merken

Winterchaos in der Oberlausitz

Mehrere Straßen sind wegen Schneeverwehungen und liegengebliebenen Fahrzeugen zwischen Görlitz und Bautzen komplett gesperrt. Selbst die Räumfahrzeuge haben Probleme mit den Bedingungen.

© Danilo Dittrich

Oberlausitz. Der Wintereinbruch am Wochenende hat in der gesamten Oberlausitz zu Verkehrsbehinderungen geführt. Es seien weniger Unfälle, eher festgefahrene Fahrzeuge, die in Schneewehen steckengeblieben seien, teilt Michael Schuller von der Polizeidirektion Görlitz mit. Räumfahrzeuge, Bergungsdienste und Feuerwehren waren im Dauereinsatz – und gleichzeitig selbst betroffen. So war der Winterdienst in Gräben gerutscht, wie auf der B96 in Eibau oder der S144 in Herrnhut oder der K8673 bei Dürrhennersdorf. Zudem habe es Probleme gegeben, an die Stellen zu kommen, wo Fahrzeuge liegengeblieben seien, so der Polizeisprecher. „Wir bitten schon Betroffene, sich Schneeschaufeln zu besorgen, um sich selbst zu befreien“, sagt Michael Schuller.

Anzeige
Symbolbild Anzeige

Das perfekte Fahrgefühl: der City-SUV

Nicht nur das kompakte Design ist beeindruckend, sondern auch die Ausstattung: Am besten gleich eine Probefahrt mit dem neuen T-Cross von Volkswagen buchen.

Aufgrund der Schneeverwehungen waren – Stand Sonntagvormittag – 13 Straßen in den Landkreisen Bautzen und Görlitz gesperrt. Nicht mehr befahren werden konnten laut Polizeiverkehrswarnmeldung unter anderem die B178 zwischen Oberseifersdorf und Zittau, die K8631 zwischen Abzweig nach Wittgendorf und Dittelsdorf sowie die K8632 zwischen Wittgendorf und Dittelsdorf. Auch Facebook-Nutzer meldeten unpassierbare Strecken aufgrund der Witterung und querstehender Fahrzeuge. Dazu zählen die S144 zwischen Herrnhut und Rennersdorf, die S139 zwischen Mittelherwigsdorf und Spitzkunnersdorf. Kritik kam auf, weil schon einige Schneefangzäune abgebaut wurden, die hätten das Problem zumindest minimieren können.

„Wenn der Wind weiter so stark ist, sind Behinderungen nach wie vor möglich“, so Michael Schuller. Er bat insbesondere alle im ländlichen Bereich – sofern möglich – auf Fahrten zu verzichten und hoffte, dass sich die Lage bis Montag entspannt hat.

Seit Freitagabend hatte der Winter die Lausitz im Griff und zu Unfällen geführt. So unter anderem in Trebendorf auf der Dorfstraße. Eine 19-jährige Fahrerin eines Seat war in Richtung Halbendorf unterwegs, als sie auf schneeglatter Fahrbahn die Kontrolle über das Fahrzeug und gegen eine Straßenlaterne prallte. Sie blieb unverletzt, aber es entstand ein Gesamtschaden von etwa 2000 Euro. Schlimmer ging ein ähnlich gelagerter Unfall in Weißwasser auf der Mühlenstraße aus. Eine Mercedes-Fahrerin verlor auf winterglatter Fahrbahn ebenfalls die Kontrolle über ihr Auto, das ins Schleudern kam und gegen eine Laterne stieß. Die Fahrerin musste aufgrund von Verletzungen ärztlich behandelt werden. Ein Abschlepper kam zum Einsatz und nahm dem Mercedes an den Haken. Der entstandene Schaden beziffert sich auf rund 3000 Euro.

Am Sonnabendvormittag war ein Lkw-Fahrer auf der S129 zwischen Bernstadt und Kiesdorf verunfallt. Aufgrund Straßenglätte und erheblichen Schneeverwehungen kam der Lebensmittellaster von der Fahrbahn ab und rutschte in eine Böschung. Der mit Gemüsepaletten beladene Lkw kam schräg im Straßengraben zum Stillstand. Zur Bergung des Mercedes musste schwere Technik und ein Bergekran angefordert werden. Für die Dauer der Bergung war die Straße voll gesperrt. Sachschaden entstand keiner. (szo/tc)