Merken

Wildschwein aus Elbe gezogen

Der 180-Kilo-Keiler lag tagelang tot bei Pirna im Wasser. Die Bergung war alles andere als einfach.

Teilen
Folgen
© Daniel Förster

Pirna. Feuerwehr und Technisches Hilfswerk haben am Wochenende ein totes Wildschwein aus der Elbe bei Pirna gezogen. Das Tier, ein ausgewachsener Keiler mit rund 180 Kilo Gewicht, lag offenbar schon mehrere Tage im Wasser bei Obervogelgesang, bevor er entdeckt wurde. Als die zunächst herbeigeeilte Feuerwehr das tote Tier bergen wollte, merkten die Kameraden schnell, dass sie es allein nicht schaffen würden. Das Wildschwein befand sich an einer etwa sieben Meter hohen Böschung. Schließlich wurde das THW gerufen. Die Helfer ließen ihr Mehrzweck-Arbeitsboot zu Wasser. In Schutzanzüge gehüllt machten sie denübel riechenden Kadaver zunächst am Boot fest und schleppten ihn zur Slipanlage in Copitz. Mit dem Ladekran vom Lkw wurde er aus dem Wasser gezogen und an Land gebracht. Die Veterinärin vom Landratsamt nahm Proben an dem verstorbenen Keiler. „Das Tier wird routinemäßig auf Afrikanische Schweinepest untersucht“, sagt Amtstierärztin Benita Plischke, Referatsleiterin des Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramtes. Der Kadaver wurde am Montag der Tierkörperverwertung zugeführt. (df)

Das THW zog den Keiler zur Slipanlage nach Pirna-Copitz.
Das THW zog den Keiler zur Slipanlage nach Pirna-Copitz. © Daniel Förster
In Obervogelgesang kamen die Helfer nur schwer an das Tier heran.
In Obervogelgesang kamen die Helfer nur schwer an das Tier heran. © Daniel Förster