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S36 bei Wilsdruff: Polizei kontrolliert Lkws

Knapp die Hälfte aller Laster wurden von den Beamten auf die A4 oder auf die Bundesstraße Richtung Meißen geschickt. Die Kontrollen gehen weiter.

Die Polizei hat ihre Kontrollen auf der S36 auch in dieser Woche fortgesetzt. Die Staatsstraße ist zwischen Deutschenbora und Wilsdruff für den Transitverkehr gesperrt.
Die Polizei hat ihre Kontrollen auf der S36 auch in dieser Woche fortgesetzt. Die Staatsstraße ist zwischen Deutschenbora und Wilsdruff für den Transitverkehr gesperrt. © LausitzNews.de/Jonas Schöne

Die Polizei achtet weiter darauf, dass die Transitlaster nicht auf die S36 ausweichen, um Staus auf der A4 zu umfahren. In den letzten Tagen fanden dazu wieder Kontrollen statt. Von Montagmorgen bis Freitagnachmittag wurden dazu insgesamt 1.076 Laster kontrolliert, teilt die Polizeidirektion mit. Dazu waren täglich 20 Polizisten von 6 bis 22 Uhr im Einsatz. Unterstützung gab es von der sächsischen Bereitschaftspolizei.

"Ein großer Teil der Lkw durfte die S 36 nutzen, da diese ein berechtigtes Anliegen hatten", sagt Polizeisprecher Rocco Reichel. Denn für den Lieferverkehr gilt das seit einer Woche geltende Durchfahrtsverbot nicht.

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Positives Feedback der Anwohner

472 Lkws mussten wieder auf die A 14 auffahren oder die B 173 für ihre Weiterfahrt nutzen. "Unsere Kontrollen werden von den Anwohnern absolut positiv aufgenommen", sagt der Leiter der Verkehrspolizeiinspektion Gerald Baier (44). Die Abweisungen tragen dazu bei, dass es auf der S36 zwischen Deutschenbora und Wilsdruff ruhiger zugeht. Auch die Lkw-Fahrer würden die Kontrollen akzeptieren, nur selten gäbe es Diskussionen.

In der ersten Wochenhälfte wurden vor allem in Wilsdruffs viele Lkws abgewiesen. Der Grund: von Montag bis Mittwoch ist der Schwerlastverkehr auf den Autobahnen hauptsächlich in Richtung Chemnitz unterwegs. In der zweiten Wochenhälfte hat der Schwerlastverkehr in Richtung Görlitz zugenommen. Das machte sich bereits am Donnerstag am Kontrollpunkt in Deutschenbora bemerkbar, so Reichel. Anfang der Woche wurden dort im Durchschnitt 85 Lkws kontrolliert und 35 abgewiesen. Am Donnerstag kontrollierte die Polizei 186 Lkws, davon wurden 123 abgewiesen.

Arbeiten an den Autobahnbrücken gehen weiter

Die Sperrung der S36 für den Transitverkehr hat auf das Baugeschehen auf den Autobahnbrücken über die Triebisch und das Triebischseitental keine Auswirkungen, zumindest nach jetzigem Kenntnisstand. "Dort sind zu Spitzenzeiten ohnehin bis zu 100.000 Fahrzeuge pro Tag unterwegs", sagt der Sprecher der Autobahn GmbH, Tino Möhring. Da das Baufeld abgesperrt ist, können die Arbeiten auch bei Staus fortgeführt werden.

Die Polizei will die Kontrollen indes fortsetzen, sowohl mobil als auch stichprobenweise. Ziel sei es, eine dauerhafte Entspannung für die Anwohner der S36 zu erreichen, so Gerald Baier weiter. "Allerdings sollte bei all dem nicht vergessen werden, dass Lkw-Fahrer das schwächste Glied in einer gesellschaftlich hervorgerufenen Kette der Zunahme des Güterkraftverkehrs sind."

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Doch nicht nur Lkw-Fahrer beschäftigten die Polizei an den Kontrollstellen der S 36. Am Donnerstagabend gegen 17.30 Uhr ignorierte der Fahrer (54) eines Peugeot das Anhaltesignal eines Polizeibeamten in Deutschenbora und fuhr weiter. Der Deutsche konnte kurze Zeit später gestoppt werden. Ein Atemalkoholtest ergab etwa zwei Promille. Der Mann muss sich wegen Gefährdung des Straßenverkehrs verantworten.

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