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„Wieder mit dem Druck am Hintern“

Nach der knappen Niederlage gegen Fürth rutscht Dynamo in der Tabelle ab. Trotzdem sieht Trainer Neuhaus auch Positives.

© Robert Michael

Herr Neuhaus, wieso hat Dynamo in Fürth verloren?

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Ich bin natürlich tief enttäuscht, fast wütend. Es war eine überragende erste halbe Stunde von uns mit einigen hundertprozentigen Torchancen – aber ohne Ertrag. Hinten machen wir einen krassen Fehler, kriegen das Gegentor. In der zweiten Halbzeit hat uns dann die Ruhe und Klarheit gefehlt. Das lasse ich ja alles zu. Für mich war am schlimmsten die Anfangsphase mit den Riesenchancen, die wir verwerten müssen. Da führt kein Weg dran vorbei.

Wie bauen Sie die Mannschaft auf?

Ich muss es ja selber erst mal verarbeiten. Das fällt mir schwer genug. Wir können aus dem Spiel viele positive Dinge ziehen, haben aber auch Anlass zur Kritik. Noch mal: Die zweite Halbzeit war auch nicht das Gelbe vom Ei. Wir wollten, aber ohne Ruhe, ohne Klarheit. Selbst wenn man mal hinten liegt und die Drucksituation größer wird, müssen wir das Selbstvertrauen in unser Spiel kriegen. Das war in der zweiten Halbzeit schon relativ wenig.

Dazu wäre es vermutlich nicht gekommen, wenn Ihre Mannschaft früh in Führung gegangen wäre …

Wenn ich unser Spiel in Düsseldorf als Vergleich nehme: Dort führen wir 3:0, obwohl wir gar nicht so klare Chancen hatten, haben Traumtore gemacht. Es ist müßig, darüber zu reden. Wir wissen, woran wir arbeiten müssen, das werden wir tun. Wir haben jetzt wieder eine schwierige Konstellation und am Sonntag Regensburg als Gast. Das wird richtig schwer mit dem Druck, den wir jetzt wieder am Hintern haben. Wir müssen mit der Situation umgehen und uns davon befreien. Der Weg ist klar, aber wir müssen es umsetzen.

Das Gespräch notierte Sven Geisler.