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Wieth ist „Sex-Beauftragter“

Im Rahmen seiner Arbeit im Gleichstellungsministerium hat Frank-Peter Wieth aus Ullersdorf jetzt eine besondere Aufgabe.

© Thorsten Eckert

Von Jens Fritzsche

Ullersdorf/Dresden. Nun gut, der offizielle Titel klingt ziemlich sperrig: „Landesbeauftragter für die Belange von LSBTTIQ“. Deshalb hat eine Boulevard-Zeitung Frank-Peter Wieth kurzerhand zu „Sachsens erstem Sex-Beauftragten“ gemacht. Ullersdorfs Ortsvorsteher und Chef der Radeberger CDU ist ja bekanntlich Referatsleiter bei Sachsens Gleichstellungsministerin Petra Köpping (SPD) und hat sich in den vergangenen Monaten unter anderem mit der Erarbeitung eines Landesaktionsplans zur Akzeptanz der Vielfalt von Lebensentwürfen befasst.

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„Dieser Plan war ja eine Forderung der SPD im Koalitionsvertrag“, beschreibt CDU-Mann Wieth. Ein Plan also, der sich intensiv um die Belange von Menschen mit anderer Sexualität als der Heterosexualität kümmern soll. Wobei die eingangs erwähnte Abkürzung LSBTTIQ für Lesbisch, Schwul, Bisexuell, Transsexuell, Transindent, Intersexuell und Queer steht. „Es geht darum, die Akzeptanz in der Bevölkerung für diese Gruppen zu stärken“, fasst der Ullersdorfer kurz zusammen.

Dass ihm das Amt zufiel, ist dabei kein Zufall: „Es ist eine Vorgabe, dass der zuständige Referatsleiter den Hut aufhat, um dem Thema das notwendige politische Gewicht zu geben“, sagt Wieth, der verheiratet ist. Vor allem im ländlichen Raum gebe es da noch erheblichen Nachholbedarf, heißt es in den Zielsetzungen. „An meiner Arbeit als Ortsvorsteher und Radeberger CDU-Chef ändert sich aber nichts“, stellt der Ullersdorfer klar. „Das Amt hat ja mit meinem Beruf zu tun“, so Wieth, der über die Bezeichnung „Sex-Beauftragter“ übrigens schmunzeln kann. Auch, wenn es ein wenig am Thema vorbeigehe, sagt er. (SZ/JF)