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Wiederholungstäter muss ins Gefängnis

Ein Görlitzer hat auf der Uferstraße öffentlich onaniert. Dabei wurde er erwischt.

© Peter Steffen/dpa

Von Jens-Rüdiger Schubert

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Ein bereits mehrfach und einschlägig vorbestrafter Görlitzer ist auch in der zweiten Berufungsverhandlung mit dem Versuch gescheitert, nicht ins Gefängnis zu müssen. Den Ermittlungen nach hatte Jochen Moosdorf* (50) am 30. Juni 2016 auf der Görlitzer Uferstraße gegen 22 Uhr öffentlich onaniert und sein Geschlechtsteil zur Schau gestellt. Die Zeugenaussagen waren eindeutig. Da es keinen Zweifel an den Handlungen des Angeklagten gab, wurde Moosdorf durch das Amtsgericht zu einer zehnmonatigen Freiheitsstrafe verurteilt.

Gegen das Urteil legte der Görlitzer Rechtsmittel ein. In der Berufungsverhandlung, die im Februar 2018 vor dem Görlitzer Landgericht stattfand, wurde die Berufung des Angeklagten als unbegründet verworfen und damit das Urteil des Görlitzer Amtsgerichts bestätigt. Doch damit war das Verfahren für Moosdorf noch nicht beendet. Diesmal ging er mit dem Rechtsmittel der Revision gegen die Entscheidung des Landgerichts vor. Damit erreichte er zumindest zwei Dinge. Erstens blieb er weiter auf freiem Fuß und zweitens musste das Verfahren erneut geführt werden.

Da das Oberlandesgericht Dresden das Verfahren zur Entscheidung an das Landgericht zurückverwiesen hatte, war diesmal das Landgericht mit seinen Außenkammern in Bautzen zuständig. Aber auch das half Moosdorf nicht. Im Gegenteil. Da der Gutachter dem Angeklagten nicht die ersehnte verminderte Schuldfähigkeit bescheinigte, kam auch das Bautzener Landgericht zu keiner anderen Entscheidung. Schließlich wurde Moosdorf zu einer Freiheitsstrafe von zehn Monaten verurteilt. Durch den Einbezug eines offenen Strafbefehls verlängert sich der Gefängnisaufenthalt um eine Woche.

*Name von der Redaktion geändert