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„Wilder Robert“ wird in Zittau untersucht

Erstmals wird in der Werkstatt der Soeg am Hauptbahnhof jetzt auch eine Dampflok der Döllnitzbahn repariert.

© Rafael Sampedro

Von Holger Gutte

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„Wilder Robert“ heißt die Vorzeige-Lok der Döllnitzbahn. Derzeit ist sie aber nicht in und um Mügeln unterwegs. Sie steht in Zittau. Die Dampflok – eine IV K – ist mit der turnusmäßigen Zwischenuntersuchung dran. Die Schlosser der Sächsisch-Oberlausitzer-Eisenbahngesellschaft (Soeg) kennen sich damit bestens aus. Die Soeg hat auch eine Lok vom gleichen Typ mit dem Baujahr 1908 in ihrem Bestand.

Ohne Achse steht die IV K im Lokschuppen in Zittau. „Die Achse ist das Hauptproblem bei der Lok“, sagt Soeg-Eisenbahnbetriebsleiter Uwe Jachmann. Wegen Verschleißerscheinungen muss die vierte Achse neu aufgearbeitet werden. Auch beim Kessel sind ein paar Reparaturen notwendig. Zudem müssen Sicherheits- und andere Ventile, Armaturen und verschiedene Bauteile geprüft, aufgearbeitet oder ausgetauscht werden.

Bis zu „Historik Mobil“ im August soll der „Wilde Robert“ wieder einsatzbereit sein. Vorher muss er natürlich noch eine Probefahrt mit Last bestehen und ein paar Waggons ins Zittauer Gebirge ziehen. Vor zwei Jahren ist der „Wilde Robert“ schon mal bei Historik Mobil im Einsatz gewesen. In diesem Jahr wird es nun zwischen Bahnhof Bertsdorf und Jonsdorf drei Umläufe mit der IV K und einem neuen Reko-Zug, der Zittauer IV K mit dem Sachsenzug und der I K mit dem Reichsbahnzug geben.

Während der „Wilde Robert“ jetzt erstmals seine Zwischenuntersuchung in der Zittauer Werkstatt der Soeg erhält, ist das perspektivisch möglichst generell für die Lokomotiven der Döllnitzbahn GmbH geplant. Die Soeg baut gerade für die Zittauer Schmalspurbahn eine Lok-Werkstatt am Zittauer Hauptbahnhof. Fast unbemerkt sind dafür bereits ein paar Schandflecke auf dem Bahnhofsgelände hinter dem Heizhaus verschwunden. Etwa eine Million Euro werden in das Projekt investiert. Mit 75 Prozent fördert der Freistaat Sachsen das Bauvorhaben und der Zweckverband Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien (Zvon) gibt 15 Prozent dazu. Der Selbstbeteiligungsanteil der Sächsisch-Oberlausitzer-Eisenbahngesellschaft beträgt dennoch 100 000 Euro. Mit dem Hallenneubau werden sich für die Zittauer Lok-Schlosser die Arbeitsbedingungen deutlich verbessern, schildert Soeg-Geschäftsführer Ingo Neidhardt. Und mit Eisenbahnbetriebsleiter Uwe Jachmann hat die Soeg noch einen Mitarbeiter in ihren Reihen, der diese Untersuchung sogar selber ausführen kann.