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Sport

Wimbledon-Aus für Tennis-Teenager

Das Tennis-Märchen von Cori Gauff hat im Achtelfinale sein Ende gefunden. Das 15 Jahre alte US-Wunderkind unterlag Simona Halep aus Rumänien.

Cori Gauff hatte als jüngste Spielerin seit Jennifer Capriati 1991 das Achtelfinale der Einzel-Konkurrenz erreicht. Nun ist die 15-Jährige ausgeschieden. © Kirsty Wigglesworth / AP / dpa

Von Kristina Puck

Das begeisternde Wimbledon-Abenteuer von Tennis-Teenager Cori Gauff ist im Achtelfinale zu Ende gegangen. Trotz eines couragierten Auftritts musste sich die 15-jährige US-Amerikanerin am Montag der früheren Weltranglisten-Ersten Simona Halep geschlagen geben. Auch der French-Open-Gewinnerin von 2018 verlangte die Qualifikantin beim 3:6, 3:6 zwar eine Menge ab, verpasste aber das Viertelfinale des Rasenturniers im Südwesten Londons am Ende deutlich.

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An einem Wimbledon-Tag mit dem unerwarteten Aus für die australische Weltranglisten-Erste Ashleigh Barty blieb damit eine noch größere Überraschung aus. Die australische French-Open-Gewinnerin Barty verlor gegen die US-Amerikanerin Alison Riske 6:3, 2:6, 3:6. Die US-Amerikanerin Serena Williams spielt dagegen nach einem klaren 6:2, 6:2 gegen die Spanierin Carla Suarez Navarro ebenso wie die Rumänin Halep am Dienstag um den Einzug ins Halbfinale. Die 37-Jährige hielt damit die Hoffnung auf ihren 24. Grand-Slam-Titel und das Einstellen des Allzeit-Rekords der Australierin Margaret Court aufrecht.

Serena Williams jubelt während des Spiels gegen Navarro.  © Mike Egerton / PA Wire / dpa

Grand-Slam-Debütantin Gauff ließ nach ihrer überraschenden Erfolgsserie auch Mitfavoritin Halep insbesondere zu Beginn der Partie hart für ihre Punkte arbeiten. Im zweiten Satz fasste sich die Außenseiterin zwischenzeitlich an den Bauch, nahm eine medizinische Auszeit und schien eine Tablette zu schlucken. Nach 74 Minuten war die diesjährige Gauff-Show beendet, Halep war dann doch zu stark.

Der Manic Monday (verrückte Montag) sollte an diesem 8. Juli 2019 für Gauff in "Miraculous Monday" (wundersamer Montag) umgetauft werden, hatten die Veranstalter bei ihrer Ankündigung des Tagesprogramms geschrieben. Schließlich mischte an diesem turbulenten Achtelfinaltag des berühmtesten Tennisturniers der Welt noch immer eine 15-Jährige mit, die nur dank einer Wildcard einen Platz in der Qualifikation sicher hatte. Noch ist Gauff die Nummer 313 der Weltrangliste, nach dem Turnier wird sie in die Top 150 vorrücken - bis zur Spitze ist es noch ein weiter Weg. Ihr Potenzial hat sie aber gezeigt.

Bei ihrer Grand-Slam-Premiere hatte sich das Leben der Jugendlichen in "Sekundenschnelle" gewandelt: Aus einem Tennis-Talent mit vielversprechender Zukunft wurde eine Achtelfinalistin der Gegenwart, die die Herzen der Fans gewann. Auch gegen Halep wurden Spielgewinne des Youngsters frenetisch bejubelt.

Als junges Mädchen war Gauff einst von Serena Williams inspiriert worden. Nun wurde die 23-fache Grand-Slam-Turniersiegerin "stolz" selbst zum Fan des Teenagers. "Ich war überhaupt nicht wie sie mit 15. Ich habe nicht so gespielt. Ich habe irgendwo Cartoons geschaut", sagte Williams nach ihrem Achtelfinalerfolg und lachte.

Seit 28 Jahren, seit US-Teenager Jennifer Capriati ins Halbfinale kam, war keine Achtelfinalistin mehr so jung wie Gauff. Die 15-Jährige wurde auch zur jüngsten Grand-Slam-Achtelfinalistin seit Anna Kurnikowa bei den US Open 1996. Die Erfolge könnten schnell zu früh kommen, hatte BBC-Kommentator John McEnroe gewarnt. Die Russin Kurnikowa beendete ihre Karriere, ohne einen Titel gewonnen zu haben. Capriati verlor einst die Kontrolle über ihr Leben. Um Talente wie Gauff zu schützen, ist die Anzahl der Turniere, die sie spielen dürfen, für sie auf zehn im Jahr beschränkt. (dpa)