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Kesselsdorfs Blitzer ist verschwunden

Knapp 13.000 Fahrzeuge waren hier während der Messzeit zu schnell unterwegs. Zwei hatten es besonders "eilig". Ihnen drohen harte Strafen.

Ende März wurde dieser Blitzer zum ersten Mal auf der B 173 bei Kesselsdorf aufgebaut. Es gab zwei Anschläge auf das Gerät.
Ende März wurde dieser Blitzer zum ersten Mal auf der B 173 bei Kesselsdorf aufgebaut. Es gab zwei Anschläge auf das Gerät. © privat

Über die Blitzer haben sich schon viele geärgert. Obwohl er vergleichsweise groß ist, haben ihn viele zu spät gesehen. Nun ist das Gerät, mit dem das Landratsamt Pirna über mehrere Wochen das Einhalten des Tempolimits auf der B 173 zwischen Dresden und Grumbach überprüft hat, verschwunden. Planmäßig, wie das Landratsamt auf Nachfrage erklärte.

"Das Gerät stand vom 5. Februar bis zum 30. März sowie vom 9. April bis 11. Mai in Höhe Kesselsdorf an der B 173", sagt der Amtsleiter Sicherheit und Ordnung, Steffen Klemt. An diesen Tagen rollten insgesamt 674.283 Fahrzeuge an diesem Blitzer vorbei. "Davon haben sich 12.754 nicht an die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit von 70 Kilometer pro Stunde gehalten", so Klemt. Wie üblich, gab es einen Toleranzzuschlag. Deshalb wurde erst ab Tempo 80 gemessen.

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"Rekord": 153 Kilometer pro Stunde

Von den Temposündern waren einige besonders dreist. Zwei Fahrzeuge rasten mit jeweils 153 Kilometer pro Stunde am Blitzer vorbei. "Ihnen würde demnach drei Monate Fahrverbot sowie 600 Euro Bußgeld und zwei Punkte in Flensburg drohen", sagt Klemt.

Als der Blitzer aufgestellt wurde, gab es vereinzelt Bedenken. SZ-Leser Dieter Broscheit bezweifelte, dass das Geräte dort überhaupt aufgestellt werden dürfe. Denn es stand vor der Leitplanke. Nach seinem Verständnis soll diese das Abkommen von der Fahrbahn verhindern und Fahrzeuge vor in die Fahrbahn hereinragenden Hindernissen schützen. Für ihn stellte das Gerät eine neue Gefahr da. "Es ist möglich, dass ein Fahrzeug vor dem Blitzer die Leitplanke streift und dann frontal auf das Gerät auffährt", erklärte er.

Eine Rückkehr des Blitzers ist möglich

Das Landratsamt sah das nicht so. Der Blitzer blieb stehen. Das Landratsamt rechtfertigt die Installierung zum einen mit dem hohen Verkehrsaufkommen an dieser Stelle und dem dort geltenden Tempolimit. Und zum anderen: Bei Messungen im Vorfeld sei festgestellt worden, dass es eine "hohe Überschreitungsrate" gegeben habe.

Obwohl es laut Landratsamt keine direkten Reaktionen aus der Bürgerschaft gab, so gab es diese doch indirekt. Zweimal wurde das Messgerät attackiert. "Es gab einen Farbanschlag", sagt Klemt. Ein anderes Mal wurden die Scheiben beklebt.

Ob und wann der mobile Blitzer an Kesselsdorf zurückkehrt, steht noch nicht fest. Das werde operativ entschieden. Von Kesselsdorf wurde das Gerät zur B 172 in Struppen- Siedlung gebracht. Allerdings machten sich auch dort Rowdys am Gerät zu schaffen. Derzeit steht der Blitzer in einer Werkstatt. Er muss nach einem Vandalismusschaden repariert werden.

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Offen ist, ob sich das Landratsamt einen weiteren derartigen Blitzer zulegt. "Aktuell sind noch keine weiteren entsprechenden Anschaffungen geplant", so Klemt.

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