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Dresden

Wieder mehr Parkplätze im Zentrum

Die Stellflächen auf dem Ferdinandplatz waren reduziert worden, um umbauen zu können. Nun sollen vornehmlich Anwohner ihre Autos dort abstellen dürfen.

Auf dem Ferdinandplatz werden für Anwohner Parkflächen geschaffen.
Auf dem Ferdinandplatz werden für Anwohner Parkflächen geschaffen. © Marion Doering (Archiv)

Der gesperrte Bereich des Ferdinandplatzes steht ab Mittwochabend wieder Autofahrern zur Verfügung. Das Straßen- und Tiefbauamt baut die bisher verpachteten Flächen auf der Südseite um. Einem Pächter wurde gekündigt, einem weiteren die Fläche reduziert. Das Areal dient den Anwohnern in Zukunft als Parkplatz. Inhaber eines gültigen Bewohnerparkausweis für das Parkgebiet 5 können den Parkplatz gebührenfrei nutzen, teilt die Stadt mit. Andere Autofahrer müssten ein Parkticket ziehen. Die Fläche verfügt über 210 Stell- und fünf Behindertenparkplätze. Eigentlich sollte der Parkplatz schon früher freigegeben werden. Durch einen Defekt an dem Gerät, das Asphalt auf die Fläche aufbringt, musste der Termin jedoch verschoben werden, so die Stadt, die die Fläche in Zukunft selbst bewirtschaften möchte.

Mit der Anwohnerparkfläche sorgt die Stadt für einen Ausgleich. Denn entlang der St. Petersburger Straße fallen die Parkbuchten weg. Insgesamt geht es um die 110 Stellplätze zwischen dem Ferdinandplatz und dem Hotel Pullman Newa. Die Stadt will die Sicherheit für Radfahrer erhöhen, deren Weg zwischen der Straße und den Parkbuchten verläuft. Letztes Jahr wurde eine Radfahrerin tödlich verletzt. Ein Autofahrer hatte die Tür seines geparkten Pkw geöffnet. Die Radfahrerin wich auf die St. Petersburger Straße aus und wurde überfahren. Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne) sah sich zum Handeln gezwungen und beschloss, die Parkbuchten abzuschaffen. „Eine andere Lösung gibt es nach dem tragischen Unfalltod einer Radfahrerin kurzfristig nicht“, sagte er am Freitag. In den kommenden Jahren sei mit einer Zunahme des Verkehrs auf der St. Petersburger Straße zu rechnen. Derzeit nutzten täglich rund 23.600 Kraftfahrzeuge die Straße. 2030 sollen es rund 24.400 sein. Gleichzeitig verlaufe hier die Hauptroute für Radfahrer von der TU Dresden ins Zentrum und weiter in die Neustadt.

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Allerdings stellt Schmidt-Lamontain in Aussicht, dass die Parkbuchten irgendwann einmal wieder freigegeben werden könnten. „In einem nächsten Schritt prüfen wir, ob wir durch kleinere bauliche Eingriffe, wie das Befestigen von Seitenflächen und das Verändern der Borde, das Parken an einigen Stellen wieder zulassen können“, sagte er.

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