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Wieder Verkehr auf der Albertbrücke

© Stefan Becker

Seit heute können Fußgänger und Radfahrer die Elbquerung wieder nutzen. Autofahrer müssen sich noch gedulden.

Dresden. Seit Dienstagmorgen ist die sanierte Hälfte der Albertbrücke für Fußgänger und Radfahrer freigegeben. Auf der frisch sanierten Brückenhälfte nutzen Radfahrer jetzt die neue Fahrbahn. Eine Leitschwelle trennt die Radspur vom neuen Straßenbahngleis. Für Fußgänger ist der neue Radweg vorgesehen. Denn die Geländer sind noch nicht komplett montiert. Deshalb muss aus Sicherheitsgründen der etwa zwei Meter breite künftige Fußweg am Brückenrand noch gesperrt bleiben.

Die Verkehrsführung für Radler und Fußgänger am Sachsenplatz und Rosa-Luxemburg-Platz verändert sich entsprechend. Die Fahrt von der Albertbrücke in die Hoyerswerdaer Straße wird nur für Radler freigegeben.

Behelfsbrücke wird abgebaut

Mit Öffnung der sanierten Brückenhälfte kann nun die kleine Albertbrücke gesperrt und abgerissen werden. Die 327 Meter lange Stahlkonstruktion war vor vier Jahren gebaut worden. Dafür hatte die Stadt 2,1 Millionen Euro investiert. So wurde eine schnellere Sanierung der Albertbrücke möglich, da es eine Alternative für Fußgänger und Radfahrer gab. Die hatte jedoch durchaus ihre Tücken. Das wurde bereits bei der Eröffnung im November 2011 deutlich. Damals stürzten viele Radfahrer, da der Holzbelag bei Raureif zur tückisch glatten Piste wurde.

Ursprünglich war geplant, dass die kleine Albertbrücke erst nach dem Sanierungsende Mitte 2016 wieder verschwindet. Doch das wäre bei der jetzigen Sanierung der benachbarten, elbabwärts liegenden Brückenhälfte zu gefährlich geworden. Denn dann würde sie im Schwenkbereich der Kräne und direkt neben den Gerüsten liegen. Noch dieses Jahr soll der Großteil der Behelfsbrücke abgerissen werden, erläutert Koettnitz. Der Abbau der Pfeiler im Flussbereich könnte sich aber noch bis nächstes Jahr hinziehen. Das hänge auch vom Wasserstand der Elbe ab.

Für Kraftfahrer ist diese Elbquerung in den nächsten Wochen noch tabu. Für sie bleibt auch der Sachsenplatz zwischen Florian-Geyer-Straße und Käthe-Kollwitz-Ufer sowie der gesamte Rosa-Luxemburg-Platz gesperrt. Erst wenn die Geländer Ende November stehen und damit der Fuß- und Radweg auf der Albertbrücke voll nutzbar ist, heißt es wieder freie Fahrt. Allerdings vorerst – wie in der ersten Bauphase Mitte 2014 – nur in Richtung Neustadt. Erst Mitte 2016 soll die ganze Brücke saniert sein. (SZ)