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Wieder mehr Organspender in Sachsen

Für schwer kranke Patienten ist ein neues Organ oft die letzte Hoffnung. Nach einem Tiefpunkt bei der Zahl der Spender geht es im Freistaat nun wieder nach oben.

Deutschlandweit spendeten im vergangenen Jahr insgesamt 955 Menschen nach ihrem Tod ihre Organe. © dpa/Sören Stache

Dresden. Die Zahl der Organspender in Sachsen ist im vergangenen Jahr wieder gestiegen. Insgesamt verzeichnete die Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) 66 Menschen, die im Freistaat nach ihrem Tod ihre Organe für schwer kranke Patienten gespendet haben. 2017 hatte die DSO nur 50 Spender landesweit registriert. 

Entsprechend stieg auch die Zahl der gespendeten Organe. Insgesamt wurden 203 Organe wie Niere, Herz, Lunge, Leber in Sachsen entnommen und bundesweit sowie im Ausland transplantiert. Das waren 51 mehr als 2017, wie die DSO am Freitag in Frankfurt mitteilte.

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Innerhalb Sachsens kam es zu 170 Organübertragungen (plus 59), dabei sind Lebendspenden nicht mitgezählt. Insgesamt kamen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen auf eine Million Einwohner statistisch gesehen 16,8 Organspender. Die Gesamtzahl der Spender in dieser Region belief sich auf 142. Damit ist der Tiefpunkt von 2017 zunächst überwunden - damals hatte es in den drei Bundesländern lediglich 96 Spender gegeben, ein Jahr zuvor waren es noch 121 gewesen.

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Neuer Gesetzentwurf macht Hoffnung

Auch deutschlandweit stieg die Zahl der Organspender wieder. Insgesamt spendeten im vergangenen Jahr 955 Menschen nach ihrem Tod ihre Organe. Im Vergleich zu 2017 (797 Spender) ist dies eine Steigerung von knapp 20 Prozent. Insgesamt kommen damit 11,5 Spender auf eine Million Einwohner.

Jeder deutsche Spender habe damit im Durchschnitt drei schwerkranken Patienten eine neue Lebenschance geschenkt, hieß es von der DSO weiter.

"Die aktuelle Entwicklung bedeutet einen ersten Hoffnungsschimmer für die Patienten auf den Wartelisten. Das darf uns jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass es in 2019 noch viel zu tun gibt", sagte DSO-Vorstand Axel Rahmel. 

Hoffnung setzt er auf das vom Bundeskabinett vorgelegte "Gesetz für bessere Zusammenarbeit und bessere Strukturen bei der Organspende". Dies stärke die Position der Transplantationsbeauftragten in den Kliniken. Außerdem verspricht sich Rahmel bei der Spendererkennung und -meldung mehr Qualität und Verbindlichkeit. (dpa)