merken

Wie viele Schritte sind genug?

Lutz Melzer vom Dresdner Laufsportladen über die richtigen Schritte zu mehr Fitness und Bewegungstaktiken für den Alltag.

Zu Beginn seiner 15.000-Schritte-Challenge holt sich SZ-Redakteur Henry Berndt Tipps vom Lauf-Experten Lutz Melzer.
Zu Beginn seiner 15.000-Schritte-Challenge holt sich SZ-Redakteur Henry Berndt Tipps vom Lauf-Experten Lutz Melzer. © Sven Ellger

Herr Melzer, überall liest man verschiedene Zahlen: 5.000, 10.000, 20.000. Wie viele Schritte pro Tag sollten es denn nun sein?

Das kommt natürlich sehr auf die individuellen Merkmale an, aber 10.000 Schritte sind sicher ein gutes Maß. Wenn ich hier den ganzen Tag im Laden stehe, dann schaffe ich das meist. Wenn es nur ein halber Tag ist, muss ich mir zusätzliche Bewegung suchen.

Bauen und Wohnen
Wohnen Sie noch oder bauen Sie schon?
Wohnen Sie noch oder bauen Sie schon?

Hier finden Sie alles, was Sie fürs Sanieren, Renovieren oder Bauen Ihrer eigenen vier Wände brauchen.

Reicht es, wenn ich als Büromensch öfter Mal zum Drucker und zurück laufe?

Ganz sicher nicht. Wer den größten Teil des Tages sitzt, der sollte ganz bewusst nach Möglichkeiten suchen, wie er sich zwischendurch bewegen kann, um zumindest auf diese 10.000 Schritte zu kommen. Ein längerer Spaziergang nach dem Mittagessen kann da schon viel bringen.

Gibt es noch andere Tipps, wie man gewitzt zusätzliche Schritte in den Tag einbauen kann?

Nichts, auf was man nicht selbst kommen würde: Das Auto früh mal stehen lassen, zu Fuß einkaufen gehen und die Kollegen im Büro besuchen, statt sie anzurufen.

Lutz Melzer
Lutz Melzer © Sven Ellger

Könnte ich nicht ganz einfach einen Tag in der Woche richtig durchziehen und meine Schritte für die ganze Woche einheimsen?

Das würde ich nicht empfehlen. Erst mit einer zweiten Bewegungseinheit in der Woche lässt sich das Fitnessniveau in etwa halten. Die größte Veränderung gibt es dann zwischen dem zweiten und dritten Mal in der Woche. Dabei spreche ich jetzt von gesundheitsbewussten Berufstätigen. Für Leistungssportler gelten da natürlich ganz andere Werte.

Kann ich beim Radfahren und Schwimmen eigentlich auch Schritte sammeln?

Aber natürlich. Ein Schritt muss nicht unbedingt ein klassischer Schritt sein. Die Uhr erkennt die Bewegungen und rechnet auch eine Stunde Schwimmen nach einer nicht genau bekannten Formel in eine gewisse Schrittzahl um. Das funktioniert relativ gut.

Das Interview führte Henry Berndt