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Wie weiter mit der Straßenbau-Wunschliste?

Sebnitz, Neustadt und Stolpen wollen eine bessere Verkehrsanbindung. Dabei ist ein erster Schritt getan.

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© Norbert Millauer

Von Nancy Riegel

Sächsische Schweiz. Mehr und mehr Lkws fahren auf den Straßen rund um Sebnitz, Neustadt und Stolpen. Ein Zeichen der positiven wirtschaftlichen Entwicklung der Unternehmen in dieser Region, aber auch eine Belastung für den Straßenverkehr und die Pendler. Anfang des Jahres beschlossen deshalb die Bürgermeister der Städte zusammen mit der Wirtschaftsinitiative Sächsische Schweiz einen Maßnahmenkatalog. Diesen überreichten die Schriftführer am Montag in Neustadt dem Staatssekretär für Wirtschaft und Verkehr, Hartmut Mangold.

Und dieser schlug sogleich das weitere Verfahren vor, um die Forderungen wie Kriechspuren über den Unger oder eine Verlegung der S 159 am Karrenberg zu prüfen. Zunächst sei es ratsam, eine regionalwirtschaftliche Vorstudie in Zusammenarbeit mit dem Innenministerium anzusetzen. In dieser könnte man die Entwicklung der Bevölkerung, der Wirtschaft und des Verkehrs untersuchen. „Einfache Verkehrszählungen würden in diesem Fall nicht ausreichen“, schätzt Hartmut Mangold ein. Denn die Maßnahmen, die die Bürgermeister erarbeitet und in ihren Stadträten besprochen haben, werden vor allem dann notwendig, wenn die hiesigen Unternehmen weiter wachsen oder sich neue ansiedeln. Neustadts Bürgermeister Peter Mühle nannte als Beispiel das Gewerbegebiet Kirschallee, wo das nächste Quartier noch in diesem Jahr an eine Firma verkauft wird, oder Unternehmen wie Capron und Gerodur, die derzeit anbauen. Mike Ruckh, Oberbürgermeister von Sebnitz, nannte in diesem Zusammenhang Bosch.

Es sei nicht einfach, künftige Entwicklungen als Grundlage für konkrete Maßnahmen zu nutzen, sagte der Staatssekretär und empfiehlt, in einer „langen Linie“ zu denken, also nicht auf eine schnelle Umsetzung zu hoffen. Die Initiatoren können laut Mangold zunächst mit einer Antwort des Wirtschafts- und Verkehrsministeriums rechnen, in der ein weiteres Vorgehen genannt wird.

Ein in der Vergangenheit oft diskutierter Grenzübergang in Neustadt wurde am Montag ebenfalls noch einmal angesprochen. Hartmut Mangold betonte, dass die früheren Pläne eines Übergangs in Langburkersdorf schnell umzusetzen wären. Diese wurden allerdings 2014 im Neustädter Stadtrat abgelehnt.