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Wildenten auf Tour

Der Schwarzbach wird von den Tieren als Badegewässer genutzt – auch im Winter.

© Bernhard Donke

Berndhard Donke

Jerchwitz/Dubrauke. Keine kalten Füße bekommen die Wildenten im Wasser des Schwarzbachs, der von den „Gebelziger Teichen“ bei Jerchwitz durch Gebelzig,-Nieder Gebelzig und Groß Saubernitz fließt und zwischen Dubrauke und Kleinsaubernitz ins „Löbauer Wasser“ mündet. Auf seinem Weg dahin wird der Bach von den Wildenten als Badegewässer genutzt. Da spielt die Jahreszeit keine Rolle. Ob bei zehn Grad minus, wo der Bach droht zuzufrieren, oder bei Temperaturen um die 30 Grad – stets schwimmen die Enten auf dem Schwarzbach. Ihnen macht das kalte Wasser dieser Tage überhaupt nichts aus, da sie neben dem dichten Federkleid, das weder Nässe noch Kälte durchlässt, auch an den Füßen nicht frieren.

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Der Grund: Enten haben wie alle Wasservögel in den Beinen eingebaute Wärmeaustauscher. Das kalte Blut von den Füßen fließt in den Venen zum Herzen. Die Venen laufen dabei parallel und eng verflochten mit den Arterien, die warmes, sauerstoffreiches Blut vom Herzen bringen. Im Gegenstromprinzip kühlt das venöse Blut das arterielle, wärmen die Arterien das zurückfließende Blut in den Venen.

Somit haben die Enten immer kalte Füße. Das spart ihnen einerseits Energie, die sonst von den Füßen an die Umgebung abgegeben würde. Andererseits sorgt es bei den Tieren dafür, dass sie auf Eisflächen nicht festfrieren können. Dazu wäre es nötig, dass die Füße das Eis zum Schmelzen bringen, wie das bei uns Menschen der Fall sein würde. Das Schmelzwasser könnte dann gefrieren und die Ente am Eis festhalten. Doch so, wie das Tier geschaffen ist, ist dies nicht möglich.