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A-4-Anschluss Wilsdruff kann umgebaut werden

An der Auffahrt Wilsdruff sollen mehrere Veränderungen vorgenommen werden. Der Verkehr soll flüssiger rollen. Auch für Radfahrer wird etwas getan.

Der Autobahnanschluss Wilsdruff kann umgestaltet werden. Die Landesdirektion Sachsen hat dafür grünes Licht gegeben.
Der Autobahnanschluss Wilsdruff kann umgestaltet werden. Die Landesdirektion Sachsen hat dafür grünes Licht gegeben. © Egbert Kamprath

Gute Nachrichten für die staugeplagten Wilsdruffer. Die Landesdirektion Sachsen hat den Umbau der Anschlussstelle Wilsdruff sowie den Ausbau des in diesem Bereich liegenden Abschnitts der Staatsstraße 177 genehmigt.

Der Umbau werde der Verkehrsfluss und die Rückstausituation an den Ausfahrten erheblich verbessert, sagt Regina Kraushaar, Präsidentin der Landesdirektion Sachsen. Das hohe Verkehrsaufkommen könne in Zukunft sicher, reibungslos und ohne besondere Gefahrenstellen bewältigt werden – damit komme der Freistaat dem Ziel einer ausgewogenen Verkehrsqualität bedeutend näher. "Das Vorhaben trägt obendrein auch zur Verringerung der Lärmbelastung bei", so Kraushaar.

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Vorgesehen ist unter anderem, dass die nördliche Zufahrt der Anschlussstelle und die beiden Kreuzungsbereiche von Anschlussstelle und Staatsstraße S 177 umgestaltet werden. Auch neue Ampeln sollen errichtet werden. Zudem soll die Staatsstraße 177 auf einer Länge von rund 640 Metern ausgebaut werden. Dazu wird die Fahrbahn um etwa einen bis anderthalb Meter verbreitet. Außerdem soll ein Regenklärbecken für das Straßenwasser an der Wilden Sau entstehen.

Geh- und Radweglücke wird geschlossen

Das Projekt umfasst zudem den Bau einer neuen Anliegerfahrgasse und eines Wirtschaftswegs von jeweils 3,50 Metern Breite, erklärt der Sprecher der Landesdirektion, Holm Felber. Dadurch werde die Erschließung von Grundstücken gebündelt. Gegenwärtig haben diese noch einzelne direkte Zufahrten zur S 177.

Im Zuge des Straßen- und Wegeneubaus wird gleichzeitig eine derzeit bestehende Lücke des Geh- und Radweges zwischen dem Stadtgebiet Wilsdruff und dem Gewerbegebiet Klipphausen geschlossen.

© SZ Grafik

Für den Umbau der Anschlussstelle werden hauptsächlich die vorhandenen Verkehrsflächen und Straßenrandbereiche genutzt. Baumreihen, Einzelbäume oder Sträucher, die gerodet werden müssen, werden an anderer Stelle durch neue Bäume ersetzt. Auch Artenschutzmaßnahmen für Tiere soll es geben.

So sieht die Autobahnzufahrt in Fahrtrichtung Dresden zurzeit noch aus.
So sieht die Autobahnzufahrt in Fahrtrichtung Dresden zurzeit noch aus. © Daniel Schäfer
Entlang der Straße zwischen Wilsdruff und Klipphausen soll die Geh- und Radweglücke geschlossen werden.
Entlang der Straße zwischen Wilsdruff und Klipphausen soll die Geh- und Radweglücke geschlossen werden. © Daniel Schäfer
Die Autobahnauffahrt in Fahrtrichtung Leipzig und Chemnitz soll verlegt werden.
Die Autobahnauffahrt in Fahrtrichtung Leipzig und Chemnitz soll verlegt werden. © Daniel Schäfer

Der Planfeststellungsbeschluss wird in der Stadtverwaltung Wilsdruff und der Gemeindeverwaltung Klipphausen ausgelegt. Dort können sich Bürger die Pläne ansehen. Das ist für zwei Wochen möglich. Danach kann gegen diesen Beschluss vor dem Sächsischen Oberverwaltungsgericht geklagt werden. Diese Frist endet nach vier Wochen. Bleibt das aus, ist der Beschluss unanfechtbar, sagt Franz Grossmann, Sprecher des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv).

Danach werde an der Ausführungsplanung gearbeitet und Bauleistungen ausgeschrieben. "Belastbare Aussagen zu einem möglichen Baubeginn" seien derzeit nicht möglich, so Grossmann. Eine wichtige Voraussetzung ist, dass die Maßnahme vom Staat finanziell abgesichert wird.

Besserer Verkehrsfluss

Für Wilsdruffs Bürgermeister Ralf Rother (CDU) ist der Abschluss der Prüfung eine "sehr erfreuliche Nachricht". Der Umbau der Anschlussstelle sei ein wichtiger Baustein der Ortsumgehung Wilsdruff. "Sehr zu begrüßen ist auch die seitens der Stadt Wilsdruff geforderte Radwegeverbindung unter der Autobahn."

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