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Wieder mehr Gäste auf Kriebstein

Filmemacher gehörten unter anderem zu den Besuchern. Die machten sich 2017 wegen der Straßenbaustelle rar.

Schlossleiterin Susanne Tiesler bei der Ausstellung von verschiedenen Ansichten der Burg Kriebstein. Die teilweise wertvollen Stücke lagern normalerweise im Archiv und wurden 2018 erstmals in diesem Umfang gezeigt. © Dietmar Thomas

Von Christian Kluge

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Kriebstein. Genau 47 254 Besucher kamen im Jahr 2018 auf die Burg Kriebstein. Das ist im Vergleich zum Vorjahr eine leichte Steigerung. Susanne Tiesler, Leiterin der Burg Kriebstein, ist mit der Saison 2018 zufrieden. Immerhin hatte im Jahr 2017 eine Straßenbaustelle im Vergleich zu 2016 mehr als 11 000 Besucher gekostet. Wie stark die Zahlen zuvor gelitten hatten, zeigt ein Blick auf die Statistik. Pressesprecher Uli Kretzschmar vom Schlösserland Sachsen, der das Zahlenwerk verwaltet: „2016 waren auf Kriebstein 56 445 Gäste und 2017 nur noch 45 354. Das lag ganz sicher an der Baustelle. Im Jahr 2018 kamen immerhin wieder fast 2000 Besucher mehr. Es war allerdings auch insgesamt gesehen eine Supersaison.“

Burgherrin Susanne Tiesler freut sich über den Aufwärtstrend. Es gab es natürlich auch wieder einige Höhepunkte in der über 600 Jahre alten Anlage oberhalb der Zschopau, die auch den Ruf als schönste Ritterburg Sachsen hat. „Wir hatten in diesem Jahr gleich zweimal ein Filmteam auf der Burg und mussten sie dabei auch teilweise schließen“, erzählt die Schlossleiterin. „Ende März hat das ZDF sechs Tage lang eine Dokumentation zur Geschichte gedreht. Und einen Monat später gab es eine Gemeinschaftsproduktion von MDR und ZDF.“ In zehn Tagen entstand da der Märchenfilm „Der süße Brei“, der übrigens am Heiligabend gesendet wurde.

Kindergarten-Sonderausstellung

Zurück zur Gegenwart. „Nach dem Weihnnachtskonzert wurde die Burg zunächst winterfest gemacht. Derzeit erfolgt die Grundreinigung“, sagt Susanne Tiesler. „In diesem Jahr wird es unter anderem eine Sonderausstellung zum Alltag im Kindergarten in der DDR geben. Die alljährlichen Burgfeste, die auf Kriebstein und Mildenstein stattfinden, wollen wir künftig trennen. 2019 gibt es eins auf Kriebstein und 2020 ist Mildenstein dran. Dann können sich die Besucher besser auf ein Fest konzentrieren.“ In der Hochsaison sind dann wieder rund 20 Mitarbeiter auf den beiden Burgen im Einsatz.

Neben den Dreharbeiten gab es im letzten Jahr auch noch andere Höhepunkte in Kriebstein, beispielsweise die Sonderausstellung mit Gemälden und Grafiken von der Burg, bei der erstmals alle Bilder der mittelalterlichen Anlage gezeigt wurden. Auch das Mittelalterfest im Mai mit Rittertruppen, Schaukämpfen und Gauklern zog zahlreiche Besucher an. Gleichermaßen gut besucht ist die Märchenburg, in die dr Mittelsächsische Kultursommer die Burg in jedem Sommer für ein Wochenende verwandelt. Und bei den „geheimnisvollen Führungen“, die zweimal im Jahr stattgefunden haben, „waren jeweils über 200 Leute da“, freut sich Tiesler über den Erfolg dieses Angebotes.

„Ich finde es ganz spannend, wenn man die Geschicke von solchen alten Gemäuern lenken und sie erhalten kann“, sagt die Schlossleiterin. Seit 2004 hat Susanne Tiesler zunächst auf Kriebstein gearbeitet. Seit April 2017 ist sie dort und auch auf Mildenstein die Chefin. An ihr Diplom-Studium der Tourismuswirtschaft hat sie noch ein Kulturmanagement-Studium drangehängt. „Das war Voraussetzung für diese Stelle.“ Nun steht nur noch die Masterarbeit an.

Einige Termine für 2019 können sich Interessierte bereits vormerken: Die Heiligenführung am Buß- und Bettag, bei der die mehr als 600 Jahre alten Wandmalereien in der Kapelle besichtigt werden können. Außerdem wird es wieder drei Konzert geben.