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Wie weiter mit der Sauna?

Auf der Suche nach einer Lösung legt der Putzkauer Bürgermeister Wünsche einen Kompromissvorschlag vor. Doch ohne ehrenamtliches Engagement wird es nicht gehen.

© Steffen Unger

Putzkau. Die Zukunft der Sauna im Freizeit-Center Putzkau ist noch immer ungewiss. Im Ringen um eine Lösung schlug Bürgermeister Achim Wünsche (parteilos) jetzt vor, dass die Gemeinde für drei Monate einen Zuschuss zahlt, vorausgesetzt, es finden sich Sauna-Freunde, die den Betrieb personell absichern. „Die Gemeinde kann das nicht leisten“, sagt er. Nach seinen Angaben geht es um 1 000 bis 1 500 Euro, mit denen die Gemeinde den Saunabetrieb ein Vierteljahr lang unterstützen würde. Zuvor hatte er angeregt, dass sich in Putzkau ein Betreiberverein für die Sauna gründet. In Burkau gibt es damit langjährige Erfahrungen. Doch es fanden sich zuwenig Mitstreiter für einen Verein. Nun ist für Donnerstag dieser Woche erneut ein Gespräch anberaumt, an dem auch die Landtagsabgeordnete der Region, Patricia Wissel (CDU), teilnehmen wird.

OSTRALE Biennale O19

Die zweite Biennale und 12. OSTRALE widmet sich ab dem 11. Juni bis zum 1. September dem Leitgedanken „ismus“.

Sauna und Kegelbahn im Freizeit-Center sind seit Ende Juni geschlossen, nachdem die Pächterin den Vertrag mit der Gemeinde gekündigt hatte. Für sie als Selbstständige trug sich die Sache nicht mehr wirtschaftlich.

Für die Kegelbahn gibt es hingegen eine Lösung: Die Gemeinde vermietet sie jetzt für 15 Euro pro Stunde. Regelmäßiger Nutzer ist eine Gruppe von Freizeitkeglern, die mehrmals im Monat auf der Zwei-Bahnen-Anlage trainiert. Doch auch jeder andere kann die Kegelbahn privat mieten; der Kontakt läuft über die Gemeindeverwaltung. Die Kegelanlage ist in Schuss, sagt Achim Wünsche. Bei den Betriebskosten rechnet die Gemeinde mit 190 Euro monatlich. Wenigstens diese Summe soll durch Vermietungen reinkommen.

Sauna und Kegelbahn sind räumlich voneinander getrennt. Deshalb können sie auch einzeln bewirtschaftet werden. Sollte es für die Sauna keine Lösung geben, wird sie die Gemeinde wahrscheinlich wohl oder übel aufgeben müssen. (SZ/ir)