tobias Hoeflich

Das Corona-Virus bringt auch das Programm der Fernsehsender durcheinander. Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) baut sein Programm wegen der Coronavirus-Krise weiter um und verzichtet in den kommenden Wochen auf einige Regelformate. Von Samstag an werden einige Sendungen nicht im geplanten Umfang gezeigt, teilte der RBB jetzt mit.

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Dazu gehören „Abendshow“ (die am Donnerstagabend schon entfiel), „Heimatjournal“, „Kowalski & Schmidt“, „Unser Leben“, „Luzyca“, „rbb Gartenzeit“ und „Täter – Opfer – Polizei“. Von Montag bis Freitag und bei Bedarf auch am Wochenende sendet der RBB bereits jetzt direkt nach der „Tagesschau“ ein „RBB Spezial – Corona: Die Region im Krisenmodus“. Die werktäglichen Nachrichtenausgaben von RBB24 um 13, 16 und 17 Uhr gibt es nun auch samstags und sonntags. Zudem wird es weitere Konzertübertragungen geben. A

Auch andere Sender sind betroffen. Gestrichen werden beim NDR das am Mittwoch letztmals laufende Medienmagazin "Zapp".und "Weltbilder", "Panorama 3" vom NDR sowie beim WDR "Dittsche" mit Olli Dittrich. Dessen Drehort, ein Imbiss im Hamburger Stadtteil Eppendorf ist geschlossen.

Damit gegebenenfalls der Newsroom verstärken werden kann, ist beim WDR die Produktion einiger Sendungen ausgesetzt, so eine Sprecherin Das gelte unter anderem für „Unterwegs im Westen“, „Sport inside“ und „Westart“. Gleichzeitig sind viele Sendungen bereits vorproduziert worden oder können derzeit noch weiter produzieren, zum Beispiel „Quarks“ und „Markt“.

Ganz aktuell: Ab Montag sendet das WDR Fernsehen von 9 bis 12 Uhr ein extra moderiertes Programm speziell für Grundschüler.

Die "NDR Talkshow" hat sich eine Videoschalte einfallen lassen. Thema: Welche Schicksale gehen ihnen in der derzeitigen Situation besonders ans Herz, welche Aktionen begeistern sie, und wie schützen sie sich selbst und ihre Familien? Darüber sprechen Barbara Schöneberger, Hubertus Meyer-Burckhardt, Bettina Tietjen und Jörg Pilawa in "NDR Talk Show - die Videoschalte",das teilte der NDR mit.

Nächstenliebe, Familie und die Leidtragenden der Krise

Für die Ausgabe, die ab sofort online zu sehen ist, haben sich die vier Moderatoren von zuhause oder aus ihren Büros zusammengeschaltet. Die Sendung ist auf NDR.de zu sehen in der ARD Mediathek und auf den Social-Media-Accounts der "NDR Talk Show".

Der Umgang mit dem Corona-Virus im Alltag, Nächstenliebe, Familie und die Leidtragenden der Krise - das sind die Oberthemen des 45-minütigen Gesprächs. So unterhalten sich die Vier darüber, wie sich mit ihren Partnern und Kinder arrangieren, wie sie sich zu Hause beschäftigen, was sie von der angedrohten Ausgangssperre halten, welche wirtschaftlichen Schäden sie für Deutschland befürchten - und wie sie die Ansprache von Kanzlerin Angela Merkel fanden.

Die nächste reguläre "NDR Talk Show" läuft am Freitag, 27. März, um 22 Uhr im NDR Fernsehen. Dann begrüßen Barbara Schöneberger und Hubertus Meyer-Burckhardt den Schauspieler Axel Milberg, Mentalmagier/Hypnotiseur Thimon von Berlepsch, Künstler Leon Löwentraut sowie Student und Autor Jeremias Thiel. Publikum ist derzeit nicht dabei.

Auch MDR muss umplanen

Der Mitteldeutsche Rundfunk ist von Änderungen nicht ausgenommen. Das betrifft vor allem die Ausstrahlung von Veranstaltungen, die nicht mehr stattfinden - etwa diverse Oster-Shows oder "Schlagerlovestory - Die total verliebte Frühlingsshow" mit Florian Silbereisen.

Dafür hat der MDR drei zusätzliche Live-Shows ohne Publikum eingeplant. Die erste wurde bereits am vergangenen Freitag ausgestrahlt. Die beiden weiteren Shows folgen diesen Freitag sowie am 11. April. "Den Menschen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen als verlässliche, seriöse Informationsquelle zur Seite zu stehen und ihnen damit in dieser unruhigen Lage Orientierung, Sicherheit und auch gute Gespräche sowie Unterhaltung zu ermöglichen, ist unser Auftrag", betont Intendantin Karola Wille.

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Vor allem online hat der Sender sein Angebot wegen der Corona-Krise ausgebaut - zum Beispiel mit einer neuen Reihe "Die MDR Wissen Schulstunde“. Außerdem kündigte der Sender an, sein Angebot verstärkt barrierefrei auszubauen. Zum Beispiel werden die Sendungen "Hauptsache Gesund extra" oder "MDR extra" nun in Gebährdensprache ausgestrahlt.  (TS, mit SZ)