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Eugal-Trasse nun komplett

Das Wilsdruffer Teilstück der Erdgastrasse ist schon seit längerer Zeit in Betrieb. Nun wurde der Rest des Projektes fertiggestellt.

Mit Pfählen wie diesen wurde die neue Eugal-Trasse markiert, die zwischen Wilsdruff und Limbach verlegt wurde.
Mit Pfählen wie diesen wurde die neue Eugal-Trasse markiert, die zwischen Wilsdruff und Limbach verlegt wurde. © Kristin Richter

Über Monate konnten die Wilsdruffer beobachten, wie der Fernleitungsnetzbetreiber Gascade zusammen mit seinen Partnern eine neue Erdgastrasse durchs Stadtgebiet verlegte. Wie das Unternehmen jetzt informiert, erreicht das neu errichtete Leitungssystem nun seine volle Transportkapazität.

Der erste Strang, der an Wilsdruff vorbeiführt, transportiert bereits seit dem 1. Januar 2020 Erdgas. Kleine Nachbesserungen gab es vor wenigen Wochen. Der zweite Strang und die Verdichterstation wurden vor wenigen Tagen in Betrieb genommen.

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„Wir sind stolz, dieses Projekt erfolgreich fertiggestellt zu haben", erklärt Christoph von dem Bussche, Geschäftsführer der Gascade. Die Trasse sei eine wichtige Komponente für die europäische Energieversorgung.

Gascade-Geschäftsführer Igor Uspenskiy betont die Dimension des neuen Systems. Es besitzt eine Transportkapazität von bis zu 55 Milliarden Kubikmeter Erdgas pro Jahr. Zum Vergleich: In Deutschland werden pro Jahr mehr als 80 Milliarden Kubikmeter Erdgas verbraucht.

Das neue Erdgastransportsystem wurde in vergleichsweise kurzer Zeit errichtet. Nachdem die Behörden mit dem Planfeststellungsbeschluss ihre Zustimmung für das Vorhaben gegeben haben, konnte der erste Strang bereits nach weniger als anderthalb Jahre fertiggestellt und übergeben werden. Das sei ein äußerst kurz gewesen, erklärt Friedrich Rosenstock. Er ist Geschäftsführer von Fluxys Deutschland, ein Unternehmen, das zum Konsortium gehört, welches die Trasse baute. Die Umwelt- und Arbeitssicherheitsstandards seien eingehalten worden, so Rosenstock.

Die Erdgastrasse Eugal ist rund 480 Kilometer lang und verläuft von Lubmin an der Ostsee bis Deutschneudorf an der deutsch-tschechischen Grenze. Um sie zu errichten, wurden rund 46.000 Rohre verbaut – jedes der Rohre ist rund 18 Meter lang und 15 Tonnen schwer. Die Leitung hat einen Durchmesser von 1,40 Meter.

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Zu Spitzenzeiten arbeiteten mehr als 2.500 Menschen am Bau der Trasse. Die voll regulierte Eugal-Pipeline gehört zum europäischen Erdgasnetz und ist mit anderen Leitungen wie NEL, FGL306 und JAGAL verbunden. Damit kann die Leitung zum Erdgastransport in alle Richtungen genutzt werden.

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