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Wiederholungstäter muss ins Gefängnis

Ein Mann aus Trebsen finanzierte mit Diebstählen seinen Drogenkonsum. Jetzt erhielt er die Quittung.

© dpa

Von Helene Krause

Trebsen. Eine böse Überraschung erlebten am Morgen des 27. Januar 2016 die Mitarbeiter eines Friseurgeschäftes und die des angrenzenden Sanitätshauses und Orthopädiegeschäftes Borgmann in der Jahnstraße in Leisnig. In ihre Räume war eingebrochen worden. Wegen der Einbrüche stand ein 33-jähriger Mann aus Trebsen vorm Amtsgericht Döbeln. Vorgeworfen wurde ihm versuchter Diebstahl und Diebstahl in zwei Fällen.

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In der Nacht vom 26. zum 26. Januar 2016 soll der Angeklagte eine Türscheibe des Friseurgeschäfts mit einem Stein eingeworfen haben. Er drang in den Laden ein und durchsuchte ihn. Aus dem Geschäft nahm er aber nichts mit. Dann drang er in das Sanitätshaus Borgmann ein. Dort soll er die Registrierkasse mit rund 473 Euro Inhalt, ein Radio, 631 Euro Bargeld, einen Laptop und weitere Dinge gestohlen haben. Um an die Gegenstände zu gelangen, soll er mit seinem Körper die Eingangstür eingedrückt haben. Anschließend öffnete er mit einem Schraubenzieher, den er im Sanitätshaus gefunden hatte, die Eingangstür des Orthopädiegeschäfts. Aus dem Geschäft soll er ebenfalls die Registrierkasse mit 422 Euro, 602 Euro Bargeld, einen Laptop, ein I-Phone und andere Gegenstände entwendet haben. Insgesamt entstand bei den Einbrüchen ein Stehlschaden von rund 4850 Euro. Der Sachschaden beläuft sich auf rund 500 Euro.

Das Verfahren gegen den 33-Jährigen war schon einmal angesetzt. Weil er zu der Verhandlung nicht gekommen war, wurde er in Haft genommen und jetzt zur Verhandlung von zwei Justizbeamten in Hand- und Fußfesseln im Gericht vorgeführt. Vor der Verhandlung werden ihm die Handfesseln abgenommen.

„Ich war in den Geschäften“, gestand er die Taten. Allerdings will er einige Gegenstände nicht entwendet haben, so einen Laptop, einen Fotoapparat und einen Schuhmacherhammer. Um an das Geld in den Registrierkassen zu gelangen, zerstörte er sie auf einer Wiese, die an die Gebäude grenzt, in die er eingedrungen war.

Die Einbrüche in Leisnig, waren nicht die einzigen, wegen denen der Angeklagte schon vor Gericht stand. Zehn Einträge hat er im Bundeszentralregister. Die meisten wegen Diebstahls. Erst im Januar 2017 hatte ihn das Amtsgericht Grimma deswegen zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Als Grund für die Einbrüche nennt er seinen Drogenkonsum. Seit zehn Jahren konsumiere er Crystal, vor seiner Inhaftierung sogar täglich.

Weil der Angeklagte geständig war, wurden die Zeugen nur zu den entwendeten Gegenständen, zur Höhe des Sachschadens und zur Regulierung durch die Versicherung befragt. Weil die Registrierkassen im Geschäft nicht geöffnet waren, übernahm die Versicherung den Schaden nicht.

Richter Janko Ehrlich verurteilte den Angeklagten wegen versuchten Diebstahls und wegen Diebstahls in zwei Fällen zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und sieben Monaten. Die Strafe wurde nicht zur Bewährung ausgesetzt. Außerdem wurde der Schraubenzieher als Tatwerkzeug eingezogen. Eingezogen wurden auch 1830 Euro als Wertersatz für den entstandenen Schaden. Das Urteil ist rechtskräftig.