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Kesselsdorf: Ortsvorsteher geht von Bord

Dietmar Freund war das Gesicht von Kesselsdorf. Aus gesundheitlichen Gründen muss er nun kürzer treten.

Von Maik Brückner
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Seit 2004 war Dietmar Freund Mitglied im Ortschaftsrat. Nun hat er das Gremium verlassen und das Amt des Ortsvorstehers niedergelegt.
Seit 2004 war Dietmar Freund Mitglied im Ortschaftsrat. Nun hat er das Gremium verlassen und das Amt des Ortsvorstehers niedergelegt. © Egbert Kamprath

Seit 2004 kümmert sich Dietmar Freund um die kommunalpolitischen Belange von Kesselsdorf. Nun hat er seinen Rückzug angetreten. Der Kesselsdorfer bat den Stadtrat, ihn als Ortsvorsteher zu entlassen. In einer schriftlichen Erklärung führte Freund für seinen Entschluss gesundheitliche Gründe an. Er könne seiner Arbeit als Ortsvorsteher und Ortschaftsratsmitglied nicht mehr gerecht werden.

Nach Einschätzung der Stadtverwaltung sei das ein hinreichender Grund aufzuhören, erklärte Bürgermeister Ralf Rother (CDU) in der jüngsten Stadtratssitzung. Da Dietmar Freund seit 2004 dem Ortschaftsrat Kesselsdorf angehört, hat er damit mehr als zehn Jahre ein "öffentliches Ehrenamt" bekleidet. Wer dies erfüllt hat, könne sich auch zurückziehen. Rother lobte die Arbeit Dietmar Freunds, der in den letzten Jahren vielfältige Funktionen in der Stadt ausgeübt habe. Zuletzt konnte er erreichen, dass Kesselsdorf einen neuen Trimm-Dich-Pfad mit Spielplatz bekam.

Der Stadtrat folgte der Empfehlung und stimmte dem Ausscheiden ohne Diskussion zum 30. September einstimmig zu. Damit endet aber Dietmar Freunds Engagement für Kesselsdorf nicht. Der 66-Jährige bleibt weiter Vorsitzender des 800-Jahr-Feier-Vereins und Mitglied in der Feuerwehr. "Hier bin ich aber kein aktives Mitglied mehr", sagt der Kesselsdorfer, der als selbstständiger Arbeitsschützer tätig ist.

Inzwischen hat der Kesselsdorfer mit Sandra Mende eine Nachfolgerin gewählt. Als Ortschaftsrat rückte Udo Spielvogel nach. Beide wurden wie Freund auch über die Kesselsdorfer Liste in den Ortschaftsrat gewählt.