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Dresden

Wieder Razzia im KMN-Umfeld

Die Polizei in Dresden hat eine Shisha-Bar durchsucht. Es ist nicht das erste Mal, dass die Beamten dort anrücken.

Diese Shisha-Bar am Hauptbahnhof ist zum wiederholten Mal durchsucht worden.
Diese Shisha-Bar am Hauptbahnhof ist zum wiederholten Mal durchsucht worden. © Archivbild: xcitepress

Zum wiederholten Male hat die Polizei eine Shisha-Bar in der Winckelmannstraße am Hauptbahnhof durchsucht. Offenbar waren die Beamten noch immer auf der Suche nach Beweisen gegen den 26-jährigen Deutsch-Iraker Ammar R. Der Mann ist der jüngere Bruder des bekannten KMN-Rappers „Nash“.

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Seit September haben Uniformierte Kräfte mehrfach die Bar sowie Privatwohnungen von Angehörigen aus dem Umfeld der Musiker durchsucht. Ammar R. war Anfang Oktober wegen Verdachts des versuchten Totschlags verhaftet worden. Er soll Anfang Oktober bei einer Auseinandersetzung in der Shisha-Bar einen Mann mit einem Messer verletzt haben. Nach Angaben der Justiz vom Montag, wurde der Haftbefehl bereits im Oktober wieder außer Vollzug gesetzt und der Verdächtige aus der Untersuchungshaft entlassen. Die Hintergründe der Auseinandersetzung sind offenbar noch unklar. Darüber hinaus soll R. bereits Anfang September einen 30-Jährigen vor der Bar in der Winckelmannstraße bedroht haben.

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Der 26-Jährige war bereits Ende April 2018 am Landgericht Dresden wegen sexueller Nötigung, Körperverletzung und Handels mit rund 35 Kilogramm Marihuana zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Doch das Urteil hielt der Revision durch den Bundesgerichtshof wegen eines Formfehlers nicht stand – es fehlte eine Richterunterschrift. Die Verhandlung muss daher vor einer anderen Kammer des Landgerichts Dresden wiederholt werden. R. wurde daher im März dieses Jahres nach mehr rund zweieinhalb Jahren aus der U-Haft entlassen – auch wenn er da noch in einer zweiten Hauptverhandlung vor dem Landgericht Dresden Angeklagter war. Der Prozess endete im Juni mit einer weiteren Freiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren wegen Drogenhandles und Führens einer Schusswaffe.

Zuletzt wurde in einem weiteren Prozess gegen Mustafa K. (25), einen Mitarbeiter der KMN-Gang bekannt, dass es offenbar erhebliche Streitereien zwischen KMN-Anhängern und anderen Gastronomen gibt. Kurz vor der Messerstecherei in der Shisha-Bar war der Iraker K. am Amtsgericht Dresden zu einer mehrmonatigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Darin ging es neben weiteren Vorwürfen auch um eine Auseinandersetzung mit dem Betreiber einer Shisha-Bar in der St.-Petersburger-Straße im August 2018.

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