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Bischofswerda

Wieder freie Fahrt auf der „Kinostraße“?

Die Notsicherung eines Hauses in Bischofswerda ist abgeschlossen. Ob die Straßensperrung aufgehoben werden kann, ist laut Stadt aber noch nicht sicher.

Die Straße vor dem Haus, von dem Teile herabgestürzt waren, musste gesperrt werden.
Die Straße vor dem Haus, von dem Teile herabgestürzt waren, musste gesperrt werden. © Rocci Klein

Bischofswerda. Das Mehrfamilienhaus 8/10 an der Karl-Liebknecht-Straße in Bischofswerda bleibt eingerüstet. Zusätzlich wurde am Dienstag ein Netz gespannt. Für den Fall, dass weitere Teile des Hauses herabstürzen sollten, würde das Netz sie auffangen. Innen wurden die einsturzgefährdeten Decken zur Straßenseite hin mit Jochen gesichert, sodass die größte Gefahr erst einmal gebannt ist.

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SZ-Informationen, wonach die seit zweieinhalb Wochen für Fahrzeuge gesperrte Straße an diesem Mittwoch freigegeben werden soll, bestätigte die Stadtverwaltung nicht. Sie dementierte aber auch nicht. Für Mittwoch sei eine Vor-Ort-Begehung geplant, hieß es am späten Dienstagvormittag im Rathaus. Doch sicher war zu dieser Zeit der Termin noch nicht. Wenn er stattfinden sollte, werde geprüft, ob die ausgeführten Sicherungsarbeiten ausreichend sind – danach werde entschieden. Bedingt durch den Feiertag könne es aber sein, dass eine Freigabe erst später umgesetzt wird, teilte die Stadtverwaltung mit.

Was wird aus dem Gebäude?

Die Notsicherung wurde im Auftrag der Stadt durchgeführt. Sie ist für die öffentliche Sicherheit zuständig. Dr. Bernd Grüber, Vorsitzender der CDU-Stadtratsfraktion, mahnte vor wenigen Tagen Vorkehrungen an, damit die Stadt nicht auf den Kosten sitzen bleibt. Sollte der private Hauseigentümer nicht zahlen, kann die Stadt im Grundbuch eine Grundschuld eintragen lassen.

Wie Klaus Wenzel, Leiter des Kreis-Bauordnungsamtes, am Dienstag sagte, haben die Bauaufsicht dem Hauseigentümer drei Möglichkeiten aufgezeigt: einen Abriss des Hauses, eine Komplettsicherung oder das Stehenlassen des Gerüstes unter der Maßgabe, dass er Sorge trägt, damit keine weiteren Gebäudeteile herabfallen. „Wir haben ihn zum unverzüglichen Handeln aufgefordert“, sagte Klaus Wenzel. (SZ/ir)