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Vom Delikatessenladen zur Spedition

Die Kesselsdorfer Spedition Hanitzsch hat ihre Wurzeln in Dresden-Plauen. Gegründet wurde sie vom Urgroßvater des jetzigen Geschäftsführers.

Andreas Hanitzsch, Chef der Spedition Hanitzsch GmbH & Co. KG in Kesselsdorf, vor einem seiner Lkws. Der 45-Jährige leitet das Familienunternehmen in vierter Generation.
Andreas Hanitzsch, Chef der Spedition Hanitzsch GmbH & Co. KG in Kesselsdorf, vor einem seiner Lkws. Der 45-Jährige leitet das Familienunternehmen in vierter Generation. © Ronald Bonß

Wilsdruff ist die Logistik- und Speditionsstadt in der Dresdner Region. Namhafte Unternehmen haben sich hier niedergelassen. Seit 1996 gehört auch die Spedition Hanitzsch dazu, die heute 200 Mitarbeiter beschäftigt und kürzlich ihr 100-jähriges Bestehen feiern konnte.

Die Ursprünge des Unternehmens liegen in Dresden-Plauen, erklärt Andreas Hanitzsch, 45, der das Familienunternehmen in vierter Generation leitet. Angefangen hat es mit einem Delikatessenladen, der sich an der Ecke Gitterseestraße/Plauenscher Ring befand. Dort hatte sein Urgroßvater gearbeitet. "Als künftiger Schwiegersohn ist er mit dem Fuhrwerk in die Markthalle gefahren, und hat dort die Waren für den täglichen Bedarf geholt. Irgendwann hat er gemerkt, dass ihm das zu mühsam ist. So hat er sich den ersten Kleintransporter gekauft."

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Vor dem Zweiten Weltkrieg 25 Lkws

Das sprach sich rum. Er bekam auch Aufträge von Handwerkern aus der Umgebung. So ist aus dem Laden allmählich eine Spedition geworden. Gegründet wurde das Familienunternehmen 1920. Das Unternehmen hat sich gut entwickelt, vor dem Zweiten Weltkrieg besaß es 15 Lkws mit Doppelfahrerbesatzung.

Seit 1996 residiert die Spedition Hanitzsch in diesem Gebäude um Kesselsdorfer Gewerbegebiet Zschoner Ring. Am Gebäude sind auch die drei verschiedenen Logos zu sehen, die die Firma bisher nutzte.
Seit 1996 residiert die Spedition Hanitzsch in diesem Gebäude um Kesselsdorfer Gewerbegebiet Zschoner Ring. Am Gebäude sind auch die drei verschiedenen Logos zu sehen, die die Firma bisher nutzte. © Norbert Millauer

"Mein Großvater hat das Unternehmen als Privatbetrieb durch die schwere DDR-Zeit getragen", sagt Hanitzsch. Mit allen Auf und Abs. 1992 hat sein Vater Wolfgang Hanitzsch das Unternehmen übernommen. Im August 1996 zog das Unternehmen nach Kesselsdorf von Dresden ins Gewerbegebiet Zschoner Ring.

"Mit sämtlichen Lkws, Pkws und allen möglichen Hilfsmitteln wurde der Firmenumzug durchgeführt", erinnert sich Andreas Hanitzsch. Die gesamte Familie Hanitzsch und natürlich alle Mitarbeiter halfen mit!" In Kesselsdorf stand ein neues Betriebsgebäude. "Damals war es viel zu groß", sagt Hanitzsch. "Wir hatten 20 Lkws und konnten unsere Fahrzeuge im Ring aufstellen." Doch das änderte sich. Die Spedition wurde größer.

Auch für die Semperoper unterwegs

2018 hat Andreas Hanitzsch das Unternehmen übernommen. Die Spedition transportiert die unterschiedlichsten Güter und Waren. "Wir versuchen immer eine Lösung zu finden. Geht nicht, gibt's nicht - das ist unser Credo". So hat Hanitzsch im Auftrag des Dresdner Verkehrsmuseums auch schon eine historische Dampflok aber auch Röntgengeräte transportiert. "Wir fahren auch für die Semperoper die Musikinstrumente". Nur eins ist ihm noch nicht gelungen: Hubschrauber zu transportieren. Immerhin: Im Jubiläumsjahr brachte es die Spedition auf 25.000 Transporte. Dazu wurden 16,8 Millionen Kilometer zurückgelegt.

Wolfgang Hanitzsch - hier ein Foto von 2008 - leitete die Spedition von 1992 bis 2018.
Wolfgang Hanitzsch - hier ein Foto von 2008 - leitete die Spedition von 1992 bis 2018. © Archivfoto: Marco Klinger

Nach der Geschäftserweiterung wird Hanitzsch die bisherige Betriebsstätte behalten. Hier befinden sich die firmeneigene Werkstatt und ein Lkw-Waschplatz. Zudem sind Teile der Betriebsstätte vermietet.

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Das Unternehmen beschäftigt derzeit 200 Mitarbeiter und ist auch ein Ausbildungsbetrieb für Lagerlogistiker, Speditionskaufmänner und Berufskraftfahrer. Es beteiligt sich unter anderem auch an den Ausbildungsmessen in der Wilsdruffer Oberschule und an Uni-Börsen für Studieninteressierte in Gymnasien.

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